Kunststoff lackieren

Kunststoff lackieren

Eine große Herausforderung für Heimwerker ist das Lackieren von Kunststoff. Aufgrund der verschiedenen Kunststoffarten und Mischungen ist eine gute Haftung nicht immer garantiert. Etwas experimentierfreudig sollten Sie schon sein, wenn es darum geht, ein Bauteil aus Kunststoff zu lackieren. Die Aufgabe heißt: zu erkennen, um welchen Kunststoff es sich bei dem vorliegenden Objekt handelt. Wir erklären, was Sie über das Kunststoff lackieren wissen sollten.

Baustoffe
 

Anleitung: Plastik lackieren

Um Möbel zu lackieren, müssen Sie zuerst ermitteln, aus welchem Kunststoff sie bestehen

 

Welcher Kunststoff ist zu lackieren?

Grundsätzlich schwierig sind Bauteile aus PE und PP – also Polyethylen und Polypropylen (ggf. auf Materialstempel achten). Aber auch bei bestimmten, vor allem weicheren PVC-Mischungen (Polyvinylchlorid), kann es wegen der enthaltenen Weichmacher Haftungsschwierigkeiten geben. Aufschluss gibt hier eine Lackierprobe.

Bereits beim Einkauf des Lacks – in den meisten Fällen benötigen Sie auch eine Grundierung als Haftvermittler – sollten Sie gründlich das Kleingedruckte, besser noch das vollständige technische Merkblatt zum Produkt lesen.

Praxistipp: Bei Alpina-Lacken 2in1 kann es z. B. erforderlich sein, bestimmte Kunststoffe mit 2in1-Rostschutz-Grundierung vorzustreichen, die hier als Haftvermittler wirkt. Ein Produkt, das zwar ökologisch nicht ganz unbedenklich ist, aber bei vielen Anwendungen im Umfeld von Kunststoff lackieren eine gute Lack-Basis bildet, ist der wasserverdünnbare, epoxidharz-haltige DurAcryl-2K-Haftgrund von Schöner Wohnen Farbe.

 
 

Anleitung: Kunststoff lackieren

Je nach Kunststoff ist das Lackieren des Werkstücks anderns – vergleichsweise einheitlich ist die Abfolge der Arbeiten, die wir hier exemplarisch zusammenfassen:

  • Haben Sie die vorliegende Kunststoff-Art ermittelt und die passenden Produkte (Haftvermittler und Lack) gekauft, geht es an die Vorarbeiten.
  • Die zu lackierenden Flächen mit Schleifpapier anrauen, Staub entfernen und fettfrei säubern (mit Alkohol) und Oberfläche trocknen.
  • Kleben Sie das zu lackierende Kunststoff-Bauteil sorgfältig ab und schützen Sie das Umfeld für Lackflecken (Karton unterlegen).
  • Jetzt folgt der Grundier-Anstrich: Meist werden Sie dafür einen Pinsel verwenden – die meisten Kunststoff-Bauteile sind sphärisch gewölbst, was den Einsatz von Lackrollen erschwert.
  • Ist der Haftgrund getrocknet folgt der erste Anstrich mit dem (farbigen) Lack.
  • Praxistipp: Feinere Ergebnisse und ebenere Oberflächen erreichen Sie, wenn Sie Kunststoffe mit der Spraydose lackieren – zum Teil allerdings auf Kosten der Strapazierfähigkeit
  • In der Regel ist ein zweiter Lackauftrag sinnvoll (ggf. mit Zwischenschliff).

Quelle: selbst ist der Mann

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