Kunststoff kleben

Kunststoff kleben

Kunststoff kleben ist nicht immer einfach: Oft will der Allzweckkleber die Plastikteile einfach nicht aneinanderpappen! Dabei ist es gar nicht so schwer, den passenden Klebstoff zu finden. Wollen Sie Kunststoff kleben, ist nämlich die Wahl des richtigen Klebers die halbe Miete für den Erfolg! Wir geben einen EInblick in die vielfältige Welt der Kunststoffkleber und zeigen, was Sie beim Plastik kleben beachten sollten.

Plastik ist nur das leicht abfällige umgangssprachliche Wort für Kunststoff. Und Kunststoff ist lediglich ein Sammelbegriff für eine Unzahl an verschiedenen Materialien, die uns im Alltag überall umgeben. Weil die Materialvielfalt so hoch ist, ist auch die Verzweiflung so groß, will man den passenen Kunststoffkleber ausfindig machen um einen Riss oder ein zerbrochenes Teil Kunststoff zu kleben.

Wollen Sie beim Kleben von Kunststoff Erfolg haben, ist es unerlässlich zu wissen, WELCHEN Kunststoff Sie bearbeiten wollen: Ganz allgemein unterscheidet man zwischen duroplastischen und thermoplastischen Kunststoffen sowie ferner noch den Elastomeren (v.a. PUR, Polyeruthan als Wärmedämmung, Schaumstoff oder Fugendichtung). Die höherwertigen duroplastischen Kunststoffe bleiben auch bei hohen Temperaturen formstabil und fest und sind meist lösungsmittelbeständig. Duroplaste (wie Carbon, CfK, Bakelit oder Fiberglas) und finden sich im Haushalt in Form von Steckdosen, Isoliermaterial und Küchenoberflächen.

 

Anleitung: Kunststoff kleben

  • Wählen Sie den zum Kunststoff passenden Klebstoff aus
  • Hilfe bei der Bestimmung des Kunststoffs gibt der Beipackzettel oder ein Prägestempel auf dem Material
  • Befolgen Sie die Herstellerangaben zu Temperaturen und Trocknungszeiten
  • Vor dem Verkleben reinigen Sie die Klebe-/Bruchstellen: Der Kunststoff muss trocken, staub- und fettfrei sein
  • Mechanisches Aufrauen hilft, um die Kunststoff-Oberfläche zu vergrößern und so eine bessere Haftung zu erreichen.
  • Praxistipp: Wenn Sie eingerissene Kunststoffteile am Ende des Riss aufbohren, wirkt der Kleber wie ein Stopfen und stoppt so die Rissbildung!
  • Nach dem Kleben überschüssigen Klebstoff sofort entfernen

 

Welcher Kleber für welchen Kunststoff?

Mit thermoplastischen Kunststoffen haben wir deutlich mehr Kontakt – was nicht zuletzt bekannte Markennamen wie Makrolon, Nylon, PET oder Plexiglas widerspiegeln:

  • Polyethen (PE) wird zu Plastikbeuteln, Bierkästen, Schläuchen, Eimern oder Frischhaltefolie verarbeitet
  • Dübel, Perlon oder Nylon bestehen aus Polyamid (PA)
  • Polypropen (PP) wir für baumaterialien ebenso verwendet, wie in der Textilwirtschaft und für Haushaltsartikel
  • Polyvinylchlorid (PVC) steckt in Abflussrohren, Kabelummantelungen und Bodenbelägen
  • Polystyrol (PS) ist vor allem als Dämmstoff bekannt (vgl. Styropor), steckt aber auch in Butterbrotdosen
  • Polymethylmetacrylat (PMMA) ist das Material für Acralglas und wird für bruchfeste Verglasungen, Autorücklichter und transparente Visiere verwendet

Viele Plastik-Gegenstände können Sie selbst kleben – den passenden Klebstoff vorausgesetzt. Hier finden Sie einen ersten Überblick, welche Kunststoffe Sie selbst reparieren können. Hilfreich ist auch ein Blick auf die Ratgeberseiten der großen Klebstoffhersteller >>

Quelle: selbst ist der Mann

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