Kommode Sideboard

Unser Kommoden-Sideboard hat eine klare Linienführung, eine an der Funktion orientierte Gestaltung, sparsame Dekoration – ein Bauplan mit etlichen Variationsmöglichkeiten: Wir haben das Sideboard mit Türen und Schubladen ausgestattet – für ein Maximum an Stauraum. Dabei verdeckt die eine Tür die Schulbaldenreihe, damit der hoche Design-Anspruch unserer Kommode gewahrt bleibt. Alle für den Bau der Sideboard-Kommode erforderlichen Maße, finden Sie in unserem Bauplan (09/2006).

Direkt zum Bauplan:

Die Funktion bestimmt die Gestaltung von Möbeln, auf das Wesentliche reduzierte Linie wirken optisch sehr reizvoll – diese Erkenntnisse bestimmen derzeit die Einrichtungstrends. Vielleicht auch deshalb, weil stressgeplagten Mitmenschen weniger der Sinn nach Nippes, sondern eher nach beruhigenden Konturen steht. Um dem Rechnung zu tragen, haben wir eine Sidenboard-Kommode konzipiert, die durch ihr schnörkelloses Äußeres genau diesem Anspruch entgegenkommt: einfach in der Konstruktion und reduziert auf die Funktion. Ein anderer interessanter Effekt ergibt sich, wenn Sie das Stück in Serie herstellen. Dann werden die Möbelstücke zum Raumteiler. Beim Aufeinanderstapeln können Sie sogar auf weitere Sockel verzichten.

 

Designer-Kommode selber bauen

Die Kommode baut sich aus folgenden Komponenten auf: dem Sockel, dem Korpus, den Türen, den Schubladen und der Abdeckplatte. Die Besonderheit beim Sockel ist, dass er einen eigenen Deckel besitzt, der in umlaufenden Falzen eingelassen ist. Dadurch wird eine optische Trennung zum aufgesetzten Korpus erreicht. Der Korpus selbst ist zum Teil aus Massivholzplatten (Deckel und Boden) und zum Teil aus mit Sperrholz gefüllten Rahmen gefertigt.

Wir haben – gemäß unserem puristischen Anspruch – auf teure Schubladenauszüge verzichtet und die Schubladen in einfachen Laufleisten geführt. Das erfordert allerdings eine präzise Anordnung eben dieser Laufleisten. Erleichtern können Sie sich das exakte Fixieren der Leisten, indem Sie mit passend zugeschnittenen Distanzbrettern arbeiten.

 

Sideboard bauen: Diese Schreinertipps machen den Unterschied

Wollen Sie unsere Kommode nachbauen, finden Sie alle dafür benötigten Maßangaben im Bauplan zum Bestellen. Die richtigen Kniffe bei der Herstellung des Designer-Sideboards verrät Ihnen unser Schreiner. Mit kleinen Tricks lassen sich so Holzverbindungen und -oberflächen schaffen, die wie vom Profi wirken!

Praxis-Tipp: Leimen ohne Zwingen

Für diejenigen, die nicht über ausreichend lange Zwingen verfügen und auch nicht darin investieren wollen, haben wir einen preiswerten Alternativ-Vorschlag: Die Seitenrahmen im Bereich der Böden durchbohren, alle Bauteile (Leimzugabe) zusammenfügen und verschrauben. Die Scheibe verhindert das Einziehen des Kopfes. Nach dem Abbinden des Leims die Schrauben entfernen und die Löcher verspachteln.

Praxis-Tipp: Mehr Stabilität durch Flachdübel

Das Arbeiten mit Flachdübeln erfordert beim Fräsen der Schlitze sehr präzises Vorgehen, damit die einzelnen Bauelemente auch kantenbündig zusammenpassen. Um beim endgültigen Verleimen keine böse und meist nicht mehr korrigierbare Überraschung zu erleben, empfehlen wir Ihnen, alle Teile, die durch Flachdübel verbunden werden sollen, zur Probe in einem Trockenversuch zusammenzustecken. Passt jetzt etwas nicht, können Sie noch problemlos reagieren.

Praxistipp: Geschützte Oberflächen dank Hartwachs-Öl

Um dem nun fertiggestellten Möbelstück den letzten (Oberflächen-)Glanz zu verleihen, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen. Das hier vorgestellte Hartwachs-Öl von Clou zieht in gewissen Maßen in die Holzoberflächen ein. Wir haben es im ersten Anstrich mit einem breiten Flachpinsel hoher Qualität auf alle Holzflächen aufgetragen. Nach etwa einer halben Stunde sollte das nicht eingezogene Öl mit einem fusselfreien Lappen vollständig entfernt werden.

Nach einer weiteren Trockenzeit (hier hilft zum Test eine einfache Handprobe) empfiehlt sich ein Zwischenschiff mit 220er Schleifpapier, um die nun aufgerichteten Holzfasern zu entfernen. Nachdem Sie den Schleifstaub sorgfältig entfernt haben, befinden Sie sich mit dem zweiten Anstrich auf dem besten Weg, eine perfekte Oberfläche zu schaffen, die auch jedem Profi Ehre machen würde. Aber das Entfernen überschüssigen Materials ist auch beim zweiten Gang unbedingt erforderlich. Sonst gibt es hässliche Ränder auf der Holzoberfläche. Noch ein wichtiger Hinweis zu Ihrer Sicherheit: Die Lappen, mit denen Sie das überschüssige Material abnehmen, sind danach selbstentzündlich. Deshalb ausgebreitet oder luftdicht verschlossen lagern.

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2006

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