Kellerdusche selbst einbauen


Selbst gemacht: Kellerdusche einbauen mit Duschabtrennung, Armatur sowie dem Hauptanschluss der Trinkwasserleitungen.

Wer die Dusche als blosse Reinigungsstätte betrachtet und jeden Duschgang an die Wasserrechnung denkt, sollte sich einen Einhebelmischer und eine herkömmliche Duschbrause montieren. Wer die Dusche aber als Ort der Entspannung betrachtet – auf Neudeutsch Wellness – und sich nicht nur waschen, sondern auch von Kopf bis Fuß erholen will, sollte sich über eine Armatur wie in unserem Beispiel Gedanken machen.

Diese verfügt über insgesamt sechs Massagedüsen, die das Wasser an verschiedenen Stellen auf den Körper prasseln lassen. Hierfür ist ein Wasserdruck von mindestens 3 bar notwendig. Ab einem Wasserdruck von 5 bar muss ein Druckminderer installiert werden.

Die Warmwasserversorgung sollte über eine Zentralheizung, einen elektronischen Durchlauferhitzer (ab 24 kW) oder einen Wasserspeicher mit mindestens 120 Liter Volumen erfolgen, sonst wird der Spaß ein wenig getrübt.

Wichtig: die Installationshöhe

Entscheidend bei der Montage der Armatur ist die Position der Zuläufe und die Körpergröße der Nutzer. Am besten halten Sie die Armatur an und schauen, in welcher Höhe die Massagedüsen für Sie optimal liegen.

Natürlich muss man auch die Handbrause noch gut erreichen können. Das Anhalten sollte zu zweit erfolgen und die Wasserschläuche der Armatur am besten dabei angeschlossen sein. So kann man gleich sehen, ob auch die Schläuche von der Armatur hin zu den Wandanschlüssen nicht geknickt oder gequetscht werden.

Vor allem bei der Endmontage ist darauf zu achten, sonst fließt kein Wasserstrahl, sondern ein Rinnsal aus den Düsen. Einen kleinen Haken hat eine solche Armatur aber auch bei korrekter Montage: Sie ist teuer – mit rund 500 Euro aufwärts müssen Sie in unserem Beispiel rechnen. Es gibt aber auch Hersteller, die Duschpaneels anbieten, die bis zu 5000 Euro kosten. Hier ist dann nicht nur die Qualität über alles erhaben, sondern auch das Design schlägt kräftig zu Buche – Philippe Starck und Co. müssen schließlich bezahlt werden.

Welche Duschabtrennung?

Die preiswerteste Lösung ist nach wie vor der Duschvorhang. Sieht man aber einmal davon ab, dass es durchaus hübsche Exemplare gibt, die in manch einem Bad die notwendigen Farbakzente setzen, so haben Stoff- oder Kunststoffvorhänge den Nachteil, ohne aufmerksames Andrücken nicht dicht zu sein.

Außerdem bilden sich gerade auf billigen Vorhängen schnell hässliche Flecken und Schimmel, sofern man nicht stets darauf bedacht ist, sie nach dem Duschen gut zu belüften und regelmäßig zu waschen. Dichter und sauberer ist eine starre Duschabtrennung aus Kunststoff oder Echtglas. Letzteres wirkt meistens besonders hochwertig, wobei es mittlerweile auch sehr langlebige und pflegeleichte Kunststoffe gibt.

Ausschlaggebend könnte der Preis sein: Echtglas ist nach wie vor teurer als Kunststoff (auch als Kunstglas bezeichnet). In unserem Fall sind dann statt rund 440 Euro etwa 480 Euro fällig.

Wichtig: Überlegen Sie sich bei der Wahl der Duschabtrennung gut, ob Sie einen klaren Durchblick haben möchten oder lieber undurchsichtiger duschen. Milchglas oder ein entsprechend aufbereiteter Kunststoff sowie Verzierungen und Muster auf den Duschwänden sorgen dafür, dass von außen nicht jedes Körperteil detailliert zu sehen ist. Derlei Dekore kosten natürlich nochmals Aufpreis, in unserem Fall 10 bis 100 Euro.

Gleiches gilt für spezielle Beschichtungen, die für ein schnelles Abtrocknen sorgen und Kalkablagerungen entgegen wirken (ca. 100 Euro Aufpreis). Was man hiervon braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Armatur montieren Sie am besten vor der Duschabtrennung. Bevor Sie die Schläuche endgültig an die Zuleitungen anschließen, reinigen Sie die Gewinde und lassen ca. drei Minuten das Wasser laufen. So werden eventuelle Schmutzpartikel aus dem Leitungsnetz herausgespült. Haben Sie die Duschabtrennung montiert und Anschlussfugen mit Silikon versiegelt, warten Sie 24 Stunden bis zum ersten Funktionstest und der Benutzung.

Duscharmatur selbst einbauen - Schritt für Schritt

Duschabtrennung selbst montieren- Schritt für Schritt

Duschwannenverkleidung selbst verlegen - Schritt für Schritt

Wasseranschluss selbst installieren- Schritt für Schritt


PRAXIS-TIPP: Silikon nur von außen auftragen

Die Aluminiumprofile der Duschabtrennung dürfen nur von außen mit Silikon versiegelt werden. Darauf weist auch der Hersteller in seiner Montageanleitung ausdrücklich hin. Denn versiegelt man die Abtrennung von innen, kann von oben eindringendes Wasser nicht zurück in die Duschwanne laufen. Es würde sich zwischen den Profilen stauen und so auf Dauer zu Schimmelbildung führen. Weder schön noch gesund und überdies eine Belastung fürs Material. Übrigens: Für Acrylwannen nur neutralvernetzendes Silikon verwenden (bzw.: Herstellerangaben beachten!).

PRAXIS-TIPP: Damit nichts rutscht

Möchte man eine Fliese durchbohren, wandert der Bohrer aus. Das Ankörnen ist nicht ungefährlich, da die Fliese reißen könnte. Besser ist es, Sie kleben ein Kreppband oder ein anderes raues Klebeband über die Stelle, an der Sie bohren möchten. Dann verrutscht nichts.

 

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KONTAKTADRESSEN:

Trinkwasserinstallationen (StecMa): Marley Deutschland, 05031/53-0
Wanne, Armatur, Duschabtrennung: Gebrüder Schulte, 029 33/836-0
Silikon: Lugato Chemie, 0 40/69407-0
Elektrowerkzeuge: Robert Bosch, 01803/335799

Quelle: selbst ist der Mann

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