Kamin einbauen

Kamin einbauen

Viele träumen davon, wenige haben ihn: Einen Kamin. Sind Sie noch einer von denen, die keinen Ofen haben, aber bei Ihren Freunden immer neidisch auf die Feuerstelle, das drapierte Holz in einem Körbchen daneben und schmiedeeiserne Zubehör schauen? Dann haben Sie wahrscheinlich schon längst dem Gedanken an einen eigenen Kamin Raum gegeben. Und wir helfen Ihnen und zeigen Ihnen, wie Sie einen Kamin einbauen und was Sie vorher wissen müssen.

Wer einen Kamin hat oder einen Kamin einbauen möchte, ist streng an das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV) gebunden. Hier wird sehr exakt geregelt, welche Öfen welchen Alters welche Feinstaub-Grenzwerte einhalten müssen. Auf jeden Fall sollten Sie dort einen Blick hineinwerfen, damit Sie nicht ungewollt plötzlich gegen das Gesetz verstoßen, nur weil Sie einen Ofen einbauen und sich damit einen Traum erfüllen.

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Grundwissen Kamine

Viele Fragen rund ums Heizen mit Kamin und Ofen beantwortet unser Grundwissen Kamine

 

Kamin einbauen: Was muss man beachten?

Wenn Sie vorhaben, einen Kamin einzubauen, dann halten Sie sich am besten an unsere Checkliste, damit Sie die wichtigsten Dinge bereits überdacht und geklärt haben.

  1. Beratung durch den Schornsteinfeger
    Ein Hausbesuch des Schornsteinfegers ist unumgänglich: Er kennt die Emissionsbestimmungen, weiß, welche Heizleistung ein ungenutzter Schornsteinzug verträgt und welches Kamin-Modell sich für die Raumgröße eignet. Er berät auch zur Nachrüstung von Schornsteinen.
  2. Festlegen des Standorts
    Als Standort kommt am häufigsten der Wohnbereich in Frage. Bei der konkreten Standortwahl hilft der Schornsteinfeger weiter: Ist ein Schornsteinzug vorhanden, wird die Feuerstätte üblicherweise in dessen Nähe platziert.
  3. Auswahl im Kaminstudio
    Nach Klärung aller technischen Details können Sie sich nun der Auswahl eines Modells widmen. Eine Fachberatung im Kaminstudio kann bei der Entscheidung hilfreich sein.
  4. Installation
    Generell sollten Sie Ihren Ofen oder Kamin von einem Ofensetzer installieren lassen. Erfahrene Heimwerker können unter Umständen diese Arbeit selbst durchführen, allerdings nur nach Absprache mit dem Schornsteinfeger.
  5. Abnahme und Inbetriebnahme
    Nach der Installation müssen Sie die Feuerstätte noch vom Schornsteinfeger abnehmen lassen. Danach können Sie Ihren neuen Kamin oder Ofen endlich beheizen und die behagliche Wärme genießen.
 

Kamin einbauen in Eigentumswohnung

Wer in seine Eigentumswohnung einen Kamin einbauen will, muss heute eine Genehmigung dafür haben. Durch die Abnahme durch den Schornsteinfeger wird nachgewiesen, dass vom Kamin keine Gefahr ausgeht (Brand, Rauchgas, Belästigung d. Nachbarn, ...) und dass die zulässigen Abgaswerte nicht überschritten werden. Zwar ist das Monopol des sogenannten Bezirksschornsteinfegers gefallen, aber vielerorts gibt es nach wie vor nur den einen Schornsteinfeger als Ansprechpartner. Esbescheinigt, dass die Feuerstätte ordnungsgemäß eingebaut ist und betrieben wird. Allein aus diesem Grund ist es ratsam, den Schornsteinfeger bereits bei der Planung einzubeziehen!

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Ethanol-Kamin

Ein rauchfreier Ethanol-Kamin ist auch für Mieter geeignet. Hier gibt es Bauanleitungen

Sicherheitsabstand zwischen Kamin, Wand & Boden einhalten

Je nach Modell benötigt der Kaminofen einen Abstand von 20-60 cm zu Wand und Decke – damit die abstrahlende Hitze keinen Schaden anrichtet. Hat der Kamineinsatz auch seitliche Fenster, müssen auch hier 65 cm Abstand zu brennbaren Oberflächen gehalten werden. Der Funkenflug bei geöffneter Brennkammer ist nicht zu unterschätzen: Brennbare Bodenbeläge wie Teppich oder Holzmüssen mit Platten aus Metall, Schiefer oder feuerfestem Glas vor Funkenflug geschützt werden. Funkenschutz-Platten sollten den Boden vor dem Kamin etwa 50 cm vor der Front und je 30 cm seitlich des Kamins abdecken. Einfache Stahlbleche sind ab 50 Euro erhältlich, kratz- und bruchfeste Glasplatten kosten ab 100 Euro aufwärts.
Klar sollte auch sein, dass (brennbare) Möbel nicht dichter als 1m vor der Ofentür platziert werden dürfen. Mehr Abstand ist allein aus Gründen der "Bedienerfreundlichkeit" sinnvoll, schließlich wollen Sie bequem (und sicher) Holz nachlegen können, ohne sich durch Möbel in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu fühlen!

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Foto: sidm/Archiv, Austroflamm, Öst. Kachelofenverband/Sommerhuber, Hersteller

 

 

Quelle: selbst ist der Mann

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