Hortensien pflegen

Hortensien (Hydrangea) lieben halbschattige Standorte mit nahrhaftem und saurem Boden, der den Blaublütern ihre Farbe verleiht und nie völlig austrocknen sollte. Hydrangea heißt „Wasserschlürferin“, und genauso verhalten sich die Pflanzen auch! Ausgepflanzt im Garten holen Hortensien das Letzte aus dem Boden, im Kübel müssen Sie dann regelmäßig für Nachschub sorgen. Hortensien machen in jedem Garten eine gute Figur, egal, ob als Hecke, als Solitär im Beet oder im Kübel. Die Blaublüter sind ein echter Hingucker, wenn Sie Ihre Hortensien pflegen.

Ursprünglich stammt die Hortensie aus den gemäßigten Regionen Süd- und Ostasiens, sowie Nord- und Südamerika. Die Hortensie bevorzugt einen nahrhaften, frischen, tiefgründigen, humosen, leicht sauren – und stets leicht feuchten Boden – viel mehr ist bei der Hortensien-Pflege nicht zu beachten! An einem halbschattigen, windgeschützten Standort fühlen sich die meisten Hortensien wohl – je nach Sorte tolerieren Hortensien aber auch schattige und sogar sonnige Standorte im Garten (dann aber unbedingt auf ausreichend Wasser achten!). Welche Hortensien-Sorten sich für welchen Standort besonders eignen, zeigt die Überischt am Ende der Seite.

Gartenpflege
 

Hortensien schneiden

Die Frage zum Rückschnitt der Hortensie beschäftigt jedes Jahr viele Gartenfreunde

 

Hortensien pflegen

Eigentlich sind Hortensien relativ pflegeleicht: Werden sie regelmäßig mit kalkarmen (!) Regenwasser gegossen, erfreuen sie uns mit ihren üppigen Blüten. Zur Stärkung können Sie Freiland-Hortensien zwischen März und Juli mit einer Gabe Langzeitdünger verabreichen. Hierfür eignen Sich spezielle (stickstoffbetonte, phosphorarme) Hortensien-Dünger, aber auch Rhododendron- oder Azaleen-Dünger an. Praxistipp: Über die Düngung können Sie auch die Blütenfarbe der Hortensie beeinflussen!

In Kübeln gehaltene Topf-Hortensien erhalten von April bis August regelmäßig Flüssigdünger ins Gießwasser (Herstellerangaben beachten), um die Blütenfülle lange zu erhalten. Achtung: Bei Topf-Hortensien unbedingt Staunässe und das komplette Austrocknen des Wurzelballens verhindern! Glücklicherweise sind Hortensien kaum anfällig für Schädlingsbefall. Befallene Triebe schneiden Sie einfach heraus.

 

Hortensie düngen

Eigentlich sind Hortensien relativ pflegeleicht: Werden sie regelmäßig mit kalkarmen (!) Regenwasser gegossen, erfreuen sie uns mit ihren üppigen Blüten. Zur Stärkung können Sie Freiland-Hortensien zwischen März und Juli mit einer Gabe Langzeitdünger verabreichen. Hierfür eignen Sich spezielle (stickstoffbetonte, phosphorarme) Hortensien-Dünger, aber auch Rhododendron- oder Azaleen-Dünger an. Praxistipp: Über die Düngung können Sie auch die Blütenfarbe der Hortensie beeinflussen!

In Kübeln gehaltene Topf-Hortensien erhalten von April bis August regelmäßig Flüssigdünger ins Gießwasser (Herstellerangaben beachten), um die Blütenfülle lange zu erhalten. Achtung: Bei Topf-Hortensien unbedingt Staunässe und das komplette Austrocknen des Wurzelballens verhindern!

Gartenpflege
 

Hortensien vermehren

Wer Hortensien ziehen möchte, kann bestehende Triebe ganz einfach im Topf vermehren

 

Hortensien überwintern

Auch das Überwintern im Beet ist unproblematisch: Denn Hortensien sind (bedingt) winterhart. Einzig späte Fröste können der Hortensie gefährlich werden, denn sie bildet ihre Knospen an den Vorjahrestrieben. Erfrieren die Knospen im zeitigen Frühjahr (erfrorenen Triebe in Frühjahr herausschneiden!), bleibt die Hortensie in diesem Jahr leider blütenlos.

Neue Züchtungen (z. B: "Endless Summer") bilden Blüten an alten und neuen Trieben. So ist ein prächtiger Blütenflor geradezu garantiert. Die verblüte Dolden der ersten Blüte können Sie herausschneiden – die neuen Sorten sind öfterblühende Hortensien. Die zweite Blüte kann dann bis zum nächsten Frühjahr am Strauch bleiben – ihre Dolden bilden auch im Winter ein attraktives Bild im Beet. Für in Kübeln gehaltene Hortensien befolgen Sie die üblichen Tipps zum Überwintern von Kübelpflanzen: ausreichend großes Pflanzgefäß wählen, Topf im Herbst mit Jute oder Vlies umwickeln, Topfhortensie an windstillem, frostfreiem Ort lagern. Bauernhortensien sind allerdings nur bedingt frostfest und daher ideale Kübelpflanzen, die Sie vor dem ersten Frost ins Winternlager schaffen sollten. Sie werden maximal zwei Meter hoch. Im Beet braucht diese Hortensien-Sorte unbedingt einen Wintermantel aus Strohmatten.

 

Farbvielfalt nach pH-Wert des Bodens

Hortensien gibt es meist in zartem rosa, in weiß aber auch in sattem Blau. Die Farbe ist jedoch nicht „waschecht“, sondern ändert sich mit dem pH-Wert des Bodens. Nur auf saurem Boden und mit Hilfe von Spezialdüngern färben sich rosafarbene und rote Sorten blau. Nur diese Sorten enthalten den Stoff Delphinidin, der zusammen mit Alaun- und Eisenverbindungen blau wird. Weiße Hortensien bleiben immer weiß, egal wie sauer der Boden ist!

Zum Färben der Blüten geben Sie so lange den Spezialdünger, bis die Knospen erste Farbe zeigen. Sollen die Blüten wieder rosa werden, lassen Sie den Dünger einfach weg. Wer sehr kalkhaltigen Boden hat und gerne blaue Blüten möchte, sollte die Hortensien lieber gleich im Kübel halten. Denn pH-Werte über 7 lassen sich auch mit Spezialdüngern oder Torfgaben nicht ausreichend absenken. Im Kübel ist die pH-Kontrolle kein Problem.

 

Hortensien: Blüten für alle Gartenbereiche

Auch in sehr sonnigen Gärten brauchen Sie nicht auf Hortensien zu verzichten: H. paniculata, die Rispenhortensie, trumpft dort richtig auf und reagiert im Gegensatz zu den anderen Arten auch auf Trockenheit nicht gleich beleidigt. Rispenhortensien werden etwas über 2 m hoch und kommen im Winter ohne Schutz aus. Sie blühen erst im August mit großen Rispen, die an Flieder erinnern. Samthortensien (H. aspera) blühen in recht flachen Dolden, die im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen können. Sie duften verführerisch und blühen in Violett, Rosa oder Blau, wobei sich die Farbe nicht durch den pH-Wert des Bodens beeinflussen lässt. Pflanzen Sie sie möglichst an einen geschützten Standort ohne pralle Mittagssonne. Für Hortensien eignen sich generell Azaleen- und Rhododendrondünger. Kletterhortensien (H. petiolaris) und Bauernhortensien (H. macrophylla) fühlen sich nicht nur im Halbschatten, sondern sogar noch im tiefsten Schatten wohl und plustern sich dort im Sommer mit ihren leuchtenden Blütenbällen so richtig auf.

  • Hortensien für vollschattige Standorte: Bauernhortensie, Kletterhortensie, Eichenblättrige Hortensie, Waldhortensie
  • Hortensien für den Halbschatten (ohne Mittagssonne): Bauernhortensie, Samthortensie, Eichenblättrige Hortensie, Kletterhortensie, Waldhortensie, Rispenhortensie
  • Hortensien für sonnige Standorte: Eichenblättrige Hortensie, Rispenhortensie

Fotos: sidm, Archiv, Christiane Lange/Pixelio

Quelle: selbst ist der Mann

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