Holztür streichen

Wollen Sie im Außenbereich eine Holztür streichen, kommen neben klassischen Holzlacken vor allem Holzschutzlasuren zur Anwendung. Während ein Lackanstrich die Oberfläche des Holzes vollständig überdeckt bleibt der Charakter des Holzes bei Lasuren erhalten: Die Holzlasur feuert die natürliche Maserung des Holzes sogar noch an und gibt dem Holzbauteil – egal, ob Möbel, Tür, Fensterrahmen oder Gartenzaun – einen neuen Farbton. Wie Sie eine Holztür streichen, zeigt die Anleitung Schritt für Schritt.

Vor dem Lasieren der Holztür sollte man prüfen, ob das Holz bereits zuvor (mit einem anderen) Anstrichmittel behandelt wurde: Lacke müssen komplett abgeschliffen werden, ein Lasurauftrag auf geöltem oder gewachstem Holz ist meist nicht möglich, ohne zuvor massiv Holzoberfläche abzutragen!

Wurde die Tür bereits zuvor lasiert, genügt ein glättender Vorschliff der Holztür. Mit einem Schleifklotz gelingt diese Arbeit zügig und materialschonend. Fühlt sich die Oberfläche glatt an, ist das Holz aufnahmebereit für die Holzschutzlasur. Jetzt schleifstaub sorgfältig entfernen (Handfeger oder Staubsauger) und die gewünschte Lasur kräftig aufrühren, damit sich die Pigmente gleichmäßig in der Lösung verteilen.

 

Tipps zum Streichen der Holztür

  • Vor dem Streichen der Holztür sollten Sie die Drückergarnitur (und ggf. Fenster) mit Malerkrepp abkleben.
  • Leichter fällt das Lasieren der Holztür, wenn Sie das Türblatt aushängen und auf Möbel-Böcke lagern.
  • Um die Farbintensität der Holzschutzlasur zu prüfen, lohnt ein Probeanstrich auf einem Stück Restholz (gleiches Holz, gleiche Farbigkeit).
  • Nun rühren Sie die Holzlasur gut auf.
  • Der Auftrag der Lasur erfolgt in dünnen Schichten und langen Pinselstrichen parallel zur Maserung.
  • Nach dem ersten Anstrich trocknen lassen, Zwischenschliff durchführen und Holztür erneut streichen.
 

Dickschicht- oder Dünnschichtlasur?

Früher erkannte man den Unterschied bereits an der Konsistenz: Heute sieht man erst nach der Trocknung, ob man eine Dünnschichtlasur oder eine Dickschichtlasur verarbeitet hat. Welche Vorteile bieten die oft verwechselten Holzschutzlasuren?

Die Dickschichtlasur härtet beim Trocknen in einer geschlossenen Lackschicht auf der Holzoberfläche aus. Wie ein Panzer versiegelt die Dickschichtlasur das Holz und lässt Regenwasser einfach abperlen. Wegen dieser Eigenschaft werden Dickschchtlasuren vor allem bei maßhaltigen Bauteilen (wie Fenstern und Türen) eingesetzt. Nachteil: Bilden sich Risse in der Schutzschicht (durch Temperaturschwankungen, Holzbewegungen oder Beschädigungen), ist das Holz darunter besonders gefährdet. Wasser wird dann regelrecht ins Holz gesaugt und kann wegen der dichten Lackschicht nicht wieder abtrocknen. Daher müssen Dickschichtlasuren regelmäßig auf Schadhafte Stellen untersucht und komplett (!) erneuert werden.

Die Dünnschichtlasur dringt tief in das Holz ein und hinterlässt auf der Oberfläche nur einen dünnen Film. Dünnschichtlasuren eignen sich für nahezu jedes Gartenholz – vom Zaun über den Carport bis zum Rankgitter. Mit Dünnschichtlasuren gestrichenes Holz nimmt trotz Anstrichs weiterhin Wasser auf (und trocknet anschließend wieder), was das Holz weiterhin natürlich altern (aber nicht ungeschützt verwittern) lässt. Für einen erneuten Schutzanstrich muss die Dünnschichtlasur nur angeschliffen werden, das Holz kann problemlos mehrfach erneut lasiert werden.

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Fotos: Xyladecor

Quelle: selbst ist der Mann

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