Holzfassade streichen

Holzfassaden sind in vielen Architektur-Stilen anzutreffen: In der regionalen Bauweise der Mittel- und Hochgebirge ist die Holzschindel beliebt, das Schwedenhaus setzt auf Stulpschalung und in der zeitgenössischen Architektur dient die Holzfassade oft der gestalterischen Auflockerung. Gemeinsam ist allen Holzfassaden, dass sie besonderen Schutz vor der Witterung benötigen. Wer seine Holzfassade streichen will, greift dazu meist zu Holzschutzlasuren oder Wetterschutzlacken. Wie ein Anstrich der Holzfassade Optik und Lebensdauer des Baustoffs beeinflussen, erfahren Sie hier.

Erfährt die Holzfassade keinen Anstrich, ist der natürliche Baustoff ungeschützt Regen, UV-Strahlung, Frost und Schäflingen ausgesetzt. Erste erkennbare Folge: Die Holzfassade vergraut. Kann Feuchtigkeit nicht abtrocknen, fault das Holz und die schützende Funktion der hölzernen Außenhaut geht verloren. Neben konstruktiver Vorsorge (s. u.) schützen Sie Ihre Immobilie am besten, wenn Sie die Holzfassade streichen. Eine Vielzahl von Holzschutzlasuren und Fassadenfarben stehen dafür zur Verfügung.

 

Holzfassade streichen – womit und wie?

Wer seine Holzfassade unbehandelt lassen will (nur bei witterungsstabilen Hölzern wie Lärche oder Douglasie empfehlenswert) spart sich viel Arbeit – muss aber akzeptieren, dass der Farbton des Holzes über die Jahre (zum Teil unregelmäßig) mehrfach wechselt, bis letztlich eine silbergraue Patina die Holzfassade überzieht.

Bei gestrichenen Holzfassaden entscheiden Standort, Holzart und Anstrichmittel über den jährlichen Aufwand zur Holzpflege: Die Häufigkeit richtet sich nach der verwendeten Lasur. Bei einer Offenporige Holzlasur sollten alle zwei bis drei Jahre aufgefrischt werden. Dickschichtlasuren halten bis zu fünf Jahre. Praxistipp: Deckende Fassadenfarben halten länger, wenn Sie einen hellen Farbton wählen (temperaturbedingte Rissbildung geringer als bei dunklen Farben). In Holzschutzlasuren hingegen wirken (dunkle) Pigmente als zusätzlicher Schutz vor UV-Strahlung.

Wenn Ihre Holzfassade einen Auffrischungs-Anstrich benötigt, muss zuvor der Altanstrich abgeschliffen werden: Filmbildende Lacke, rissige oder abblätternde Farben müssen restlos runter. Bei offenporigen Lasuren genügt es, das Holz anzuschleifen. Anschließend Schleifstaub sorgfältig abfegen. Holzschutzanstriche am besten bei einem mäßig warmen, bedeckten Tag verarbeiten. Streichen Sie die Holzfassade abschnittsweise in Richtung der Holzmaserung.

Holzschutz
 

Holz streichen

Damit die Witterung nicht am Holz nagt, muss es im Garten vor Nässe geschützt werden

 

Konstruktiver Schutz für Holzfassaden

Bereits beim Bau des Hauses werden die Grundlagen für die Langlebigkeit der Holzfassade gelegt. Folgende konstruktive Maßnahmen helfen, den Pflegeaufwand für die Holzfassade zu senken:

  • Auf gute Hinterlüftung achten: Regenwasser muss ablaufen und abtrocknen können – Staunässe führt schnell zu Fäulnis!
  • Weite Dachüberstände und Vordächer schützen die Fassade vor Schlagregen.
  • Die Holzverschalung sollte oberhalb der Spritzwasserzone enden (ca. 30 cm über dem Boden).
  • Starke Verschattung der Holzfassade vermeiden – auf Hauptwetterseite achten.

Fotos: Xyladecor

Quelle: selbst ist der Mann

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