Holz schleifen

Grundwissen Schleifen
Diese Themen erwarten Sie:
  • Von Hand schleifen
  • Nass schleifen
  • Mit Maschinen schleifen
  • Schleifgeräte im Überblick
  • Band-, Exzenter-, Delta-, Schwingschleifer
  • Schleifaufsätze
  • Schleifen am Bau

Schleifen ist ein mechanisches, abtragendes Bearbeitungsverfahren für unterschiedliche Materialien, Werkstücke und Anwendungen. Die wohl häufigste Tätigkeit für Heimwerker ist wohl das Holz schleifen, um Oberflächen von Möbeln und anderen Werkstücken zu glätten. Was Sie beim Holz schleifen alles beachten sollten, erklärt unser Grundwissen.

Zum Abtrag von Material wird ein Schleifmittel benötigt. Schleifmittel sind in vielfältigen Formen erhältlich und bestehen aus sehr unterschiedlichen Materialien. Das bekannteste Schleifmittel ist das sogenannte Schleifpapier. Aber auch das Schleifen selbst (Richtung, Druck, Frequenz) hat Einfluss auf der Ergebnis und damit auf die Oberflächengüte des Werkstücks. Im Grundwissen Schleifen erfahren Sie alles über diese grundlegende Handwerkstechnik.

 

Anleitung: Holz schleifen

Holz schleifen dient häufig der Vorbereitung von Oberflächen beim Renovieren (Türblatt abschleifen), beim Lackieren (Fensterrahmen oder Gartenhäuser) und natürlich im Möbelbau (zur Oberflächenversiegelung). Mit klassischem Schleifpapier erreichen Sie ebenmäßige Oberflächen hoher Güte – natürlich ein wenig Schweiß und Fingerspitzengefühl vorausgesetzt. Hilfreich beim Schleifen von Holz ist ein Schleifklotz oder ein Schleifschwamm, der sich besonders für gefräste Profile und gewölbte Holzflächen eignet.

  • Werkstück auf der Werkbank fixieren/einspannen
  • zuerst erfolgt ein Grobschliff mit Sandpapier der Körnung 40 - 60
  • schleifen Sie das Holz in Richtung der Maserung
  • wichtig: üben Sie keinen (übermäßigen) Druck aus, das beschleunigt den Arbeitsfortschritt nicht sondern führt nur zu Riefen im Holz
  • Schleifstaub entfernen und Holz anfeuchten – dabei stellen sich lose Holzfasern auf, die Sie mit dem folgenden Zwischenschliff abschleifen
  • Verwenden Sie für den Zwischenschliff Sandpapier der Körnung 80 - 120
  • diesmal führen Sie das Schleifpapier quer zur Holzmaserung
  • wieder Schleifstaub entfernen (Handfeger, weicher, trockener Lappen, Staubsauger, ...)
  • nun folgt der Endschliff: Für den Feinschliff ist Sandpapier der Körnung 180 - 240 ideal
  • abschließend Schleifstaub entfernen und ggf. Oberfläche des Werkstücks versiegeln
 

Maschinelles Schleifen von Holz

Gründe fürs Schleifen von Holz gibt es viele: Eine glatte Oberfläche fürs Lackieren herzustellen ist eine. Oft will man mit dem Schleifen aber auch Macken  oder Kratzer aus dem Holz schleifen oder einen alten Lackanstrich entfernen. Dann genügt das Abrieb durch manuelles Schleifen meist nicht aus. Für den Grobschliff bieten sich dann elektische Schleifgeräte wie ein Exzenterschleifer an. Dabei sollten Sie immer die Regel befolgen: Von grob zu fein!

Alte Farb und Lackschichten schleifn Sie mit einer 80er Körnung effizient herunter. Der Zwischenschliff kann mit 120er Körnung auch gerne noch mit der Schleifmaschine erfolgen. Aber der Endschliff sollte mit Fingerspitzengeführ und einem feinen Sandpapier erfolgen, wollen Sie eine hochwertige Holz-Oberfläche erreichen. Praxistipp: Auch beim Arbeiten mit Schleifmaschinen müssen Sie keinen Druck auf Gerät und Werkstück ausüben! Das Eigengewicht des Exzenterschleifers genügt – mit mehr Druck behindern Sie den Schleifer nur in seinem freien Lauf!

Fußboden
 

Holzboden: Dielen schleifen

Einen alten Holzboden können Sie selbst aufarbeiten: So lassen sich Dielen schleifen

 

Sicher schleifen an der Bohrmaschine

Ein Schleifteller, der von der Bohrmaschine angetrieben wird, ist ein praktischer Helfer beim Glätten von gerundeten Werkstücken aus Holz. Aber bei unsachgemäßer Anwendung wird das Werkstück schnell zum gefährlichen Geschoss! So vermeiden Sie Verletzungen:

Wenn Sie eine Bohrmaschine mit Schleifteller verwenden, achten Sie auf die Drehrichtung des Schleiftellers! Die meisten Bohrmaschinen drehen standardmäßig rechts herum (im Uhrzeigersinn). Klar, zum Bohren ist die Rechtsdrehung (vom Anwender aus gesehen) auch unerlässlich – wegen der Geometrie und des Schliffs der Bohrer! Spannen Sie die Bohrmaschine allerdings auf der Werkbank ein (wie im Bild zu sehen), um am Schleifteller zu arbeiten, dreht sich die Schleifscheibe (vom Anwender aus gesehen) links herum (gegen den Uhrzeigersinn)!

Holzwerkstatt
 

Schleifbandreiniger

Mit Schleifbandreiniger befreien Sie Schleifpapier vom Staub und Abrieb, um seine Lebensdauer zu erhöhen

Arbeiten Sie daher bei der Verwendung von Bohrmaschine und Schleifteller immer auf der linken Seite des Schleiftellers – also auf der Seite des Schleiftellers, der sich in der Abwärtsbewegung befindet! So wird das Werkstück auf den Anschlag gepresst und lässt sich sicher führen. Arbeiteten Sie stattdessen auf der rechten Seite des Schleiftellers, höbe das Werkstück ab und flöge unkontrolliert durch die Werkstatt. Beim Arbeiten an Schleifmaschinen tragen Sie bitte immer eine Schutzbrille. Das Tragen von langärmeligen Pullovern sowie Schals passt generell nicht zur Arbeit an sich schnell drehenden Werkzeugen!

Umfang: 8 Seiten
0,99€

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2009

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