Holz lackieren Anleitung, wie Sie richtig Holz lackieren

Holz lackieren gehört zu den häufigsten Heimwerkerarbeiten: Ob im Garten oder der Holzwerkstatt – durch das Lackieren wird Holz vor Witterungseinflüssen und Staub geschützt. Außerdem ist Holz lackieren nicht schwer – wie diese Anleitung zeigt. Schritt für Schritt erklärt sie, wie Sie Mit Klarlack oder Buntlack rohes Holz lackieren und so vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen.

Auch rohes Holz muss vor dem ersten Anstrich geschliffen werden, um einen glatten Untergrund für den Lack zu schaffen. Nässen Sie das Holz zuvor, durch das Quellen der Fasern stellen sich lose Holzspäne auf und kleine Dellen werden abgemildert. Nach dem Schliff wird der Staub entfernt und es kann mit dem Lackieren des Holzes losgehen. Achtung: Trotz dem weitestgehenden Verzicht auf schädliche Lösungsmittel dampfen viele Lacke immer noch Stoffe aus, die die Atmungsorgane und/oder Augen reizen könne. Lackieren sie möglichst im Freien oder in sehr gut durchlüfteten Räumen.

 

Vor dem Lackieren grundieren

Grundierungen können aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein: Gartenhölzer (vor allen aus heimischem Nadelholz) sind Bäue-gefährdet. Grundierungen enthalten Pestizide, die das Holz vor dem Pilz schützen. Deckende Grundierungen (sogenannter Sperrgrund) können bei stark harzhaltigen Hölzern sinnvoll sein, um ein Durchschlagen von Holzfarbstoffen zu verhindern, die sich sonst später als dunkle Flecken in der hellen Lackschicht abzeichnen würden. Auch im Innenbereich sind Grundierungen sinnvoll, wenn Sie z.B. stark saugende Materialien wie MDF oder Holzwerkstoffe mit unebener Oberfläche (wie OSB-Platten) lackieren wollen. Hier sorgen "füllende Grundierungen" für eine geschlosse Oberfläche, die Sie anschließend leichter lackieren können.

 

Holz lackieren – Schritt für Schritt erklärt

Im Video zeigen wir Ihnen exemplarisch, wie Sie Holz lackieren – ohne Laufnasen und Macken. Auf geht's!

 
 

Klar- oder Buntlack: Holz lackieren 

Wer Holz lackieren will und Wert auf eine gute Oberflächenqualität legt, wird um drei Arbeitsdurchläufe nicht herumkommen: Vorschliff & Voranstrich, Zwischenschliff-/anstrich und 2. Zwischenschliff mit Endanstrich. Praxistipp: Streichen Sie immer erst die Kanten, dann die Flächen in Richtung der Maserung (oder parallel zur Längskante) – vo vermeiden Sie hässliche Farbseen an den Kanten oder Laufnasen auf der Fläche.

Für ansatzfreie Lackoberflächen arbeiten Sie nass in nass: Da wasserbasierte Acryllacke vergleichsweise schnell abtrocknen, bleibt nur wenig Zeit zum Verschlichten der einzelnen Pinselbahnen. Arbeiten Sie daher Abschnittsweise oder verwenden Sie Alkydharzlacke, die eine längere Offenzeit besitzen.

Wollen Sie klar konturierte Farbfelder lackieren, ist die Vewendung von dicht schließendem Klebeband unerlässlich! Unter normales Malerkrepp läuft leicht Farbe hinunter und hinterlässt kleinste Farbnasen und eine unsaubere Lackier-Kante. Besser Sie verwenden gleich zum Lackieren geeignetes Klebeband!

Holzversiegelung
 

Klebeband für Lackierarbeiten

Mit diesem Klebeband gehören Farb- und Lacknasen endlich der Vergangenheit an

 

Nach dem Lackieren von Holz: Pinsel reinigen

Nur mit gutem Werkzeug erhalten Sie auch gute Lackoberflächen: Gute Pinsel sind aber teuer und zu schade, um sie nach dem einmaligen Lackieren von Holz wegzuwerfen. Wichtig ist dann aber, dass Sie die Pinsel fachgerecht reinigen. Je nach verwendetem Lack müssen Farbreste rückstandsfrei aus den Borsten heraus gewaschen werden – entweder mit Wasser uns Seife oder mit Terpentinersatz.

Holzversiegelung
 

Farbrolle aufbewahren

Teure Neukäufe verhindern: So lagern Sie Pinsel und Gebinde sachgerecht

 

Info: Biozide in Holzlack

Biozide im Holzlack

Seit längerem schon (Juli 2012) müssen biozid wirkende Holzschutzmittel, die ausschließlich auf der Wirkstoffkombination Propiconazol und IPBC basieren, durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zugelassen werden – darauf weist Remmers als Anbieter entsprechender Holzschutzmittel aus aktuellem Anlass hin.
„Unakzeptabel“ bzw. mit einem „Risiko“ verbunden wird künftig ein Holzschutzmittel schon dann eingestuft, wenn in Tests nur ein Bruchteil jener Biozid-Konzentration festgestellt wird, bei der im Laborversuch keine schädliche Wirkung mehr festgestellt werden konnte. Der Holzschutzmittel-Anbieter Remmers verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die eigenen Biozid-Produkte im Rahmen einer RAL-Zertifizierung schon länger auf einen zurückhaltenden Einsatz von Bioziden hin ausgelegt sind.

Holzversiegelung REACH-Verordnung
 

REACH-Verordnung

Die REACH-Verordnung regelt die Zulassung von gefährlichen Chemikalien innerhalb der EU

Hintergrund: REACH-Verordnung

"Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) ist eine EU-Chemikalienverordnung, die am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals, also für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Als EU-Verordnung besitzt REACH gleichermaßen und unmittelbar in allen Mitgliedstaaten Gültigkeit. Durch REACH wird das bisherige Chemikalienrecht grundlegend harmonisiert und vereinfacht." Quelle: Wikipedia

Quelle: selbst ist der Mann

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