Hobelmesser schleifen

Neben der richtigen Einstellung des Hobels ist die Schärfe des Hobelmessers wichtig – denn sonst werden die Holzfasern nicht geschnitten, sondern unsauber abgerissen. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Oberfläche am gehobelten Holz. Zeigt die gehobelte Holzoberfläche Unebenheiten, sollten Sie das Hobelmesser schleifen.

Wenn das Hobelmesser bereits Scharten aufweist, müsst Ihr aber zuersten den Hobel schleifen – am besten mit einer Nassschleifmaschine, denn bei den schnellaufenden Doppelschleifmaschinen kann das Eisen aufgrund der hohen Reibung am Schleifstein rasch überhitzen und an der Schneide ausglühen. Bei kleineren Schäden am gehobelten Holz reicht es oft, die stumpfe Klinge bloß abzuziehen.

 

Hobelmesser schleifen

Größere Unschärfen oder Scharten müssen komplett aus der Klinge herausgeschliffen werden, weil beim Abziehen zu wenig Material abgenommen wird. Am besten geht das mit einer Nassschleifmaschine, denn beim Trockenschliff an einem schnell rotierenden Stein wird der Bereich der Schneide sehr heiß, was man an der Dunkelfärbung der Klinge erkennen könnt. Weil an diesen Stellen die Härte des Eisens nicht mehr gesichert ist, müssen diese ausgeglühten Teile komplett herausgeschliffen werden – sonst wird das Eisen schon bei den ersten Hobelzügen wieder stumpf. Mit Nassschleifmaschinen können Sie Ihre Hobelmesser schleifen und die Klingensymmetrie winkelgenau erhalten

 

Schärfmethode: Hobelklinge abziehen

Leicht stumpfe Hobelmesser lassen sich auch leicht mit üblichen Abziehsteinen abziehen, die mit Wasser oder Öl präpariert worden sind. Mit einer Schärfhilfe wird das Eisen in der richtigen Winkellage fixiert, um den Winkel der Fase beizubehalten. Hobeleisen werden üblicherweise in einem Winkel von 25 bis 30 Grad geschliffen, diesen Winkel also auch beim Abziehen einhalten! Ein Abziehen des Eisens genügt bei leichten Unschärfen – in der Regel nutzt man zuerst die grobe Seite des Steins, um an der Fase mehr Metall abzunehmen. Auf jeden Fall nach dem Abziehen der Fase auch die Spiegelseite abziehen, damit der Grat an der Schneide entfernt wird.

 

Praxistipp: Hobelmesser justieren

Welchen Hobel man auch immer wählt: Bei der Einstellung des Messers kommt es darauf an, einen möglichst dünnen, gleichmäßigen Span zu erzeugen. Dazu soll das Messer so eingestellt werden, dass dessen Klinge beim Peilen über die Hobelsohle gerade noch zu sehen ist. Beim Holzhobel findet man diese Position des Messers am schnellsten, wenn dieses zunächst vorsichtig mit der Schneide auf Höhe der Hobelsohle fluchtend mit dem Keil befestigt wird und danach die Feineinstellung mit leichten Hammerschlägen vorgenommen wird. Schläge auf die Rückseite des Messers vergrößern die Spanabnahme, leichte Schläge auf den Knopf auf der Rückseite des Hobelkastens verringern die Messertiefe. Zuletzt immer noch einmal den Keil mit leichten Schlägen fixieren! Wird stärker auf den Knopf geschlagen, löst sich der Keil ganz und das Messer kann neu justiert werden. Nie zu fest zuschlagen! Sorgen Sie dafür, dass der Keil mit Handkraft lösbar bleibt.
Das selbst.de-Fazit: Das Hobelmesser sollte generell nur minimal aus der Hobelsohle hervorstehen, damit der Materialabtrag beim Hobeln möglichst genau dosiert werden kann. Außerdem wird dadurch ebenfalls ein Ausreißen der Fasern aus der Holzoberfläche minimiert.

Quelle: selbst ist der Mann

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