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Bollerwagen selbst bauen

redakteur
LupeBollerwagen selbst bauen

Off-road ist dieser Lenkwagen in seinem Element: Die mehrfach gelagerte Vorderachse sorgt dafür, dass das Chassis unseres Bauplan-Themas (05/2006) auf keinen Fall seinen Bodenkontakt verliert. Und mit wenigen Handgriffen wird es zum Bollerwagen umfunktioniert.

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Das ist das etwas andere Bollerwagen-Erlebnis: Wenn dem Filius die Sitzkiste auf einmal zu langweilig wird, kein Problem: drei Schrauben lösen, Deichsel weg und Rückenlehne montiert, fertig ist der ziemlich geländetaugliche Renner. Die Chassisform übrigens ähnelt verdächtig genau gewissen PS-starken Renn-Boliden, die in jedem Jahr von März bis Oktober in vielen Kontinenten ihre dröhnenden Runden drehen.

Bauplan: Bollerwagen mit Doppelfunktion - Chassisplatten
Bauplan: Bollerwagen mit Doppelfunktion - Lagerungen
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Bauplan: Bollerwagen mit Doppelfunktion - Praxis-Tipp: Werkzeug schonen
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Bauplan: Bollerwagen mit Doppelfunktion - Sitzkiste und Deichsel
Bauplan: Bollerwagen mit Doppelfunktion - Praxis-Tipp: Wechsel

Ganz so schnell gehts mit unserer Version nicht, dafür hat sie aber ein ganz besonderes technisches Bonbon zu bieten: die zweidimensional bewegliche Vorderachse. Dies wurde durch den Einbau von zwei Drehplatten erreicht, von denen jeweils eine vertikal und eine horizontal montiert ist.

Bauplan: Bollerwagen mit DoppelfunktionRenn- oder Bollerwagen

Ganz besonderes Augenmerk widmeten wir der Stabilität des Chassis. So wurde die Verleimung der beiden Chassisplatten und der dazwischen liegenden Bauelemente zusätzlich mit sechs Schlossschrauben verstärkt, um auch wirklich jeder erlaubten Belastung standhalten zu können. Aus diesem Grund drehen sich die luftbereiften Räder auch nicht – wie sonst üblich – mit Kunststofffelgen und Gleitlagern um die Achsen, sondern mit den robusteren, nadelgelagerten Stahlfelgen.

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Chassis des Bollerwagens

Das Zuschneiden der erforderlichen Teile für den Bollerwagen dürfte mit Hilfe des Bauplans kein Problem bereiten. Dort sind neben dem kompletten Chassis auch die Vorder- und Hinterachs-Lagerungen sowie die des Bremsgestänges in Originalgröße gezeigt. Zugeschnitten wird – nach dem Übertragen der Konturen auf das Material – mit einer Stichsäge, die im Idealfall über einen Pendelhub verfügt. Der Pendelhub sollte auf Stufe zwei oder drei eingestellt sein. Dies ist aber nur zu empfehlen, wenn zum Gerät ein einsteckbarer Spanausreißschutz gehört. Er minimiert den Holzausriss. Falls Ihre Säge nicht damit ausgerüstet ist, können Sie die Schnittlinien auch mit einem sehr scharfen Cutter anritzen. Dieser Arbeitsschritt sollte (ebenso wie das spätere Aussägen) sehr sorgfältig geschehen. Sonst ist der gewünschte Effekt nicht zu erzielen. Beim Kantenfräsen der oberen Platte ist wichtig, dass das Abrunden im Bereich des vorderen Lagerklotzes entfällt.

Bremse & Hinterachse

Das Bremsgestänge und die Hinterachse lagern in jeweils halb tief gefrästen Nuten. Der Unterschied ist nur, dass sich das Bremsgestänge auch nach dem Verleimen der Lagerhölzer noch leichtgängig bewegen lässt. Die Hinterachse dagegen sollte stramm in den Lagernuten sitzen, damit sie im Spielbetrieb auf keinen Fall schlackern kann. Beide Bauteile helfen beim Fixieren der Lager und sind während des Leimabbindens hin und wieder zu bewegen.

Vorderachse des Lenkwagens

Der konstruktive Aufbau der Vorderachslagerung ist hier in der entsprechenden Bildfolge hinlänglich dokumentiert. Zu erwähnen ist noch die Montage der beiden Drehplatten, durch deren Einbau die Vorderachse ihre Beweglichkeit erhält. Bei der Reihenfolge der Montage sollten Sie folgendermaßen vorgehen: Alle Schraubenlöcher (Vorderachse, Lenkklotz und Chassiskopf) vorbohren, in der waagerechten Drehplatte alle acht Schlüsselschrauben in die Platte einstecken und auf dem Vorderachslager befestigen, Platte mit Lenkklotz verschrauben, senkrechte Drehplatte an den Lenkklotz schrauben und die gesamte Konstruktion mit dem Chassiskopf verbinden. Die senkrechte Platte lässt sich problemlos mit Schlüssel-Schrauben befestigen. Bei der waagerechten Drehplatte funktioniert das auf keinen Fall.

Leiterwagen mit Rückenlehne

Nachdem die Teile der Rückenlehne zugeschnitten sind, werden die beiden Rippen von unten mit der Bodenplatte verschraubt (Platte vorbohren, Löcher ansenken). Dann vier Bohrungen in die Platte einbringen, bevor die Rückenlehne befestigt wird. Sonst sind senkrechte Bohrungen in der vorderen Reihe nicht mehr möglich. Da der Abstand der beiden Lochreihen nicht dem der Chassis-Bohrungen entspricht, ergeben sich sechs verschiedene Positionen des Rückenlehnengestells auf dem Chassis, weil es mit nur zwei Schrauben fixiert wird.

Sitzkiste & Deichsel

Über den exakten Aufbau des Leiterwagen-Aufsatzes und alle erforderlichen Maße gibt der Bauplan ausführlich Auskunft. Die Montage ist recht simpel: zuschneiden, Sägekanten mit Schleifklotz leicht brechen, alle Teile unter Leimzugabe verschrauben und überschüssigen Leim sofort entfernen. Für die Deichsel gibt es zwei Lagermöglichkeiten an der Vorderachsenklaue. Bei schnellen Modellwechseln ist der Einsatz eines Federsteckers (Praxistipp) ratsam. Im Dauergebrauch als Bollerwagen gehts auch mit der selbstsichernden Mutter.
Wichtig ist eine wetterfeste Oberflächenbehandlung. Weil aber die Holzmaserung und die Schichtlinien zu schade zum Abdecken sind, sollten Sie Klarlack verwenden: zwei Anstriche mit Zwischenschliff.

Material & Info:

Holz: Finnforest, 28237 Bremen, Tel.: 0421/6911-0
Elektrowerkzeuge: Bosch, 70745 Leinfelden-Echterdingen, Tel.: 0180/333-5799
Handwerkzeuge: Lux, 42929 Wermelskirchen, Tel.: 02196/76-4000
Beschläge: Hettich, 32602 Vlotho, Tel.: 05733/798-0
Schrauben: Suki, 54526 Landscheid, Tel.: 06575/71-0
Bremsgestänge: Puky, 42489 Wülfrath, Tel.: 02058/773-0
Räder und Zubehör: Wagner, 77933 Lahr, Tel.: 07821/9477-0
Leim: Henkel, 40191 Düsseldorf, Tel.: 0211/7978272

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