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Bauplan: Schaukel-Delphin

redakteur
LupeBauplan: Schaukel-Delphin

Ein wilder Ritt durch die Wellen auf einem pfeilschnellen Delphin – das geht jetzt auch mitten im Kinderzimmer! Vorausgesetzt, Sie greifen zu Holz, Hobel und Schleifmaschine und bauen das ungewöhnliche Kinderspielzeug unseres Bauplan-Themas (10/2002) auf den blauen Wellen­kufen nach. Unser Schaukel-Delphin hat für Kinder bis zum Vorschulalter von etwa 90 bis 115 Zentimetern Körpergröße genau das richtige Format.

Delphine haben es besonders Kindern schon immer angetan. Kein Wunder, sind doch die geselligen Meeressäuger wenig menschenscheu und sehr verspielt. Die bis zu zweieinhalb Meter langen Tiere wirken immer ein wenig so, als ob sie lachen, und leben in allen warmen und gemäßigten Meeren. Sie bringen es auf Geschwindigkeiten bis 45 Stundenkilometer und können mühelos fünf bis sechs Meter hoch aus dem Wasser springen. So rasant werden die Ritte auf dem Schaukeldelphin zwar nicht ausfallen, aber unser Model, der kleine Elias, hatte sehr viel Spaß beim Fototermin auf dem bequemen Leimholzrücken. Da waren Scheinwerfer und Blitzlampen im Studio schnell vergessen!

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Bauplan: Schaukeltier Delphin - Der Rohling

Bauplan: Schaukeltier Delphin - Feinarbeiten

Bauplan: Schaukeltier Delphin - Oberflächenbehandlung

Bauplan: Schaukeltier Delphin - Material + Zeichnung


Leimholz ist in sehr unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen erhältlich. Bei unserem Lieferanten ist die Möbelqualität Fichte-Starboard mit einer Lamellenbreite von 40 mm beispielsweise gut 60 Prozent teurer als das sogenannte Fichte-Hobbyboard aus 43-mm-Lamellen für Heimwerker, das allerdings auch aus Holz mit kleinen Fehlern oder schwarzen, aber festen Ästen gefertigt wird. Sie benötigen drei 2 m lange Platten, 400, 500 und 600 mm breit.

Geschick und Übung

Mit den Formschablonen für jedes einzelne Korpusteil des Delphin-Rumpfs auf unserem Bauplan machen wir Ihnen den Nachbau so einfach wie möglich. Dennoch: Freie Formen sind in der Holzbearbeitung nicht nur eine Frage von Werkzeug und Geschick, sondern auch der Übung. An Werkzeug brauchen Sie zumindest den Winkelschleifer mit Gummiteller und Korund-Holzschleifscheibe. Vorsicht: Wegen der hohen Drehzahl erfolgt der Abtrag ziemlich rasant. Sie sollten die Maschine nur ziehen und stets mit dem vorderen Viertel der Schleifscheibe arbeiten. Zusätzlich leistet ein Elektrohobel an den Außenradien gute Dienste. Achtung: Hobeln oder schleifen Sie zuerst in Längsrichtung. Dann erst runden Sie den Rumpf. Arbeiten Sie stets von oben nach unten.

Nach dem Formen ist der Rumpf noch rau und weist Streifen auf. Das wird erst beim Schleifen behoben. Am besten dafür geeignet ist ein Exzenterschleifer. Damit das Werkstück einerseits festen Halt hat und andererseits ringsum zugänglich ist, empfiehlt es sich, es von unten auf einer Platte zu verschrauben.

Zuerst ohne Leim pressen

Zum Pressen benötigen Sie Zwingen oder Ratschenzurrgurte. Zu-erst spannen Sie die beiden Rumpfhälften mit eingesteckter Schwanzflosse ohne Leim aufeinander, um sie genau auszurichten und ihre Kanten anzugleichen. Dazu fixieren Sie die beiden Teile mit Nägeln, die Sie nach dem Beischleifen wieder entfernen. Der Schlitz für den Griffring sollte möglichst knapp sitzen, um größt-möglichen Halt zu gewähren. Optimal für die beiden Schnitte ist eine japanische Zugsäge, aber jede andere Handsäge ohne Rücken tuts auch. Zuerst ritzen Sie das Holz entlang der beiden Linien etwa 10 mm tief ein. Erst danach den Schlitz bis zur vollen Tiefe einschneiden.

Der Griffring erhält nach den Ausschneiden und Kantenrunden einen Schlitz für ein Flacheisen, das ihn zusätzlich unter dem Rumpf mit vier Schrauben sichert. Die Position des Schlitzes finden Sie auf dem Bauplan. Er besteht aus dicht nebeneinander gesetzten kleinen Bohrlöchern. Wählen Sie dazu einen Bohrer mit dem Durchmesser, der der Dicke des Flacheisens entspricht.
Die Montage des Griffrings sollten Sie üben und dabei auch gleich seine exakt mittige Position in dem engen Schlitz markieren: Setzen Sie ihn seitlich an und drehen Sie den Ring in den Schlitz hinein. Nach dem Lasieren geben Sie reichlich PU-Leim mit einem Spatel in den Schlitz und stecken den Ring am besten gleich samt eingeschobenem Flacheisen mit dem vorher geübten Dreh ein. Auch die kleine Rückenflosse dient dem Halt beim Schaukeln. Ihren Sitz können Sie nach Bauplan bestimmen oder direkt ihrem Kind anpassen. Wenn es wächst, versetzen Sie die Flosse ein Dübelloch weiter nach hinten und kitten das offene zu.

Augen zum Ausschneiden

Damit ist der Delphin bis auf die Augen, die Zunge und die Lackierung fertig. Ausschneidevorlagen für die Augen finden Sie auf dem Bauplan. Kleben Sie sie einfach vor dem Lackieren auf. Die Zunge besteht aus einem Rest Aufbügelumleimer einer Küchenarbeitsplatte. Die weißen Streifen auf dem Griffring bewirkt übrigens ein um das zuvor lasierte Holz gewickeltes Klebeband.

Das Untergestell besteht aus den beiden Kufen, dem Verbindungsstück aus Trittbrett und Steg sowie der Halterung für den Delphin. Zuerst verdübeln Sie Trittbrett und Verbindungssteg miteinander, danach den Steg mit den Kufen. Dann alles von oben durch das Trittbrett verschrauben. Durch die Art der Halterung kann der seitlich damit verschraubte Delphin um 5 cm mitwachsen. Sie sollten jedoch ein Füllstück zwischen den Stützbrettern einschieben, auf dem der Delphin aufliegt, wenn Sie ihn höher anbringen.

Holzlack und Lacklasur

Prüfen Sie ihr Werk nach kleinen Kanten und Löchern, und arbeiten Sie diese mit Holzkitt und Sandpapier nach. Perfekt wird das Ganze, wenn Sie die verleimten Kufen vor dem Zusammenbau des Untergestells lasieren. Wir haben uns dazu für Acryl-Lacklasur entschieden. Um den Delphinkörper vor Gebrauchsspuren und Vergilben zu schützen, haben wir ihn mit zwei Schichten klarem Acryl-Holzlack seidenmatt gestrichen. Beide Produkte, Lacklasur und Holzlack, sind schweiß- und speichelecht und daher nach der europäischen Norm für die Sicherheit von Kinderspielzeug unbedenklich. Sie sind nach 20 Minuten angetrocknet und nach zwei Stunden bereit zum Zwischenschliff.


 
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