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Schrauben an der eigenen Maschine

Lupe© albert schleich - Fotolia.com

Foto: © albert schleich - Fotolia.com

Das Tunen an der eigenen Maschine – lange Zeit galt es für viele nur als bloße Protzerei, die von Möchtegernprofis und Fahranfängern zum Alltagshobby gemacht wurde. Doch diese Zeit ist lange vorbei.

Tuning ist mittlerweile ein Massenmarkt-Geschäft, bei welchem Oldtimer genauso wie die allerneuesten Lamborghinis nicht mehr sicher sind vor den erfahrenen und geschulten Händen der Hobbytuner.

An allererster Stelle bringt das Auto-Tuning natürlich Spaß. Wer sein neu gekauftes Cabrio tieferlegt, der erreicht durch ein wenig Arbeit am Auto bereits ein deutlich schnittigeres Erscheinungsbild. Auch das Fahrverhalten wird - passend zum Cabrio - durch den geringeren Abstand zur Straße sportlicher. Oftmals wird das Tunen am Auto von passionierten Fans als „Modellbau für Erwachsene" bezeichnet. Was früher aber das kleine Spielzeugmotorrad vom nächsten Spielzeugwarenladen war, ist inzwischen eines der gebrauchten und seltenen Ducati-Modelle, eines der vielen Modelle, die von Kennern und Autoenthusiasten hoch geschätzt werden.

Zwischen gegenseitiger Hilfestellung und Wettbewerb

Da Auto-Tuner inzwischen eine große Menge an Expertenwissen angesammelt haben, sammeln sich die Tuner je nach Modell und Fabrikat in den unterschiedlichsten Vereinen und Interessengruppen zusammen – durch die Liebe für die motorisierten Fahrzeuge zusammengebracht. Diese Interessengemeinschaften sind vor allem dafür gut, um sich gegenseitig Fragen stellen und Tipps geben zu können, die gerade Anfänger vor eventuell großen Risiken schützen sollen. Alte Hasen in diesem neuen und modernen Volkssport helfen beim sicheren Tuning, um Unfälle durch gefährliche Fehler zu vermeiden und vor allem dem Zerstören des wertvollen Autos durch fehlerhaftes oder stümperhaftes Schrauben zu entgehen. Die erfolgreichsten und besten unter den Tunern präsentieren dann mehrmals im Jahr ihre Schätze und lassen sich von der „Miss Tuning" Preise für das Fahrzeug überreichen, welches nach dem Schrauben und Schweißen des Besitzers das beste und coolste Aussehen vorweist

Die Gesetzeslage beachten

Um sicherzugehen, dass man durch unerlaubte Eingriffe nicht plötzlich ein nicht zugelassenes Auto in der Hobbywerkstatt stehen hat, sollte man sich im Vorfeld über Beschränkungen bei den Eingriffen erkundigen. Bis auf einige wenige Ausnahmen müssen nämlich alle vorgenommenen Veränderungen durch den TÜV in die Fahrzeugpapiere eingetragen und somit dokumentiert werden. In jedem Fall bedeutet dies, dass die Straßenverkehrszulassungsordnung stets eingehalten werden muss. Ist dies nicht der Fall, ist das Fahrzeug zum einen nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen, und zum anderen erlischt der Versicherungsschutz.

Darum sollte man vor jedem Umbau die Bestätigung einholen, dass das Fahrzeug danach immer noch verkehrstüchtig ist. Zu beachten ist in diesem Kontext, dass bestimmte Umbaumaßnahmen andere ausschließen. Ob bestimmte Kombinationen erlaubt sind, ergibt sich wiederum aus den Prüfzeugnissen. Wenn beispielsweise das Fahrwerk tiefer gelegt wird, ist es durchaus möglich, dass die bis dahin genutzten Reifen in dieser Kombination nicht mehr erlaubt sind, und neue Modelle angeschafft werden müssen, die in Kombination mit dem Fahrwerk erlaubt sind.

Im Allgemeinen erfolgt die Prüfung und letztlich Anerkennung oder Verweigerung von Tuning-Maßnahmen durch amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfingenieure. Letztlich ist es unbedingt zu empfehlen, bereits Erkundigungen einzuholen, bevor man die geplanten Umbauten in die Tat umsetzt. Andernfalls wendet man unter Umständen viel Zeit, Energie und Geld für etwas auf, das niemals zum Einsatz kommt.


 
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