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Radwechsel: Reifen wechseln

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LupeRadwechsel: Reifen wechseln
Die Autoreifen kann man selbst wechseln. Die häufigsten Fehler kann man ganz einfach vermeiden. Foto: Meike Pantel / pixelio.de

Zum Radwechsel muss man nicht unbedingt in die Werkstatt – man kann auch die Reifen selber wechseln. Die wichtigsten Utensilien muss man sich nur einmal anschaffen: einen Radschlüssel oder ein Radkreuz (einfache Modelle liegen dem Wagen beim Notrad bei), einen Rangierwagenheber und einen Drehmomentschlüssel.

Zum Markieren der Räder braucht man außerdem Kreide, damit man weiß, wo das Rad beim nächsten Wechsel montiert werden muss. Beim Reifen wechseln können allerdings auch Fehler passieren, die Sie vermeiden sollten.

Die 7 häufigsten Fehler beim Reifenwechsel

1. Zu wenig Profil
Je weniger Profiltiefe auf dem Reifen vorhanden ist, desto länger ist der Bremsweg. Außerdem nimmt das Unfallrisiko bei Aquaplanung deutlich zu. Wenn auf den Reifen nicht die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimetern vorhanden ist und man wird erwischt, muss man mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Reifenhersteller empfehlen eine Profiltiefe von mindestens drei Millimeter. Wie tief das Profil noch ist, kann man einfach heraus finden: Einfach eine 1-Euro-Münze in die Profilrillen stecken. Ist der goldene Rand des Geldstücks zu sehen, sollten neue Reifen gekauft werden.

2. Falscher Reifendruck
Zu hoher oder zu niedriger Reifendruck erhöht den Verschleiß der Reifen und zudem den Kraftstoffverbrauch. Ein Reifenschaden kann entstehen. Nach dem Wechsel der Räder sollte der Reifendruck kontrolliert werden, beispielsweise mit einem Messgerät an der nächsten Tankstelle. Welcher Luftdruck bei welcher Beladung in die Reifen muss, ist im Handbuch und oft auch auf der Innenseite des Tankdeckels oder an der B-Säule des Autos vermerkt.

3. Wagenheber an falscher Stelle genutzt
Für den Wagenheber gibt es eine spezielle Stelle an jedem Auto. Wird der Wagenheber an der falschen Stelle angesetzt, kann das Auto vom Wagenheber rutschen. Außerdem kann durch den Heber die Karosserie beschädigt werden. Wo der Wagenheber platziert werden muss, steht in der Bedienungsanleitung des PKW.

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4. Reifen in der falschen Laufrichtung montiert
Hat man laufrichtungsgebundenen Reifen, sollte man beim Reifenwechsel auf die richtige Laufrichtung achten. Werden solche Reifen nämlich in der falschen Laufrichtung montiert, kommt es zu einer wesentlich stärkeren Abnutzung des Reifenprofils und einer deutlichen Verschlechterung des Fahrverhaltens bei Nässe, Regen und Schnee. Beim Reifenwechsel kann man sich ganz einfach die Position der Reifen mit Kreide markieren. Für einen gleichmäßigen Abrieb, können Sie bei laufrichtungsgebundene die Position tauschen. Allerdings sollten die Reifen nur über die Achse gewechselt werden.

5. Radschrauben zu locker oder zu fest angezogen
Beim Reifenwechsel kann es dazu kommen, dass die Radschrauben zu leicht oder zu fest angezogen werden. Bei zu leicht angezogenen Schrauben kann es schnell zu Schäden an Radmutter, Gewinde und den Felgen kommen. Im schlimmsten Fall können sich die Räder während der Fahrt lösen und es zu einem folgenschweren Unfall kommt. Zu fest angezogene Schrauben stehen unter einer erhöhten Spannung, was einen Materialbruch bei Belastung zur Folge haben kann. Mit einem Drehmomentschlüssel kann das korrekte Anzugsmoment eingestellt werden. Das richtige Drehmoment steht in der Betriebsanleitung des PKW. Wichtig: Die Radschrauben sollten nochmals überprüft werden, wenn man 50 bis 100 Kilometer nach derm Wechsel gefahren ist.

6. Radschrauben in der falschen Reihenfolge angezogen
Die Radschrauben müssen in der richtigen Reihenfolge festgezogen werden. Ein Verschrauben über Kreuz und in mehreren Etappen ist die beste Methode. Werden sie hingegen der Reihe nach angezogen, ist der Anpressdruck an der Nabe nicht gleichmäßig verteilt – das Rad verkantet sich und eiert, wodurch ein sauberer Rundumlauf nicht mehr gegeben ist.

7. Reifen falsch eingelagert
Um die Lebensdauer der Reifen zu erhalten, ist eine korrekte Lagerung unerlässlich. Dunkle, trockene, kühle und gut belüftete (Keller)Räume sind dür die Einlagerung perfekt. Man sollte darauf achten, dass die Reifen vor direkter Sonne, Öl, Schmutz und Lösungsmitteln geschützt sind. Vor dem Einlagern sollte man den Luftdruck leicht erhöhen, da sie während der Lagerung Luft verlieren. Kompletträder können vorsichtig übereinander gestapelt werden. Spezielle Felgenbäume und Wandhalterungen erhöhen den Komfort. Reifen ohne Felgen sind dagegen aufrecht zu lagern und alle paar Wochen um ein Viertel ihres Umfangs zu drehen.

Räder nach jedem 2. Tankvorgang prüfen

Außerdem empfehlen Experten, nicht nur nach dem Räderwechsel im Frühjahr oder Herbst die Reifen zu checken – sondern nach jedem 2. Tankvorgang. Wichtig ist dabei auch, dass nicht nur der Reifendruck überprüft wird. Auch Profiltiefe, Ventilkappen und mögliche Beschädigungen sollten kontrolliert werden.

Quelle: myhammer.de

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