Hausanschlussraum

Damit ein komfortables Leben im Haus möglich ist, müssen die Versorgungsleitungen innerhalb des Hauses mit denen der Versorger (für Fernwärme, Gas, Wasser, Telekommunikation ...) verbunden werden. Diese Schnittstelle bildet der Hausanschlussraum. Nicht nur der Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz erfolgt hier, im Hausanschlussraum liegen auch die notwendigen Verteiler, um die  Anschlussleitungen für die Wasserver- und -entsorgung des Hauses, der Gas- und Fernwärmeversorgung sowie den elektrischen Leitungen und der Telekommunikationsanlage zu den einzelnen Nutzungseinheiten  zu verzweigen. In der DIN 18012 werden Art, Maß und Beschaffenheit des Hausanschlussraums genau definiert.

Der Hausanschlussraum muss an einer Außenwand des Gebäudes liegen (meist unterhalb der Erde im Keller) und jederzeit zugänglich sein (entweder über einen Flur oder direkt von außen). Der Raum muss trocken und dauerhaft frostfrei (aber unter 30 °C) gehalten werden. Als Mindestmaß schreibt die DIN B=1,80 m L=2,0 m, H=2,0 m vor. Dieses Raumvolumen gilt für alle Wohngebäude bis zu 30 Wohneinheiten. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind keine gesonderten Hausanschlussräume erforderlich; die Bestimmungen die Anschlüsse der Leitungen sind jedoch sinngemäß anzuwenden.

Im Hausanschlussraum sind die verschiedenen Anschlusseinrichtung montiert. Über diese Anschlusseinrichtungen werden die Hausleitungen einer Versorgungsart (Gas, Wasser, Strom, ...) an die jeweilige Anschlussleitung des öffentlichen Netzes angeschlossen.

Anschlusseinrichtungen sind bei der

  • Wasserversorgung: die Wasserzähleranlage,
  • Entwässerung: die Reinigungsöffnung des Anschlusskanals,
  • Starkstromversorgung die Hausanschlusssicherung
  • Fernmeldeversorgung die Anschlusspunkte des allgemeinen Netzes der Deutschen Bundespost oder die Anschlusspunkte sonstiger Fermeldeanlagen,
  • Gasversorgung die Hauptabsperreinrichtung,
  • Fernwärmeversorgung die Übergabestation.
 

Hausanschlussraum selber bauen

 

In alten Häusern liegen die Hausanschlüsse meist wenige attraktiv auf der nackten Wand: Will man den kellerraum aber zu höherwertigen Nutzungen heranziehen, muss man die Zähler und Uhren so verkleiden, dass Sie auch dauerhaft zugänglich bleiben (für Ablesung & Wartung). Wir zeigen hier ein konventionelles Holz-Ständerwerk der Marke „Eigenbau“, mit dem Sie einein eigenen kleinen Hausanschlussraum bauen und so den etwas schäbigen Kellerraum deutlich aufwerten.

Ständerwerk mit Metallprofilen gibt es schon seit rund 50 Jahren. Doch nach wie vor arbeiten viele Heimwerker – gerade bei kleineren Projekten – gerne mit Holzständerwerk. Die Vorteile: Das Holz, meist in Form von Kanthölzern, ist universell einsetzbar, preiswert und kann ganz ohne Vorkenntnisse oder die Unterscheidung von CW- oder UW-Profilen mit den klassischen Holzverarbeitungswerkzeugen verbaut werden. Es gibt kaum Abfall, da auch Abschnittreste z. B. für Laschen, Aufdopplungen oder Querstreben verarbeitet werden können. Im Keller sollten Sie Holzständerwerk jedoch nur dann verarbeiten, wenn Wände und Boden dicht und komplett trocken sind. Denn hier offenbart sich die Schwäche von Holz: Ist die Umgebungsfeuchte (gerade bei direktem Kontakt zu Wand oder Boden) zu hoch, droht Schimmelbildung. In einem solchen Klima sind – je nach Ausprägung der Feuchtigkeit – nur Metallständerwerk und Zementbauplatten möglich oder eine vorherige Mauerwerkssanierung erforderlich. Ein konventionelles Holz-Ständerwerk der Marke „Eigenbau“ zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Der etwas schäbige Kellerraum gewinnt so deutlich an Wert.

 

 

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2015

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