Fingerzinken Gezinkte Eckverbindung: Fingerzinken herstellen

Bei den Fingerzinken greifen gleichmäßig breite Zapfen ineinander. Da die Verkeilung fehlt, ist die Verbindung bei weitem nicht so stabil wie der Schwalbenschwanz und muss verleimt werden. Die Herstellung erfolgt nach derselben Methode: Holzstärke anreißen, die Zapfen einzeichnen, aussägen und ausstemmen. Die Zinkung der einen Seite dient als Schablone für das Gegenstück. Hier erfahren Sie, wie Sie Fingerzinken selbst herstellen.

Anders als bei Schwalbenschwanz-Zinkungen verlaufen die Schnitte bei Fingerzinken parallel – eine mechanische Kraftübertragung über die Flanken der Zinken ist nicht möglich, daher müssen Fingerzinken-Verbindungen unbedingt verleimt werden. Weil sich die geraden Schnitte einer Fingerverzinkung aber auch mit maschineneinsatz leicht, akkurat und effizient herstellen lassen, ist diese Art der Eckverbindung heute im (hochwertigen industriellen) Möbelbau häufig anzutreffen.

 

Fingerzinken selbst herstellen

Ob der Name dieser Holzverbindung wirklich von einem Paar betender Hände abgeleitet wurde, ist nicht zweifelsfrei zu klären. Sicher ist jedoch, wie Sie Fingerzinken am besten selbst herstellen können:

    Fingerzinken
  • Bretter zuschneiden und ggf. hobeln/schleifen
  • Anreißen der Zinken und Zapfen
  • Abfallendes Holz markieren
  • Zapfen im abfallenden Holz bis auf halben Riss einsägen, dann sauber freistremmen
  • Mit Zinken gleich verfahren
  • Bretter zusammenstecken und auf Passgenauigkeit prüfen (ggf. nacharbeiten)
  • Zinkenverbindung verleimen: Rechtwinkligkeit überprüfen!
  • Werkstück bis zum Abbinden des Holzleims verzwingen

Quelle: selbst ist der Mann

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