Gartenschere

Gartenschere
Inhalt
  1. Qualität einer Gartenschere erkennen
  2. Amboss-Gartenschere oder Bypass?
  3. Gartenschere warten

Die Gartenschere ist für kleine Pflegeschnitte im Blumenbeet unerlässlich: Weil die Schere auf grüne, dünne Zweige und Triebe spezialisiert ist, nennt man sie auch Rosen oder Rebschere. Gerade bei "wertvollen" Pflanzen wie Zierrosen und Weinreben ist es wichtig, dass die Gartenschere saubere Schnitte setzt, um den Pflanzen nicht zu schaden. Gerät ein Schnitt unsauber, heilt die Wunde langsamer und Pilze und Bakterien können darüber in die Pflanze eindringen. Hieran erkennen Sie eine gute Gartenschere:

 

Qualität einer Gartenschere erkennen

  • Die Schere muss griffig in der Hand liegen – probieren Sie die Passform im Laden aus
  • Hochwertige Modelle besitzen ergonomisch geformte Griffe mit gepolsterten Mulden
  • Gartenscheren mit beschichteten Klingen erleichtern die Arbeit
  • Der Öffnungswinkel darf nicht zu groß sein, sonst können Menschen mit kleinen Händen die Gartenschere nur noch mühsam mit zwei Händen bedienen – Top-Scheren haben einen verstellbaren Öffnungswinkel
  • Sicherheit geht vor: Lassen sich die Griffe verbiegen droht Quetsch-Gefahr
  • Für die Lebensdauer der Gartenschere ist es wichtig, das sie zur Wartung demontiert werden kann
  • Zusatzfunktionen wie ein Drahtschneider erhöhen den Nutzen der Gartenschere
  • Nachkauf-Garantie für Verschleißteile
  • Für Linkshänder gibt es Gartenscheren, deren Schneiden sich um 360° drehen lassen

All diese Eigenschaften sind nicht zum Null-Tarif erhältlich: Beim Kauf einer guten Gartenschere sollten Sie daher mindestens mit 20 Euro rechnen. Schneller Verschleiß, Bruch der Plastik-Griffe oder gar Blasen und Verletzungen im Gebrauch sind bei Billig-Gartenscheren keine Seltenheit, wie unsere Gartenschere-Tests immer wieder zeigen:

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Test Gartenschere

Auch wer nur auf dem Balkon gärtnert, braucht eine Gartenschere aus unserem Test

 

Amboss-Gartenschere oder Bypass?

Gartenscheren sind kleine Kraftpakete: Die Schnittleistung wird dabei vor allem über den Krafteintrag und die Klingengeometrie bestimmt. Amboss- und Bypassscheren sorgen dabei schnell für einen Glaubenskrieg unter Gärtnern:

  • Die Ambossschere arbeitet nach dem Prinzip "Beil und Widerlager": Der zu durchtrennende Ast wird von der Klinge auf eine Gegenplatte gedrückt und dann gespalten. Leider wird dabei die Rinde gequetscht, was die Ambossschere ungeeignet für empfindliche Pflanzenstängel, zartes Grünholz und frische Triebe macht.
  • Die Bypass-Gartenschere trennt mit zwei aneinander vorbeilaufenden, scharfen Klingen dünne Zweige und Pflanzenstengel sauberer ab – wie man es von der Haushaltsschere kennt. In der Regel sind die Klingen gebogen, um näher am Stamm schneiden zu können (so werden die "Kleiderhaken" genannten Aststummel genannt, die beim Pflanzenrückschnitt unbedingt vermieden werden sollen). Nachteil: Bei hartem Totholz verkeilt sich der Ast schnell mal zwischen den Schneiden.

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Baumscheren im Test

9 Baumscheren am Teleskop-Stiel haben wir im aktuellen Test miteinander verglichen

 

Gartenschere warten

Wer seine Gartenschere nach jedem Gebrauch trocken abwischt und ab und zu einen Tropfen Öl spendiert, hat den größten Teil der Gartenschere-Pflege schon erfüllt – so verhindern Sie rostige Schneiden und schwergängige Getriebe und Scharniere. Erst wenn die Klinge stumpf wird, ist es erforderlich, die Gartenschere zu schärfen:

Praxistipp: Da beim Schärfen der Gartenschere zwangsläufig Material abgetragen wird, sollten Sie das Schere-Schleifen nicht übertreiben. Empfehlenswerter ist es, die Gartenschere bei zu dicken Ästen (ab ca. 3cm Durchmesser) zur Seite zu legen und stattdessen die Baumsäge zu bemühen.

Quelle: selbst ist der Mann

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