Gartenplanung

Ein üppig blühendes Gartenparadies bedarf viel Geduld, jeder Menge Arbeit und vor allem einer durchdachten Planung: Selbst vermeintliche Problemgrundstücke lassen sich mit einer durchdachten Gartenplanung in eine grünende Oase verwandeln. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Gartenplanung berücksichtigen sollten und welche Fragen Ihnen helfen, den eigenen Garten zu planen.

Ein Garten kann sehr vielfältige Aufgaben übernehmen: Es kann sich um einen reinen Nutzgarten handeln, in welchem Obst und Gemüse angebaut werden. Auch kann er als kleiner Kinderspielplatz mit Schaukel, Sandkasten und Rasenfläche fungieren. Andere Gartenbesitzer wiederum bevorzugen einen Schwimmteich mit großer Terrasse zum Sonnenbaden.

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GW Gartenplanung

Der Weg zum Traumgarten: Das Grundwissen gibt viele Tipps zur Gartenplanung

Bevor Sie nun einen neuen Garten anlegen, sollten Sie sich zunächst darüber klar werden, wie Sie ihn später nutzen wollen. Bitten Sie jedes Familienmitglied, eine Wunschliste zu schreiben und entscheiden Sie gemeinsam über die Vorschläge – schließlich soll sich jeder im Garten wohl fühlen. Beziehen Sie ruhig auch Wünsche mit in die Planung, die aus finanzieller Sicht heute noch nicht umsetzbar sind – ein Garten befindet sich ständig im Wandel und viele Ideen können Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt realisieren. Doch gleich nach den Wünschen kommen die Einschränkungen: die natürlichen Voraussetzungen des Grundstücks. Welcher Bodentyp liegt vor?

Verschiedene Bodenarten und ihre Eigenschaft als PDF Download >>

Der Rhododendron beispielsweise verträgt keinen basischen Boden, gedeiht hingegen auf saurem prächtig. Wählen Sie deshalb nur Pflanzen aus, die zu Ihrem Boden passen! Um den pH-Wert und damit auch den Kalkgehalt des Bodens zu ermitteln, reichen einfache Teststreifen, die Sie normalerweise in Gartencentern erhalten. Zudem bestimmt der Anteil an organischen sowie mineralischen Partikeln über die Wasserdurchlässigkeit des Bodens – hier genügt es meist, wenn Sie etwas Erde zwischen den Fingern reiben, um mehr über die Konsistenz des Bodens zu erfahren. Des Weiteren spielen auch die klimatischen Bedingungen, die Geländeform, die Entwässerung und die Himmelsrichtung wesentliche Rollen. Und vergessen Sie nicht: Auch hohe Bäume und benachbarte Gebäude werfen ihre Schatten und können Ihre Terrasse unangenehm verdunkeln.

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Garten anlegen

Mit Hilfe unserer Tipps und Tricks für Ihre Gartengestaltung sparen Sie Zeit und Mühe

Beobachten Sie deshalb Ihren Garten und lernen Sie ihn kennen:

  • Wann scheint wo die Sonne?
  • Wo fällt der meiste Schatten?
  • Gibt es Aussichten, die Sie nicht verbauen möchten?
  • Ist Ihr Garten lang und schmal oder liegt er etwa an einem Hang?
  • Und wie viel Zeit können und möchten Sie in die Pflege des Gartens investieren?

All dies sind Fragen, die Sie in Ihrer Planung berücksichtigen sollten!

Auch für vermeintliche Problemgärten lassen sich mit den entsprechenden Pflanzen sowie einer geschickten Anordnung der einzelnen Gartenelemente wie Beet, Terrasse oder Wasserspiel schöne, ansprechende Lösungen finden. Achten Sie bei einem sogenannten Handtuchgarten (dieser ist lang und schmal) beispielsweise darauf, nicht in Längsachse zu pflanzen – so unterbrechen Sie mit den Beeten die Länge. Kleine Gärten erweitern Sie optisch, indem Sie blau-weiß-blühende Pflanzen in den hinteren Bereich setzen und Wege schmaler (vorne etwa 80 Zentimeter, hinten 60 Zentimeter) zulaufen lassen. Und selbst ein Schattengarten muss nicht von Nachteil sein: Tränendes Herz, Elfenblume und Arisarum lieben die kühleren Bedingungen.

 

Gartenplanung berücksichtigt jede Jahreszeit

GartenplanungTriste Grau- und Brauntöne bestimmen das Erscheinungsbild des Winters und der sonst so strahlende Garten wirkt alles andere als attraktiv. Doch gerade in der kalten Jahreszeit kommt so manches Schätzchen erst zum Vorschein: Dekorative Samenstände (Chinaschilf, Garbe, Pampasgras), winterblühende Sträucher (Schneeball, Seidelbast, Zaubernuss) und Zwiebelgewächse (Narzisse, Schneeglöckchen) sowie auffallende Borken und Zweige (Erdbeerbaum, Tibetkirsche, Zimtahorn, Hartriegel, Haselnussstrauch) entfalten nun ihre Wirkung. Jetzt ist auch die richtige Zeit für eine Bestandsaufnahme: Gibt es in Ihrem Garten unansehnliche Lücken? Setzen Sie in der Pflanzperiode an diesen Stellen Akzente und Sie können sich im nächsten Winter an einem dekorativen Garten erfreuen. Übrigens: Achten Sie darauf, wo der Schnee zuerst taut. Diese Stellen sind wärmer als andere und somit bestens für wärmeliebende Pflanzen geeignet. Die Rinde des Sibirischen Hartriegels (Cornus alba ‚Sibirica‘) zum Beispiel  leuchtet in kräftigem Rot, während die Beeren und Blätter der Stechpalme (Ilex) vom Frost überzuckert sind.

Fotos / Zeichnung: sidm, Archiv, BGL, PdM

Quelle: selbst ist der Mann

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