Gartenkalender September Das Gartenjahr im September

Das Gartenjahr im September
Inhalt
  1. Ihr Garten im September
  2. Gartenkalender: Der Ziergarten im September
  3. Gartenkalender: Obst- & Gemüse im September
  4. Gartenkalender: Bäume & Sträucher im September
  5. Gartenkalender: Rasenpflege im September
  6. Gartenkalender: Teichpflege im September
  7. Gartenkalender: Terrasse & Balkon im September
  8. Gartenkalender: Zimmerpflanzen im September

Wir begleiten Sie durchs Gartenjahr: In unserem Gartenkalender finden Sie stets die passenden Tipps und Anleitungen, welche Aufgaben in diesem Monat in Ihrem Garten anstehen. Im selbst.de-Gartenkalender finden Sie die besten Tipps für das Gartenjahr im September:

 

Ihr Garten im September

  • Jetzt Leimringe gegen Frostspanner um die Stämme wickeln: Im September/Oktober schlüpfen die Schädlinge und die flügellosen Weibchen kriechen zur Eiablage an Baumstämmen hoch.
  • Jetzt Wühlmäuse bekämpfen: Die Nager beginnen im September damit, Vorräte für den Winter anzulegen und vergreifen sich dabei auch an den Wurzeln und Knollen im Gemüsegarten.
  • Rechtzeitig vor den Herbststürmen sollten Sie zarte Gehölze (vor allem Neupflanzungen) mit Stützpfählen sichern.
  • Über den Sommer haben viele Gehölze an Trieben und Stämmen so stark an Umfang zugenommen, dass der Anbinde-Draht bereits Druckstellen an der Rinde hinterlassen hat. Hier müssen Sie unbedingt den Draht lockern, damit er nicht einschneidet und den Saftstrom abschnürt. Besser Sie wählen lockere Bastschnüre zum Anbinden. Das gilt ganz besonders auch für Kletterrosen und andere Ranker und Schlinger.
  • Die Nächte können schon frostig werden: Dafür rechtzeitig Vliese oder Folien als Schutz für Freilandgewächse bereithalten. Kübelpflanzen können auch im Gewächshaus untergestellt werden.
  • Denken Sie rechtzeitig daran, Igeln und anderen Nützlingen ein Winterquartier anzubieten. Reisighaufen oder Holzstapeln bieten Unterschlupfmöglichkeiten. Besser ist der Bau eines Igelhauses. Ein einfacher Laubhaufen ist kein Igel-Quartier: Bei Regen sackt der Haufen zusammen und bietet dem Igel keinen Schutz mehr vor der Kälte!
  • Lassen Sie Früchte von Wildrosen (= Hagebutten) oder Sanddorn und anderen Wildbeeren an den Sträuchern hängen, wenn Sie diese nicht selbst für Gelee oder Marmelade verwenden wollen. So bieten Sie heimischen Gartenvögeln über den Winter ausreichend Nahrung in Ihrem Garten an – und das völlig kostenlos!
  • Steingärten gelten als pflegeleicht, kommen aber auch nicht völlig ohne Ihr Zutun aus. Zum Ende der Saison sollten Sie noch einmal Unkraut jäten und freiliegende Wurzeln mit Komposterde bedecken. Auch ausgespülte Fugen werden neu mit Ablegern und frischer Erde bepflanzt.
  • Ordnung muss sein: Leere Pflanzgefäße aus Ton sollten Sie vor dem Einlagern gründlich reinigen. Jetzt lassen sich Kalkablagerungen noch leicht mit Essigwasser und einer Wurzelbürste entfernen. Außerdem schleppen Sie so keine Krankheitserreger ins Winterlager.
  • Nach dem Sommer quillt so mancher Komposthaufen über, doch reifer Kompost findet nun keine Verwendung mehr! Daher sollten Sie zum Herbst den Kopmost umschichten: Humus absieben und an einem schattigen Platz lagern. Die restliche Rotte mit frischen Grünschnitt neu aufschichten und Kompoststarter zugeben.

 

Gartenkalender: Der Ziergarten im September

  • Blühfaule Sommerstauden wie Rittersporn oder Bart-Iris sollten Sie nach der Blüte teilen: Über der Erde erfolgt ein radikaler Rückschnitt allen Grüns, dann Knollen ausgraden, Horst mit dem Spaten oder Gartenmesser teilen, beschädigte Wurzeln entfernen und getrennt voneinander einpflanzen!
  • Achtung bei selbstaussähenden Stauden und Gräsern: Der gebildete Samen ist selten sortenrein. Durch unbemerkte Kreuzungen verwässert mit der Zeit die Blütenfarbe. Abhilfe bietet das rechtzeitige Abschneiden der verblühten Blütenstände.
  • Öfterblühende Rosen bilden bis weit in den Herbst hinein neue Blüten, wenn Sie verwelkte regelmäßig ausputzen, denn so wird die Fruchtbildung (Hagebutten) unterdrückt.
  • Düngen Sie Ihre Rosen noch ein letztes Mal mit Kalium und Magnesium (unbedingt Handschuhe tragen!), um die Frosthärte der Sträucher zu erhöhen. Nur an bedeckten Tagen düngen.
  • Zwiebelblumen von Krokus, Tuple, Narzisse und Co müssen nun in die Erde gesteckt werden, damit sie im nächsten Frühjahr zuverlässig blühen.
  • Setzen Sie die Blumenzwiebeln in Gruppen in die Erde, das sieht schöner aus und das Ausgraben im Frühjahr fällt leichter! Ein Pflanzkorb schützt die Zwiebeln vor Wühlmaus-Fressschäden.
 

Gartenkalender: Obst- & Gemüse im September

  • Im Obstgarten beginnt die Haupterntezeit: Äpfel sollten geerntet werden, sobald sich der Stiel beim Drehen der Frucht ganz leicht selbst vom Holz löst. Regelmäßige Ernte verhindert vorzeitiges Abwerfen unreifer Früchte!
  • Lagern Sie Äpfel kühl (6-9 °C), dunkel und feucht (90% rel. Luftfeuchte) und getrennt von anderem Obst. Äpfel verströmen Gase, die die Reifung anderer Früchte beschleunigen.
  • Ernten Sie Birnen, solange sie noch hart und grün sind! Die Früchte lassen sich so länger lagern, denn sie reifen bei Zimmertemperatur rasch nach.
  • Bei Spalierobst sollten Sie die Zweige (solange das Holz noch biegsam ist) bis spätestens Mitte des Monats ein letztes Mal in Form biegen (Leitäste am Rankgerüst befestigen) und lange Seitentriebe einkürzen.
  • Wollen Sie aus Hagebutten Gelee oder Marmelade kochen, sollten Sie die Früchte der Wildrose bis Mitte September ernten. Später werden sie mehlig und verlieren ihre feine Säure.
  • Jetzt Rhabarber fürs nächste Jahr pflanzen.
  • Im Gemüsegarten wird nun abgeerntet, was reif ist: Salat, Rettich, Kohlgemüse, Kürbisse, Porree, Rote Bete.
  • Wichtig: Schützen Sie Kopfsalate, aber auch Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken und Paprika abends vor Frost.
  • Frostunempfindlich sind hingegen späte Gemüse wie etwa Kohl, Kürbisse oder Sellerie. Sie können bis zur Ernte auf dem Beet bleiben.
  • Die Erntezeit für Meerrettich, Schwarzwurzeln u. a. mehrjährige Wurzelgemüse beginnt, wenn das Laub welkt. Für diese Gemüse ist jetzt auch Pflanzzeit.
  • Unterstreu aus groben Stroh schützt Kürbisse vor Fäulnis und stellt sicher, dass die schweren Früchte gleichmäßig rund wachsen.
  • Wenn Sie aufhören, den Kürbis zu gießen, und alle Wurzeln im Umkreis von 50 cm mit dem Spaten abstechen, beschleunigen Sie den Reifeprozess. Der Kürbis wird vitaminreicher und wohlschmeckender, das erkennen Sie an der kräftigen Farbe. Praxistipp: Kürbisse sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen.
  • Ernten Sie Rotkohl und Weißkohl mitsamt der Wurzel. Entfernen Sie lose Blätter und binden Sie kräftiges Paketband um den Strunk. Kopfüber in einem kühlen Schuppen oder Gartenhäuschen aufgehängt hält sich der Kohl bis weit ins neue Jahr.
  • Nun beginnt die Kartoffelernte: Verfärbt sich das Laub gelb, heben Sie die Knollen mit einer Grabegabel aus dem Boden und befreit sie von Laub und Erde. Gesunde, unbeschädigte Kartoffeln lagern Sie locker aufgeschüttet in einem dunklen, trockenen Keller bei einer Temperatur von 8 °C. Bei höheren Temperaturen keimen die Kartoffeln.
  • Zwiebeln sollten Sie unbedingt im September ernten – auch wenn das Laub noch nicht vergilbt ist. Warten Sie länger, treibt die Pflanze neu aus! Ehe Sie die Zweibeln einlagern, müssen die Früchte unbedingt abtrocknen. Das Laub wird erst entfernt, wenn es sich leicht abziehen lässt.

Obsternte: Pflaumen und Zwetschen

 

Gartenkalender: Bäume & Sträucher im September

  • Wurzelnackte Gehölze können gegen Ende des Monats gepflanzt werden. So haben Sie noch genügend Zeit, bis zum Winter anzuwachsen.
  • Nun ist auch die richtige Zeit, um zu eng stehende Nadelbäume (Koniferen, EIben, Scheinzypressen) oder immergrüne Sträucher umzupflanzen (z.B. Kirschlorbeer).
  • Achten Sie beim Kauf von Gehölzen auf gut durchwurzelte Ballen: Löst sich die Erde, wenn Sie die Pflanze hochheben, ist der Wurzelgeflecht unzureichend.
 

Gartenkalender: Rasenpflege im September

  • Der Spätsommer ist eine günstige Zeit für die Rasenneuanlage. Die sommerliche Trockenheit ist vorbei und der Boden noch warm genug, damit die Gräsersamen schnell keimen.
  • Bei größeren Trockenschäden bietet sich jetzt auch die Chance für eine parzielle Nachsaat: Die entsprechenden Stellen sollten mit einer speziellen Nachsaatmischung ausgebessert werden.
  • Um den Rasen fit für einen langen harten Winter zu machen, ist eine kaliumbetonte Herbstdüngung gegen Monatsende empfehlenswert.
  • Macht sich der Schleimpilz („Hexenbutter“ oder „Gelbe Lohblüte“), der wie Bauschaum aussieht, im Rasen breit, müssen sich keine Sorgen machen: Der Schleimpilz fügt dem Rasen keinen Schaden zu und trocknet von alleine ein. Dann können Sie ihn leicht entfernen.
 

Gartenkalender: Teichpflege im September

  • Schöpfen Sie weiter regelmäßig Wasserlinsen und Fadenalgen ab, bevor sie zu Boden sinken und dort zu Modder und Schlamm werden.
  • Es ist sinnvoll, den Filter so lang wie möglich laufen zu lassen. Doch Vorsicht: Filter und Teichpumpe müssen rechtzeitig vor dem ersten Frost aus dem Teich entfernt und ins frostfreie Winterquartier gebracht werden.
  • Jetzt ist eine gute Zeit, Faulschlamm zu entfernen und sehr wuchsfreudige Wasserpflanzen zurückzuschneiden. Wer hat schon Lust, zum Winteranfang in eisiges Wasser zu steigen um die Seerosen herauszuholen?
  • Entwöhnen Sie Ihre Fische langsam: Bei abnehmenden Wassertemperaturen ab 19 °C reduzieren Sie langsam die tägliche Futtergabe. Sinkt die Temperatur im Teich unter 12 °C, Füttern einstellen.
  • Spannen Sie rechtzeitig ein Laubfangnetz über den Teich, denn jetzt verlieren die ersten Laubbäume bereits ihre Blätter. So verhindern Sie, dass das Laub in den Teich fällt und sich Faulschlamm bildet.
 

Gartenkalender: Terrasse & Balkon im September

  • Obwohl die Temperaturen tagsüber (vor allem in geschützten Lagen über Mittag) noch sehr hoch steigen können, ist im Spätsommer schon leichter Nachtfrost möglich: Frostempfindliche Balkon- und Kübelpflanzen sollten daher nachts bereits mit Vliesen und Hauben geschützt werden und langsam ins Winterquartier umgesiedelt werden. brauchen dann ein frostsicheres Quartier.
  • Überprüfen Sie die Pflanzen vor dem Einräumen ins Haus auf Krankheiten und Schädlingsbefall: Nur gesunde Pflanzen dürfen ins Winterlager.
  • Nach dem Sommer zeigen "Trampelpfade" sehr schön, wie Sie Ihren Garten nutzen. Ob im Beet oder auf dem Rasen – bedacht verlegte Trittsteine erleichtern die Passage und ersetzen durchaus einen klassischen Gartenweg. Trittsteine erlauben aber eine variable Nutzung, versiegeln den Boden nicht, sind günstig und leicht zu verlegen: Wählen Sie raue (gestockte) Natursteinplatten oder einfache Beton-Gehwegplatten, die Sie in ein etwa 10 cm starkes Sandbett einlegen (bei Verlegung im Rasen zuvor Grasnarbe ausstechen). Festklopfen, fertig! 

 

Gartenkalender: Zimmerpflanzen im September

  • Zimmerpflanzen verlangsamen nun ihr Wachstum. Das heißt für Sie weniger gießen und nur noch bis Monatsende sparsam düngen.
  • Der Wintergarten ist ähnlich wie ein Gewächshaus ein Klima-Puffer, der die Vegetationsphase der Pflanzen verlängert: Hier legen Ihre Kübelpflanzen erst in einigen Wochen eine Ruhepause ein. Solange noch wie gewohnt gießen und düngen.
  • Haben Sie Zimmerpflanzen wie Birkenfeige oder Drachenbaum über den Sommer ins Freie gestellt, müssen die Kübelpflanzen nun zurück ins Haus. Nachttemperaturen unter 10 °C halten die Zimmerpflanzen nicht stand.
  • Auch Kakteen, die den Sommer auf der Terrasse verbracht haben, müssen nun zurück an einen hellen, luftigen und kühlen Platz in der Wohnung. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch, ob es Zeit zum Umtopfen ist (unbedingt nährstoffarme Kakteenerde verwenden und nicht mehr düngen).
  • Alpenveilchen bevorzugen niedrige Zimmertemperaturen um 15 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gießen Sie Ihre Alpenfeilchen nur "von unten" über einen Untersetzer (Wasserrest nach 15 min wieder abgießen) – sonst faulen die Wurzelknollen schnell. Beginnen Sie nun mit dem Düngen.
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