Gartenkalender: Juni Das Gartenjahr im Juni

Gartenkalender Juni
Inhalt
  1. Ihr Garten im Juni
  2. Gartenkalender: Der Ziergarten im Juni
  3. Gartenkalender: Obst- & Gemüse im Juni
  4. Gartenkalender: Bäume & Sträucher im Juni
  5. Gartenkalender: Rasenpflege im Juni
  6. Gartenkalender: Teichpflege im Juni
  7. Gartenkalender: Terrasse & Balkon im Juni
  8. Gartenkalender: Zimmerpflanzen im Juni

Wir begleiten Sie durchs Gartenjahr: In unserem Gartenkalender finden Sie stets die passenden Tipps und Anleitungen, welche Aufgaben in diesem Monat in Ihrem Garten anstehen. Im selbst.de-Gartenkalender finden Sie die besten Tipps für das Gartenjahr im Juni:

 

Ihr Garten im Juni

  • Achtung: Einige heimische Vogelarten haben noch Brutzeit! Verschieben Sie ggf. anstehende Baum- und Heckenschnitt-Arbeiten, um die nistenden Tiere nicht zu stören.
  • Bei steigenden Temperaturen schlüpfen auch die ersten Schädlinge. Handeln Sie sofort – am besten mit natürlichen Mitteln wie Seifenlauge oder Brennesselsud –, um eine epidemische Ausbreitung der Schädlinge zu verhindern.
  • Auch Ameisen werden mit zunehmender Bodenerwärmung wieder aktiv: Rechtzeitig Ameisenmittel einsetzen (z. B. Köderdosen), um Schäden an Gehwegen zu verhindern.
  • Offene, nicht bepflanzte Stellen im Gemüsegarten sollten gelockert und gejätet werden. Besser: Freie Beetfläche mit Gemüse oder Kräutern als Mischkultur bepflanzen (Fruchtfolge beachten).
  • Um Jungpflanzen lohnt es sich eine Mulchschicht (aus Rasenschnitt und Rindenmulch) ausbringen. Sie senkt die Verdunstung und dämmt das Unkrautwachstum ein.
  • Jungpflanzen stärken Sie mit selbst angesetzten Kräuterbrühen: Brennnessel, Ackerschachtelhalm oder Beinwell stärken die Widerstandskraft von Tomaten und anderen pilzgefährdeten Pflanzen. Füllen Sie einen 10-Liter-Eimer randvoll mir den gejäteten Pflanzen. Mit einer klassischen Heckenschere zerkleinern Sie grob die Pflanzen. Mit Wasser auffüllen und 24h ziehen lassen. Den gefilterten Sud können Sie mit einer Pflanzenspritze ausbringen oder zum Gießen verwenden. Reste kommen auf dem Kompost.
  • Gerade beim Pikieren oder Verpflanzen von jungen Gemüsepflanzen leiden die feinen Wurzel enorm. Das erschwert die Nährstoffaufnahme der jungen Pflanzen. Starthilfe geben Sie frisch ausgesetztem Gemüse, wenn Sie es mit Kompostwasser gießen.
  • Kletter- und Rankpflanzen wachsen nun besonders stark: Leiten Sie die Triebe am Rankgerüst empor und kürzen Sie überzählige Triebe ein.
  • Helfen Sie Ihren Stauden: Schwere Blütenständen von Rittersporn & Co. sollten rechtzeitig mit Stäben abgestützt werden.
  • Blumetöpfe aus Ton und Terracotta sind nicht wasserdicht: Gerade in der warmen Jahreszeit entweicht wertvolles Gießwasser über die offenporigen Pflanzgefäße. Achtung: Dadurch erhöht sich die Gießfrequenz!
  • Buchsbaum und andere Formgehölze – ob sie nun in im Kübeln auf der Terrasse oder im Freilang wachsen – brauchen jetzt regelmäßig einen Formschnitt, damit sie kompakt und dicht wachsen.
  • Bodendecker sollen die Gartenarbeit erleichtern – Rasen mähen und Unkraut jäten überflüssig machen. Doch ehe es soweit ist und der Bodendecker eine geschlossene Fläche bewächst, sollten Sie aufkeimendes Unkraut sofort entfernen. Zwischen Bodendeckern niemals eine Hacke benutzen: Damit beschädigen Sie nur die Ausläufer der Pflanzen und verhindern ein zügiges Zusammenwachsen.
  • Achten Sie an heißen Sommertagen auf eine ausreichende Belüftung und Beschattung Ihres Gewächshauses, um Tomaten und Gurken vor Überhitzung zu schützen.
  • Giersch ist eines der hartnäckigsten Wildkräuter im Garten – dagegen hilft nur die chemische Keule mit Unkrautvernichter (Achtung: Mittel nicht auf befestigten Flächen wie Wegen, Einfahrten und Terrassen benutzen) oder das regelmäßige Jäten. Wichtig: Die Pflanze darf keine Blüten bilden, damit die Selbstaussaat ihrer Samen verhindert wird. Auf ungenutzen Beeten können Sie den Giersch auch mit schwarzer Folie abdecken und mit Mulch beschweren – über die Saison stirbt die Pflanze ab.

Buchsbaum schneiden

 

Gartenkalender: Der Ziergarten im Juni

  • Die Frühlingsboten (Narzissen, Tulpen und andere Zwiebelblumen) sind längst verblüht. Doch ihr Blattgrün müssen Sie so lange stehen lassen, bis es verwelkt und Sie es ohne Kraft abpflücken können. Erst dann haben die Zwiebeln im Boden ausreichend Nährstoffe eingelagert, um die Blütenknospen für das nächste Jahr anzulegen.
  • Praxistipp: Viele Tulpensorten überleben es nicht, wenn man ihre Zwiebeln nach der Blüte im Boden lässt. Daher heißt es jetzt: Ausgraben! Lagern Sie die Blumenzwiebeln bis zur Ausssaat im Herbst in einem mäßig feuchten Sandbett an einem luftigen, kühlen und dunklen Ort im Keller.
  • Edelrosen bilden nun die meisten Blüten: Sie steigern die Knospenbildung, wenn Sie Verblühtes sofort ausputzen! Entfernen Sie auch regelmäßig die Pflanze schwächende Wildtriebe (zu erkennen an den kleineren Blättchen).
  • Kontrollieren Sie Ihre Rosen bereits jetzt regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge und reagieren Sie bei Bedarf sofort! Praxistipp: Nur am Rosenstock gießen – niemals die Blätter benetzen! So verhindern sie die Ausbreitung von Mehltau- und Rostpilz.
  • Oleander blüht nur bei mildem Wetter voll auf. Wenn möglich, sollte er einen Standort im Regenschatten bekommen.
  • Verlieren Sie keine Zeit, um sommerblühende Stauden zu pflanzen und zweijährige im Frühbeet oder Saatbeet auszusäen.
  • Zweijahresblumen wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Goldlack jetzt aussäen: Sie wachsen während des Sommers, überwintern und blühen dann im nächsten Jahr.
  • Sommerblumen wöchentlich düngen oder direkt beim Pflanzen Langzeitdünger verwenden.
  • Beetstauden regelmäßig düngen und wässern. Den Boden vorsichtig lockern, um keine Wurzeln zu verletzen, Unkraut entfernen.
  • Abgeblühte Polsterstauden werden nun zurückgeschnitten.
  • Abgeblühter Rittersporn sollte nun bis auf eine Handbreit überm Boden eingekürzt werden, damit sich ein neuer Flor entwickeln kann. Danach düngen und wässern.
  • Kletternde Kübelpflanzen wachsen nun besonders rasch: Verhindern Sie (Triebe umlenken oder einkürzen), dass sich die Schlingtriebe mit anderen Pflanzen verheddern. Praxistipp: Trapezförmige Rankhilfen bieten den Kletterpflanzen viel sonnenbeschienenen Platz und fördern so die Blütenbildung.
  • Der Rhododendron erstahlt nun in voller Blüte: Durch Abknipsen der verwelkten Blütenstände verhindern Sie die Samenbildung und legen den Grundstein für ein üppiges Blütenwachstum im Folgejahr. Achtung: Beschödigen Sie dabei nicht die Jungtriebe direkt unter den Blütenständen.
 

Gartenkalender: Obst- & Gemüse im Juni

  • Wurden Schnecken nicht rechtzeitig bekämpft, hilft meist nur noch Schneckenkorn auzustreuen.
  • Kartoffelkäfer haben im Boden überwintert und kriechen nun ans Licht: Sammeln Sie die Tiere sofort ab, so ersparen Sie sich den Einsatz von Insektiziden.
  • Bei der Ernte von Beerenobst und Kirschen können Sie zugleich einen sanften Auslichtungsschnitt (= Entfernen dürrer und störender Triebe) durchführen.
  • Unter dem Glas des Gewächshauses staut sich schnell die Hitze – gerade bei direkter Sonneneinstrahlung: Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung und schattieren Sie die Glasflächen über die Mittagsstunden.
  • Im Freiland-Beet und an Obstbäumen sollten Sie zum Schutz Ihrer Ernte vor Vogelfraß Netze oder Vogelscheuchen anbringen.
  • Auch Möhren, Rettich, Kohl, Lauch, Zwiebeln haben Feinde: Schädlings-Schutznetze schützen vor Gemüsefliegen-Larven. Wichtig: Spannen Sie die Netze sofort bei Kulturbeginn auf und beschweren Sie die Ränder. Netze erst kurz vor der Ernte enfernen.
  • Zitrusfrüche (Zitronen, Mandarinen, Calamondin) aus Kübeln werden erst jetzt – mitten in der Wachstumsphase – umgetopft. Anders als alle übrigen Kübelpflanzen vertragen sie das Umtopfen nun am besten.
  • Um Ihren Komposthaufen während des Sommers vor dem Austrocknen zu bewahren, sollten Sie jetzt direkt daneben Kürbis anpflanzen. Die nährstoffreiche Erde neben dem Kompost schadet dem Kürbis nicht und seine Blätter (Triebe an den Seitenwänden hochleiten) beschatten den Komposthaufen und schützen ihn vor heftigen Regenschauern. Um möglichst große, statt viele Kürbisse zu ernten, entfernen Sie so früh wie möglich konkurrierende Früchte (ca. 2 Kürbisse pro Pflanze stehen lassen).
  • Für Holunderblütensirup oder Holunderblütensekt ernten Sie nun die frischen Blütenstände des Schwarzen Holunders: Die Blüten haben das meiste Arome, werden Sie nach 3 warmen Tagen früh am Morgen geschnitten (nur ungespritzte Blüten verwenden, Staub & Pollen abschütteln und Blütendolde vor der Verarbeitung in Eiswasser schwenken).
  • Gemüse aus dem eigenen Garten ist schmackhaft und gesund – wenn man die Eigenarten einiger Sorten beachtet: Salat, Spinat und Radieschen speichern Stickstoff in Form von Nitrat, welches im menschlichen Körper zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt wird. Der Nitratgehalt im Gemüse sinkt im Tagesverlauf, da Nitrat durch Licht abgebaut wird. Daher sollten Sie diese Gemüse erst nach den Mittagsstunden ernten und selbstverständlich stets nur sparsam & bedarfsgerecht düngen.
  • Aussaatzeit für Salat, Spinat, Mangold, Möhren, Rote Beete, Rüben, Fenchel, Grün- und Blumenkohl, Kohlrabi, Bohnen, Herbstrettich und Winter-Endivien.
  • Ab Mitte des Monats können auch die wärmeliebenden Gemüsearten ins Freiland: Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, an einem extrem geschützten Platz sogar Auberginen und Melonen.
  • Mehrmalige Aussaaten von Buschbohnen bringen fortlaufende Ernte.
  • Beete, auf denen Frühgemüse stand, werden nun für Folgekulturen frei (Fruchtfolge beachten). Vor der Neuanpflanzung Boden lockern, organischen Dünger oder Kompost einarbeiten.
  • Wichtig: Bei zeitgleichen Nachpflanzungen im Gemüsegarten ist auf die richtige Mischkultur zu achten.
  • Die ersten Frühkartoffeln können schon nach der Blüte der Kartoffel geerntet werden. Haupterntezeit ist aber erst, wenn das Laub verwelkt.
  • Erdbeerbeete täglich abernten, um Schimmelbefall und Fäulnis zu verhindern. Stroh unter dem Laub schützt die Früchte vor Erdfeuchte.
  • Gut tragende Erdbeerpflanzen sollten Sie markieren und später von ihnen Ableger nehmen.
  • Ernten Sie Rhabarber nicht zu lange (nur bis 21. Juni, Sonnenwende = Sommeranfang) und zu viel, um die Pflanze nicht zu sehr zu schwächen. Auch schmecken die Stengel nun nicht mehr so gut.
  • Für hohe Erträge: Geiztriebe in den Blattachseln der Stabtomaten regelmäßig ausbrechen.
 

Gartenkalender: Bäume & Sträucher im Juni

  • Im Juni stoßen Apfel- und Birnbäume Jungfrüchte ab, die der Baum nicht ernähren kann. Dieser "Junifall" ist völlig normal und sichert große Früchte.
  • Diesen Junifall können Sie auch künstlich nachahmen, um die Ernte auf große Früchte zu optimieren: Entfernen Sie Anfang Juni bei übermäßig starkem Fruchtbehang etwa jede zweite Frucht (geeignet für Apfel, Birne, Zwetschge). Die kleinen grünen Früchte (wenn frei von Schädlingsbefall) können Sie auf dem Kompost entsorgen.
  • Noch wachsen die Früchte an Ihren Obstbäumen und sind daher auf ausreichende und kontinuierliche Wasser- und Nährstoffzufuhr angewiesen. Werden Obstbäume bei Trockenheit nicht regelmäßig gewässert, bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Praxistipp: Halten Sie die Baumscheibe frei von Rasen. Eine Mulchschicht verringert die Verdunstung zusätzlich.
  • Senkrecht in die Höhe strebende Wasserschosse, wie sie besonders an stark wachsenden Apfelsorten auftreten, sollten Sie entfernen, ehe sie verholzen. Statt die Schere anzusetzen, reißen Sie die jungen Triebe mit einem kräftigen Ruck zum Stamm ab.
  • Ab Mitte Juni (St. Johannis, 24.06.) verlangsamt sich bereits das Wachstum vieler Gartenpflanzen: Nun ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden von Hecken, da sie danach nur langsam aus der Form wachsen. Großblättrige immergrüne Pflanzen (Kirschlorbeer, Stechpalme) schneiden Sie am besten mit einer Hand-Heckenschere, um hässliche Blattschäden zu vermeiden.
  • Auch sommergrüne Sträucher können Sie nun nach der Blüte schneiden.
  • Koniferen un andere Nadelbäume brauchen viel Magnesium, um Blattgrün zu produzieren. Werden Blätter und Nadeln fahlgrün oder gar gelb ist es höchste Zeit für eine Magnesium-Düngung (Bittersalz).

Uschi Dreiucker

 

Gartenkalender: Rasenpflege im Juni

  • Haben Sie im Mai neuen Rasen ausgesät, kommt nun die Zeit des ersten Schnitts: Erst wenn die Halme auf 8-10 cm Länge angewachsen sind, dürfen Sie das erste Mal mit dem Rasenmäher drüberfahren. Die erste Mahd sollte nicht kürzer als 5 cm ausfallen.
  • Rasen, in denen im Frühling Zwiebelblumen blühten, dürfen erst nach deren Einziehen (komplettes Verwelken des Laubes) gemäht werden. Die Zwiebeln ziehen aus den abgestorbenen Pflanzenteilen Nährstoffe für die nächste Saison.
  • Während der Hauptwachstumsphase des Rasens ist der Zeitpunkt günstig, gegen Unkraut vorzugehen: Punktuell wachsende Unkräuter samt Wurzel ausstechen, flächig wachsende Unkräuter ggf. mit Unkrautbekämpfungsmittel bekämpfen (Achtung: Auf befestigten Flächen wie Garageneinfahrten, Terrassen und Gartenwegen ist der Einsatz von Herbiziden verboten!). Nach etwa 2 Wochen Rasen nachsäen.
  • Löwenzahn sät sich leicht selbst aus. Daher kontinuierlich die "Pusteblume" vor Samenbildung (noch mit gelber Blüte) mitsamt der Pfahlwurzel ausstechen.
  • Im feuchten und warmen Juni explodiert das Wachstum den Rasens regelrecht – entsprechend viel Schnittgut fällt an. Neben der klassischen Methode des Kompostierens (Schnittgut mit anderen Garten- und Küchenabfällen mischen!) gibt es weitere Verwendung für den Rasenschnitt: Mulchmäher häckseln die Halme so fein, dass sie auf die Grasnarbe herabrieseln und dort als Dünger dienen. Nachteil: Der Rasen muss öfter gemäht werden (2-mal pro Woche), damit die Mulchschicht nicht auf dem Rasen verklebt und ihn erstickt.
  • Graben Sie den Rasenschnitt unter Beerensträuchern, Obstbäumen oder im Gemüsebeet unter. Das hält den Boden schön feucht und unterdrückt Unkräuter.
  • Nach kürzeren Trockenzeiten regeneriert sich der Rasen jetzt auch noch, selbst wenn Sie ihn nicht sprengen. Natürlich büßt er an Farbe und Kraft ein.
 

Gartenkalender: Teichpflege im Juni

  • Der Juni ist prädestiniert für den Teichbau und Neupflanzungen: Das Angebot an Wasser- und Sumpfpflanzen in Gärtnereien und Bau- & Gartenmärkten ist jetzt am größten.
  • Haben Sie empfindliche Schwimmpflanzen über den Winter ins Kellerquartier gebracht, können Sie Wasserhyazinthe, Wassersalat & Co. nun an einem milden Tag wieder in den Teich setzen. Zu kaltes Teichwasser würde die subtropischen Schwimmpflanzen in ihrem Wachstum hemmen.
  • Schneiden Sie stark wuchernde Wasserpflanzen zurück: lieber häufiger vorsichtige Rückschnitte als einen radikalen durchführen! Schnittgut und verfaulte Pflanzenteile stets aus dem Teich entfernen.
  • Nun ist Algen-Zeit im Teich: Höhere Wassertemperaturen, längere Sonneneinstrahlung und zu viele Nährstoffe im Teichwasser begünstigen das Algenwachstum. Fadenalgen sollten Sie regelmäßig abschöpfen (z. B. mit einem Laubbesen). Außerdem sollte der Nitratgehalt im Wasser getestet und möglichst niedrig gehalten werden: Starkzehrende Wasserpflanzen wie die Wunder-Segge sind ideal.
  • Bei steigender Sonnenintensität müssen Sie die Wasserqualität im Teich regelmäßig testen, denn bei warmer Witterung werden große Mengen Nährstoffe freigesetzt.
  • An heißen Sommertagen sinkt der Wasserspiegel im Gartenteich durch die Verdunstung kontinuierlich: Gesammeltes Regenwasser eignet sich perfekt, um den Wasserstand zu korrigieren. Lassen Sie das nährstoffarme Wasser möglichst verwirbelungsfrei einlaufen, um keine Schwebstoffe aufzuwirbeln.
  • Bei Schmimmteichen sollte die Teichpumpe nun mindestens 10 Stunden täglich in Betrieb sein.
  • Bei erwartbar starkem Pollenflug sollte die Filterpumpe möglichst auch nachts laufen, um die nährstoffreichen Pollen herauszufiltern.
  • Steigt die Wassertemperatur im Teich über 25 Grad, trübt sich oft das Wasser. Lassen Sie nun die Pumpe auch über Nacht laufen und beschatten Sie die Wasseroberfläche zumindest über die Mittagsstunden, bis die Trübung wieder verschwindet. Ggf. Wasser nachfüllen.

Biotop Naturteich

 

Gartenkalender: Terrasse & Balkon im Juni

  • Endlich dürfen auch empfindliche Kübelpflanzen an ihren endgültigen Standort, wenn Sie die Pflanzen seit den Eisheiligen Mitte Mai langsam an die kühleren Nachttemperaturen und die intensivere Sonneneinstrahlung gewöhnt haben.
  • Sommerblumen können nun ausgepflanzt werden. Austopfen an einem bewölkten Tag schont die Pflanze und verbessert die Chance des zügigen Anwachsens.
  • Verkümmern nun einzelne frisch geflanzte Balkonblumen, können Sie die Balkonkästen noch nachbepflanzen. Die ausgetauschten Pflanzen holen den Wachstumsrückstand dank der warmen Temperaturen bei guter Nährstoff- und Wasserversorgung rasch auf.
  • Da Balkon- und Kübelpflanzen nur ein begrenztes Wasserreservoir anzapfen können, ist hier regelmäßiges Gießen Pflicht – nicht nur an heißen Tagen! Nutzen sie dafür kostenloses Regenwasser aus der Regentonne.
  • Damit allen Blumen im Balkonkasten gleich viel Wasser zur Verfügung steht, sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzkästen waagerecht montiert sind. Um Staunässe zu vermeiden, müssen dann die Abzugslöcher gleichmäßig über den Boden der Balkonkästen verteilt sein.
  • Auch Kübelpflanzen provitieren von einer Mulchschicht (Blähton, Rindenmulch, etc.). Sie schützt vorm Austrocknen der Blumenerde und hält Unkraut fern. Sie können auch Unterpflanzungen aus einjährigen Sommerblühern pflanzen!
  • Je nach Blumenerde sind die darin enthaltenen Nährstoffe (Startdünger, Depotdünger) bis Ende Juni in der Regel aufgebraucht. Geben Sie nun ein bis zwei Mal pro Woche flüssigen Balkonblumendünger ins Gießwasser. Gerade starkzehrende Balkonblumen wie Geranien und Petunien danken die Düngergabe mit üppiger Blütenbildung.
  • Triebspitzen kappen: Je öfter Sie Balkon- und Kübelpflanzen entspitzen (Pinzieren), desto besser verzweigen sie sich und umso üppiger blühen sie.
  • Entfernen Sie regelmäßig Verwelktes in Kübeln und Balkonkästen, das erhöht die Blühfreudigkeit der Pflanzen.
  • Bilden sich an Hochstämmen neue Triebe, sollten Sie diese sofort mitsamt des Astrings an der Ansatzstelle ausreißen, um der Pflanze keine unötige Arbeit zu machen. Auch zu lange Kronentriebe solten sie kontinuierlich einkürzen, damit sie sich verzweigen und die Krone kompakt bleibt.
  • Unkraut in den Fugen Ihrer Steinterrasse müssen Sie leider mit der Hand oder einem Fugenmesser entfernen – der Einsatz von Unkrautvernichtern ist auf befestigten Flächen verboten! Praktische Alternativen sind kochendes Wasser, Heißluft oder ein Gaskartuschenbrenner, um das Unkraut zu vernichten. Praxistipp: Wenn Sie die Sandfugen grundlegend sanieren wollen, lohnt sich der Einsatz von mineralisch gebundenem Fugenmörtel, der Unkraut keinen Boden bietet.
 

Gartenkalender: Zimmerpflanzen im Juni

  • Kakteen sind nun anfällig für Schädlingsbefall: Wollläuse erkennt man an einem pelzigen, weißen Belag zwischenden Stacheln. Das Entfernen ist mühsam (bis schmerzhaft) und Pflanzenschutz-Sprays in der Wohnung nicht ratsam. Wirkstoffstäbchen (mit Depotwirkung), die in die Pflanzerde gesteckt werden, helfen gegen Wollläuse am besten!
  • Zimmerpflanzen brauchen im Sommer regelmäßig Feuchtigkeit (morgens gießen): Wegen der hohen Sonneneinstrahlung (hinterm Fenster) steigt die Verdunstung stark an, die kleinen Pflanztöpfe bieten aber nur wenig Wasserspeichervolumen.
  • Dem Gießwasser sollten Sie nun wöchentlich Flüssigdünger zufügen.
  • Häufiges Gießen lässt die Blumenerde verkleben – der Sauerstoffaustausch wird eingeschränkt: Regelmäßiges Lockern der Pflanzerde (Topf kneten und rütteln) hilft, das Wurzelwachstum anzuregen.
  • Gönnen Sie Ihren Zimmerpflanzen einen Freiluft-Urlaub: Birkenfeige und Schefflera z. B. genießen den Sommer auf der Terrasse. Bei der Birkenfeige stoppt die Frischluftkur sogar chronischen Blattverlust.
  • Nutzen Sie einen warmen Sommerregen, um Ihre Zimmerpflanzen zu entstauben! Nieselregen ist auch für empfindliche, feingliedrige Blumen geeignet, nur blühende Arten sollten nicht unter die Dusche!
  • Statt Regen können Sie die Pflanzen auch absprühen – mit der Pflanzenspritze befeuchten Sie zarte Blattpflanzen, robuste Sorten brausen Sie in der Dusche ab. Wasser gut abtropfen lassen.
  • Wasser auf den Blättern (ob durch Regen oder unter der Dusche) muss gut abtropfen und abtrocknen, ehe die Pflanze wieder an ihren sonnigen Fensterplatz zurückkehren darf: Sonst wirken die Wassertropfen wie ein Brennglas und schädigen die Blätter!
  • Ernten Sie Schnittblumen im Garten, sollten Sie deren Blattgrün bis zum Vasenrand entfernen – das senkt die Fäulnisgefahr. Um die Blumensträuße voller wirken zu lassen werden Gräser oder Laubzweige zwischen die Wiesenblumen gebunden.
  • Ehe Sie Schnittblumen aus dem eigenen Garten in die Vase stellen, schneiden Sie die Stielenden mit einem scharfen Messer schräg an. Nur so können die Blumen genug Wasser aufnehmen. Holzige Stiele 5 cm tief einschneiden. Holzige Triebe von Schneeball, Chrysantheme, Liguster und Eukalyptus sollten Sie zudem etwa 5 cm tief einschneiden.
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