Gartenkalender: Januar Das Gartenjahr im Januar

Gartenkalender Januar
Inhalt
  1. Ihr Garten im Januar
  2. Gartenkalender: Der Ziergarten im Januar
  3. Gartenkalender: Obst- & Gemüse im Januar
  4. Gartenkalender: Bäume & Sträucher im Januar
  5. Gartenkalender: Rasenpflege im Januar
  6. Gartenkalender: Teichpflege im Januar
  7. Gartenkalender: Terrasse & Balkon im Januar
  8. Gartenkalender: Zimmerpflanzen im Januar

Wir begleiten Sie durchs Gartenjahr: In unserem Gartenkalender finden Sie stets die passenden Tipps und Anleitungen, welche Aufgaben in diesem Monat in Ihrem Garten anstehen. Im selbst.de-Gartenkalender finden Sie die besten Tipps für das Gartenjahr im Januar:

 

Ihr Garten im Januar

  • Entfernen Sie dicke Schneedecken von Gewächshäusern und Frühbeeten: Zwar isoliert die Schneedecke gegen die Kälte, verhindert aber, dass Sonnenlicht hineinscheint. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Glasdach unter der Last bricht!
  • Der strenge Frost zwingt Wildtiere auf der Suche nach Nahrung, den Wald zu verlassen: In Waldrandlagen muss nun mit Wildverbiss gerechnet werden. Das Ummanteln mit Kaninchendraht hält Hasen und Rehe von der Rinde Ihrer (Obst-)Bäume fern.
  • Bitte nicht stören: Unter Holzstapeln, Laub- oder Steinhaufen verbringen Igel, Eidechsen und andere Nützlinge ihren Winterschlaf.
  • Bei Dauerfrost sollten Sie für heimische Vögel Futter aufstellen: Meisenknödel oder Futterhäuser sind jetzt eine Alternative zu beerentragenden Ziersträuchern im Garten.
  • In milden Wintern beginnen Vögel schon früh mit dem Nestbau: Deshalb sollten Sie spätestens im Januar neue Nistkästen aufhängen, wollen Sie heimischen Vöglen einen Nistplatz anbieten. Nistkästen aus dem Vorjahr unbedingt öffnen und säubern (ausbürsten und mit heißem Wasser ausspülen – keine Reinigungsmittel verwenden)! Praxistipp: Das Einflugloch sollte Richtung Osten weisen, denn so ist es in unseren Breiten am besten vor eindringendem Regen geschützt.
  • Wühlmäuse verursachen auch jetzt noch Wurzelfraß und bauen Gänge im Boden. Sie sind mit Kastenfallen oder Wühlmausködern zu bekämpfen.
  • Da die Bodenlebewesen in frostfreie Zonen abgewandert sind, ist jetzt eine gute Gelegenheit, den Kompost umzusetzen und gründlich umzuschichten.
  • Planen für den nächsten Winter: Wer jetzt mit offenen Augen durch den Garten geht, sieht die Schwachstellen in der Bepflanzung. Nutzen Sie die kalte Jahreszeit für die Gartenplanung um zu überlegen, wo im nächsten Jahr Winterschönheiten gepflanzt werden können.
  • Die Kübelpflanzen im Winterquartier brauchen – wie Ihre Zimmerpflanzen – mit zunehmender Tageslänge wieder mehr Wasser. Kontrollieren Sie auch Blätter, Äste und Erde auf Schädlinge! Bei mildem Winterwetter bekommt Ihren Kübelpflanzen im Winterquartier das Lüften gut.
  • An trüben Tagen sollten die Jungpflanzen zusätzlich beleuchtet werden, damit sie nicht vergeilen.
  • Herbizide nicht im Gartenhaus aufbewahren: Pflanzenschutzmittel dürfen weder großer Hitze noch Frost ausgesetzt werden, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.
  • Zuviel Nässe stört den Rotteprozess in Ihrem Komposthaufen: Um Fäulnis zu verhindern, decken Sie reifen Kompost während des Winters mit einer festen Folie oder Plane ab. Junger Kompost (im Herbst aus Grünschnitt frisch aufgesetzt) braucht für die Kompostierung noch viel Feuchtigkeit und wird nur mit einer dicken Laubschicht abgedeckt.
  • Damit Ihre Garten-Wasserleitung bei Frost nicht platzt, muss der Wasseranschluss rechtzeitig geleert und stillgelegt werden: Den Hahn danach nicht zudrehen! Da in aufrechten Steigleitungen Wasser verbleiben kann, isoliert man sie mit Stroh und Zeitungspapier.
  • Wer im Herbst zu faul war: Jetzt ist die richtige Zeit für die Gerätepflege (Ölen, Schärfen etc.) – ehe die Saison richtig losgeht!

Gartenkalender Januar

 

Gartenkalender: Der Ziergarten im Januar

  • Der Januar ist im Jahresdurchschnitt der kälteste Monat. Falls nötig (z. B. bei Kahlfrost), muss bei extrem empfindlichen Gartenpflanzen der Frostschutz nachgebessert werden. Drücken Sie rund um die Pflanzen die Erde an, die durch Frost und Auftauen hochgekommen ist.
  • Edelrosen müssen angehäufelt werden: Der Erdwall schützt die empfindliche Veredelungsstelle am Wurzelstamm des Rosenstocks.
  • Während milder Witterungsperioden können im Herbst gepflanzte Blumenzwiebeln austreiben. Um sie vor Frost zu schützen, deckt man sie mit Reisig ab.
  • Wer Blumenzwiebeln zum Vortreiben in Töpfe gepflanzt und im kühlen Keller oder in der Garage deponiert hat, sollte jetzt regelmäßig den Entwicklungsstand prüfen. Wenn die durch die Dunkelheit noch blassen Triebe erscheinen, können die Töpfe ins Warme geholt werden.
  • Kaltkeimer wie Christrosen, Veilchen, Glockenblume, Aster, Iris oder Bärlauch sät man – am besten in Töpfen, die man in den Boden einsenkt, – im Januar aus. Sie brauchen Kälte um zu keimen.
  • Vorgetriebene Primeln, Christrosen und Zwiebelblumen lassen sich erst nach dem Winter in den Garten auspflanzen. Bis dahin bleiben sie in einem kühlen Raum.
  • Langsam wird es Zeit für die Vorbereitung zur Aussaat von Sommerblumen: Sortieren Sie Ihr Saatgut und planen Sie die Beetgestaltung.
  • Warten Sie, bis Ihre Kletterpflanzen (Ausnahme Rosen) keine Blätter mehr tragen, ehe Sie Rankgitter und Rosenbögen aubessern oder neu streichen. Schneiden Sie die Kletterpflanzen so weit zurück, dass vier bis fünf lange, kräftige Haupttriebe übrig bleiben. Jetzt können Sie das Rankgitter entfernen, überarbeiten oder ganz austauschen. Danach fädeln Sie die die Triebe wieder vorsichtig durchs Gitter. Besser: nur mit Blumendraht am Rankgerüst fixieren.
 

Gartenkalender: Obst- & Gemüse im Januar

  • Sofern die Temperaturen nicht unter -5 °C liegen, können ältere Obstbäume ausgelichtet werden. Größere Wunden mit einem Wundwachs verschließen.
  • Steile Asttriebe sollte man schon bei der Erziehung junger Obstbäume verhindern: An ihnen bilden sich fäulnisanfällige "Zwieseln", in denen sich Schnee- und Regenwasser staut. Sobald steile Konkurrenztriebe am Mittel-Leittrieb oder Gipfel erkennbar sind, sollten sie unverzüglich ausgeschnitten werden.
  • Bei Frost entfernen Sie mit einer Drahtbürste oder einem Spachtel die Stämme und älteren Äste Ihrer Obstbäume von losen Borkenstückchen – so finden Schädlinge keinen Unterschlupf.
  • Legen Sie jetzt ein Hochbeet an, wenn Sie noch viel Schnitt- und Häckselgut vom herbstlichen Rückschnitt haben und der Kompost überquillt. Dort können Sie auch unverrottetes und grobes Material verwenden, das dann mit Pflanzerde abgedeckt wird. Durch den fortschreitenden Kompostvorgang wird die Erde warm und Pflanzen gedeihen eher, Gemüsepflanzen tragen eher und größere Früchte.
  • Bereiten Sie jetzt die Erde für Ihr Gemüsebeet: Umgraben erleichtert das Bearbeiten schwerer Böden. Unter Frosteinwirkung lockert sich die Erde (Frostgare) fast von selbst!
  • Anzuchterde vorbereiten: Alte Erde können Sie jetzt im Backofen dämpfen und sterilisieren (auch Komposterde für die Aussaat), um Unkrautsamen und Schädlinge abzutöten.
  • Denken Sie bei der Beetplanung daran, dass Gemüse-Mischkulturen den Boden schonen, Schädlinge abwehren und die Erträge steigern.
  • In den Wintermonaten ist die richtige Zeit, um den Anbauplan für den Gemüsegarten festzulegen. Denken Sie bei der Planung daran, dass Gemüse-Mischkulturen den Boden schonen, Schädlinge abwehren und die Erträge steigern.
  • Älteres Saatgut sollte man vorsichtshalber auf Keimfähigkeit prüfen: Dazu einige Körner auf feuchtem Küchenkrepp in einer flachen Schale auslegen und mit Klarsichtfolie abdecken. Gehen weniger als 30% der Samen auf, ist das Saatgut überaltert oder verdorben. Saatgut stets frostfrei lagern!
 

Gartenkalender: Bäume & Sträucher im Januar

  • Nasser Schnee lastet schwer auf jungen Ästen und führt schnell zu Astbruch: Schütteln Sie daher nach heftigen Schneefällen die Äste von immergrünen Gewächsen und Nadelbäumen ab.
  • Januarsonne und trockene Winterluft regen die Photosynthese der Pflanzen an: Daher sollten Sie jetzt immergrüne Laub- und Nadelgehölze, die im Vorjahr gepflanzt wurden, mit Strohmatten oder Tannenzweigen schattieren, damit die Verdunstung herabgesetzt wird. Dies ist besonders wichtig bei Rhododendren und Azaleen.
  • Gefährlich für die Rinde junger Bäume ist die Wechselwirkung von Frost und Wintersonne. Ein Kalkmilchanstrich schützt die Baumrinde vor Rissen.
  • Die Tage werden allmählich wieder länger. Bei mildem Wetter beginnt die Zeit fürs Schneiden der Bäume und Sträucher: Bei frostfreiem Wetter vertragen Zier- und Obstgehölze einen notwendigen Schnitt am besten, egal ob Erziehungs-, Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt. Praxistipp: Das gehäckselte Holz ist ideal zum Mulchen unter Sträuchern.
  • Forsythien, Liguster, Weigelien und andere Sträucher lassen sich leicht durch Steckhölzchen gewinnen. Jetzt ist die richtige Zeit zum Schneiden und Stecken der jungen Triebe. Diese kommen in tiefe Töpfe mit lockerer Erde.
  • Wer einen Weihnachtsbaum im Topf (mit Ballen) gekauft hat, um ihn im Garten einzupflanzen, sollte den Christbaum zum Jahreswechsel aus der warmen Wohnung nehmen. Zuerst an einen hellen, kühlen Platz im Keller, dann kommt er an einen geschützten, aber hellen Platz auf Balkon oder Terrasse (weiterhin vor Frost schützen!). Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt den Baum dort bis zum März stehen und pflanzt ihn dann erst ein.
 

Gartenkalender: Rasenpflege im Januar

  • Rasenflächen sollten Sie bei Dauerfrost möglichst nicht betreten. Die Gräser brechen sonst leicht ab.
  • Lagern Sie keinen Schnee-Abraum auf dem Rasen: Das zusätzliche Gewicht schadet dem Rasen, die Feuchte führt zur Fäulnis. Zudem schädigen Streusalze den ohnehin geschwächten Rasen zusätzlich.
 

Gartenkalender: Teichpflege im Januar

  • Heimische Wasserpflanzen sind völlig frosthart. Sie brauchen keinen Schutz. Auch Seerosen kommen bei einer Teichtiefe von etwa 50 cm gut durch den Winter. Der Teich braucht insgesamt keinen Frostschutz, wenn er tiefer als 60 cm ist. Eine Eisdecke schadet nicht.
  • Leben Fische in Ihrem Gartenteich, sollten Sie zumindest in einem kleinen Bereich die Teichoberfläche eisfrei halten, damit Faulgase entweichen können und Sauerstoff ins Wasser gelangt. Ist die Eisdecke schon geschlossen, schmelzen Sie mit heißem Wasser ein Loch hinein (Niemals mit dem Pickel ein Loch hineinhacken – die Druckwellen können Ihre Fische töten!).
  • Im Winter brauchen Sie Ihre Teichfische i. d. R. nicht füttern.
  • Laub, das spät von den Bäumen fällt oder vom Wind in den den Gartenteich getrieben wird, und abgestorbene Pflanzenteile sollten Sie regelmäßig entfernen, ehe es zum Grund sinkt und dort Faulschlamm bildet.
  • Haben Sie viel Schnee geräumt? Das nahezu mineralfreie Schmelzwasser ist ideal, um den Teich aufzufüllen: Geben Sie einfach den Schnee (nicht von gestreuten Wegen!) in den Gartenteich – wenn er schmilzt, ist der Wasserspiegel wieder erhöht.

 

Gartenkalender: Terrasse & Balkon im Januar

  • Immergrüne Kübelpflanzen auf dem Balkon brauchen auch im Winter Wasser – denn die Photosynthese (Verdunstung von Wasser übers Blattgrün) läuft weiter!
  • Auf dem Balkon sind Ihre Kübelpflanzen oft starkem Wind ausgesetzt: Das erhöht die Verdunstung und den Wasserbedarf immergrüner Pflanzen oder schädigt die nackten Triebe Ihrer Balkonblumen. Schützen Sie Ihre Balkonpflanzen vor eisigen Winden, indem Sie Pflanze samt Blumentopf in Schilfmatten oder Luftpolsterfolie einwickeln.
  • Wer fürs Frühjahr Blumenzwiebeln in Kübel oder Blumenkästen gesetzt hat, muss wissen, dass diese stärker unter Frost leiden, als in Beete gesetzte Exemplare. Töpfe bieten der Kälte eine wesentlich größere Angriffsfläche, da diese von allen Seiten kommt. Bei starkem und anhaltendem Frost kann es daher sinnvoll sein, Töpfe in den (unbeheizten) Keller zu stellen oder mit Luftkammerfolie einzupacken.
 

Gartenkalender: Zimmerpflanzen im Januar

  • Zimmerpflanzen haben im Winter mit dem geringen Tageslicht Probleme. Eventuell Pflanzenleuchten installieren.
  • Heizungsluft macht Zimmerpflanzen zu schaffen, sie werden anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Ein Luftbefeuchter oder regelmäßiges Besprühen mit Wasser hilft. Regelmäßig, aber zugfrei lüften!
  • Das Besprühen mit Wasser schränkt die Verdunstung ein und kommt vor allem Pflanzen in trockenen Räumen zugute.
  • Mit zunehmender Tageslänge brauchen Zimmerpflanzen wieder mehr Wasser.
  • Wenn Sie länger Freude an Schnittblumen haben möchten, sollten Sie zum Anschneiden der Stiele ein scharfes Messer verwenden. Ins Wasser hängende Blätter möglichst sofort entfernen, da sie sonst faulen. Stellen Sie die Blumenvasen nicht direkt neben Wärmequellen auf. Wer Schnittblumen über Nacht in den frostfreien Keller stellt, hat noch länger davon.
  • Sammeln Sie draußen Schnee (nicht von gestreuten Gehwegen!) und schmelzen ihn im Haus zu wertvollem Gießwasser: Das mineralarme Wasser ist ideal als Gießwasser – erst bei Zimmertemperatur verwenden!
  • Auf der Blumenerde von Zimmerpflanzen oder Topfpflanzen im Winterquartier bildet sich im Winter schnell Schimmel (hohe Luftfeuchtigkeit, zu viel gegossen). Entfernen Sie die schimmelbefallene Erdschicht, lockern das Pflanzsubstrat auf und geben feinen Sand (Vogelsand, Spielsand) obenauf.
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