Gartenkalender: Das Gartenjahr im Juni – Obst & Gemüse

Wir begleiten Sie durchs Gartenjahr: In unserem Gartenkalender finden Sie stets die passenden Tipps und Anleitungen, welche Aufgaben in diesem Monat in Ihrem Garten anstehen.

  • Wurden Schnecken nicht rechtzeitig bekämpft, hilft meist nur noch Schneckenkorn auzustreuen.
  • Kartoffelkäfer haben im Boden überwintert und kriechen nun ans Licht: Sammeln Sie die Tiere sofort ab, so ersparen Sie sich den Einsatz von Insektiziden.
  • Bei der Ernte von Beerenobst und Kirschen können Sie zugleich einen sanften Auslichtungsschnitt (= Entfernen dürrer und störender Triebe) durchführen.
  • Unter dem Glas des Gewächshauses staut sich schnell die Hitze – gerade bei direkter Sonneneinstrahlung: Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung und schattieren Sie die Glasflächen über die Mittagsstunden.
  • Im Freiland-Beet und an Obstbäumen sollten Sie zum Schutz Ihrer Ernte vor Vogelfraß Netze oder Vogelscheuchen anbringen.
  • Auch Möhren, Rettich, Kohl, Lauch, Zwiebeln haben Feinde: Schädlings-Schutznetze schützen vor Gemüsefliegen-Larven. Wichtig: Spannen Sie die Netze sofort bei Kulturbeginn auf und beschweren Sie die Ränder. Netze erst kurz vor der Ernte enfernen.
  • Zitrusfrüche (Zitronen, Mandarinen, Calamondin) aus Kübeln werden erst jetzt – mitten in der Wachstumsphase – umgetopft. Anders als alle übrigen Kübelpflanzen vertragen sie das Umtopfen nun am besten.
  • Um Ihren Komposthaufen während des Sommers vor dem Austrocknen zu bewahren, sollten Sie jetzt direkt daneben Kürbis anpflanzen. Die nährstoffreiche Erde neben dem Kompost schadet dem Kürbis nicht und seine Blätter (Triebe an den Seitenwänden hochleiten) beschatten den Komposthaufen und schützen ihn vor heftigen Regenschauern. Um möglichst große, statt viele Kürbisse zu ernten, entfernen Sie so früh wie möglich konkurrierende Früchte (ca. 2 Kürbisse pro Pflanze stehen lassen).
  • Für Holunderblütensirup oder Holunderblütensekt ernten Sie nun die frischen Blütenstände des Schwarzen Holunders: Die Blüten haben das meiste Arome, werden Sie nach 3 warmen Tagen früh am Morgen geschnitten (nur ungespritzte Blüten verwenden, Staub & Pollen abschütteln und Blütendolde vor der Verarbeitung in Eiswasser schwenken).
  • Gemüse aus dem eigenen Garten ist schmackhaft und gesund – wenn man die Eigenarten einiger Sorten beachtet: Salat, Spinat und Radieschen speichern Stickstoff in Form von Nitrat, welches im menschlichen Körper zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt wird. Der Nitratgehalt im Gemüse sinkt im Tagesverlauf, da Nitrat durch Licht abgebaut wird. Daher sollten Sie diese Gemüse erst nach den Mittagsstunden ernten und selbstverständlich stets nur sparsam & bedarfsgerecht düngen.

Im Gemüsegarten wartet nun viel Arbeit auf Sie – ernten und säen wechseln sich dank der Mischkultur im Gemüsebeet stetig ab:

  • Aussaatzeit für Salat, Spinat, Mangold, Möhren, Rote Beete, Rüben, Fenchel, Grün- und Blumenkohl, Kohlrabi, Bohnen, Herbstrettich und Winter-Endivien.
  • Ab Mitte des Monats können auch die wärmeliebenden Gemüsearten ins Freiland: Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, an einem extrem geschützten Platz sogar Auberginen und Melonen.
  • Mehrmalige Aussaaten von Buschbohnen bringen fortlaufende Ernte.
  • Beete, auf denen Frühgemüse stand, werden nun für Folgekulturen frei (Fruchtfolge beachten). Vor der Neuanpflanzung Boden lockern, organischen Dünger oder Kompost einarbeiten.
  • Wichtig: Bei zeitgleichen Nachpflanzungen im Gemüsegarten ist auf die richtige Mischkultur zu achten.
  • Die ersten Frühkartoffeln können schon nach der Blüte der Kartoffel geerntet werden. Haupterntezeit ist aber erst, wenn das Laub verwelkt.
  • Erdbeerbeete täglich abernten, um Schimmelbefall und Fäulnis zu verhindern. Stroh unter dem Laub schützt die Früchte vor Erdfeuchte.
  • Gut tragende Erdbeerpflanzen sollten Sie markieren und später von ihnen Ableger nehmen.
  • Ernten Sie Rhabarber nicht zu lange (nur bis 21. Juni, Sonnenwende = Sommeranfang) und zu viel, um die Pflanze nicht zu sehr zu schwächen. Auch schmecken die Stengel nun nicht mehr so gut.
  • Für hohe Erträge: Geiztriebe in den Blattachseln der Stabtomaten regelmäßig ausbrechen.

Obstbäume – ob freistehend oder am Spalier – bilden nun ihre Früchte. Für eine reiche Ernte sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Im Juni stoßen Apfel- und Birnbäume Jungfrüchte ab, die der Baum nicht ernähren kann. Dieser "Junifall" ist völlig normal und sichert große Früchte.
  • Diesen Junifall können Sie auch künstlich nachahmen, um die Ernte auf große Früchte zu optimieren: Entfernen Sie Anfang Juni bei übermäßig starkem Fruchtbehang etwa jede zweite Frucht (geeignet für Apfel, Birne, Zwetschge). Die kleinen grünen Früchte (wenn frei von Schädlingsbefall) können Sie auf dem Kompost entsorgen.
  • Noch wachsen die Früchte an Ihren Obstbäumen und sind daher auf ausreichende und kontinuierliche Wasser- und Nährstoffzufuhr angewiesen. Werden Obstbäume bei Trockenheit nicht regelmäßig gewässert, bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Praxistipp: Halten Sie die Baumscheibe frei von Rasen. Eine Mulchschicht verringert die Verdunstung zusätzlich.
  • Senkrecht in die Höhe strebende Wasserschosse, wie sie besonders an stark wachsenden Apfelsorten auftreten, sollten Sie entfernen, ehe sie verholzen. Statt die Schere anzusetzen, reißen Sie die jungen Triebe mit einem kräftigen Ruck zum Stamm ab.
Beliebte Inhalte & Beiträge
Kärcher Fenstersauger
 
Preis: EUR 62,50 Prime-Versand
Makita Radiolampe
UVP: EUR 117,81
Preis: EUR 44,85 Prime-Versand
Sie sparen: 72,96 EUR (62%)
Couchtisch
 
Preis: EUR 59,95
Copyright 2017 selbst.de. All rights reserved.