Gartenkalender August Das Gartenjahr im August

Gartenkalender August
Inhalt
  1. Ihr Garten im August
  2. Gartenkalender: Der Ziergarten im August
  3. Gartenkalender: Obst- & Gemüse im August
  4. Gartenkalender: Bäume & Sträucher im August
  5. Gartenkalender: Rasenpflege im August
  6. Gartenkalender: Teichpflege im August
  7. Gartenkalender: Terrasse & Balkon im August
  8. Gartenkalender: Zimmerpflanzen im August

Wir begleiten Sie durchs Gartenjahr: In unserem Gartenkalender finden Sie stets die passenden Tipps und Anleitungen, welche Aufgaben in diesem Monat in Ihrem Garten anstehen. Im selbst.de-Gartenkalender finden Sie die besten Tipps für das Gartenjahr im August:

 

Ihr Garten im August

  • Für eine gesundes Bodenklima sollten Sie Zier- und Gemüsebeete nun regelmäßig hacken und mulchen (z. B. mit Rasenschnitt oder Häckselgut): So wird die Erde durchlüftet und hält besser die Feuchtigkeit.
  • Zwiebel-Knoblauch-Sud schützt Ihre Pflanzen vor Schädlingen (gegen Milben und Pilze): 75 g Zwiebeln oder Knoblauch hacken und für mind. fünf Stunden in 10 Liter Wasser ziehen lassen. Pflanzen mit dem frischen Sud bespritzen (Drucksprüher verwenden) und gießen.
  • Reifende Gemüse (vor allem wasserliebende Sorten wie Tomaten, Gurken, Melone, Kürbis) dürfen nun nicht trockenfallen. Regelmäßig gießen, um die Gemüse in ihrer Entwicklung nicht zu unterbrechen.
  • Statt sich bei der Ernte die Mühe zu machen, alle Wurzeln zu entfernen, können Sie die unterirdischen Pflanzenteile von Erbsen- und Buschbohnen besser als Gründünger verwenden und einfach unterpflügen. Sind Erbsen und Buschbohnen abgeerntet einfach Laub bodennah abschneiden und die Wurzeln im Boden belassen. Praxistipp: Auch andere Schmetterlingsblütler bilden stickstoffreiche  Wurzelknöllchen, die die Erde anreichern, bleiben sie als Gründüngung im Boden.
  • Achten Sie bei Ernte- und Pflegearbeiten in hohen Baumkronen auf Ihre Sicherheit: Obstpflücker mit Teleskopstiel erlauben die Ernte vom Boden aus. Kommen Leitern zum Einsatz, sollten sie unbedingt stabil und wackelfrei aufgestellt sein, ehe Sie in den Baum klettern.
  • Habe Sie im Frühsommer Stecklinge von Hortensien gezogen, wurden bis jetzt bereits ausreichend Wurzeln gebildet, um die Stecklinge zu pikieren und die Jungpflanzen in kleine Töpfe mit frischer feuchter Pflanzerde zu vereinzeln.
  • Windbruch bei langstieligen Sonnenblumen führt in der Regel zum Absterben der Pflanze. Mit diesem Trick retten Sie Ihre Sonnenblumen: Abgeknickte Sonnenblumen-Stengel schienen Sie mit 2 Bambusstäben rechts und links der Bruchstelle. Paketklebeband dient als Wundverband. Sind die Wasserführenden Adern nicht zu stark verletzt, wachsen die so verarzteten Sonnenblumen weiter, als sei nichts gewesen.
  • Schützen Sie Ihr Gewächshaus vor Hagelschlag bei Sommergewittern: Straff über das Glasdach gespannte Schattiernetze lassen die Eiskörner abprallen. Schnelle Hilfe versprechen auch Bastmatten, Wellpappen oder eine alte Bügeldecke.

 

Gartenkalender: Der Ziergarten im August

  • Zweijährige sommerblühende Blumen, die Sie im Juni und Juli ausgesät haben, müssen Sie nun pikieren.
  • Aus Geranien lassen sich nun ganz leicht Stecklinge ziehen: Schneiden Sie etwa 7 cm lange Triebstücke von den Mutterpflanzen und stecken die blattlosen Enden der Triebe in feuchte Anzuchterde. Wenn Sie die Geranien vom Balkon ins Winterquartier stellen, haben auch die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet, um mit der Mutterpflanze kühl und möglichst hell zu überwintern.
  • Stauden werden mit dem Alter blühfaul. Nach der Blüte ist die beste Zeit, um schlecht blühende Pflanzen durch Teilung zu verjüngen: Staude ausgraben, Wurzelballen in faustgroße Stücke teilen, Wurzelfilz entfernen, Stauden an neuem Standort in Komposterde einpflanzen und bis zum Winter regelmäßig gießen.
  • Der Sommer zeigt sich noch von seiner schönsten Seite, doch SIe sollten schon an den Herbst denken, wollen Sie auch dann blühende Beete haben: Herbst-Krokusse müssen bis spätestens Anfang September gepflanzt werden, damit sie im Oktober ihre Blüten zeigen.
 

Gartenkalender: Obst- & Gemüse im August

  • Der Hochsommer ist Erntezeit: Viele Obst- und Gemüsesorten sind nun reif. Ernten Sie regelmäßig ausgereifte Früchte ab, um Fäulnis zu verhindern und Platz im Beet zu schaffen.
  • Erntebereit sind nun Aprikosen, Pfirsiche, Birnen und Sommeräpfel.
  • Praxistipp: Mit lichtundurchlässigen Aufklebern zaubern Sie Muster (Herzen, Rauten, Initialen oder Smileys) auf rotwangige Äpfel. Einzige Voraussetzung: Der Aufkleber muss auf den Apfel, solange er noch grün ist!
  • Wichtig: Schonen Sie bei der Obsternte die Blütenknospen, die bereits für das nächste Jahr ausgebildet wurden.
  • Fallobst täglich auflesen und schadhafte Früchte (faulig, mit Schädlingsbefall) sofort im Hausmüll  entsorgen.
  • Johannis- und Stachelbeersträucher werden nun nach der Ernte zurückgeschnitten.
  • Vogelschutznetze rechtzeitig über Obstbäumen und -sträuchern aufspannen (kein Schlupfloch freilassen!).
  • Im Gemüsebeet können Sie nun Salat, Kohlrabi, Zucchini, Gurken, Zwiebeln und Fruchtgemüse ernten. Je regelmäßiger Sie reifes Gemüse ernten, desto stärker bildet die Pflanze weitere Fruchtstände!
  • Achtung: Ernten Sie Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch erst, wenn die röhrenförmigen Blätter abgeknickt und vollständig vergilbt sind. Dann halten die Zwiebeln besonders lange.
  • Im Hochsommer muss der Gemüsegarten täglich gewässert und wöchentlich gehackt werden: Empfindliche Sorten wie Tomaten, Gurken, Paprika und Melonen stets nur mit abgestandenem, temperiertem Wasser gießen (Regenwasser verwenden).
  • Wird durch die Ernte ein Platz im Beet frei, können Sie Feldsalat, Kopfsalat, Endivien, Chinakohl und Spinat nachpflanzen (Fruchtfolge beachten!). Auch Knoblauch, Rettich, Radieschen und Kohlrabi können noch ausgepflanzt werden, um im selben Jahr geerntet zu werden.
  • Wer sein Gemüsebeet bereits langsam in die Winterruhe versetzen will, sollte wenigstens noch einmal Senf oder Hafer als Gründünger aussäen.
  • Im August können Sie bereits beginnen Samen von Sommerblumen, Stauden und Gemüsepflanzen für die Aussaat im nächsten Jahr zu sammeln. Saaten in Papiertütchen füllen, beschriften und kühl und trocken lagern.

 

Gartenkalender: Bäume & Sträucher im August

  • Jetzt ist die Zeit, um immergrüne Gehölze wie Liguster, Buchsbaum und Thuja durch Stecklinge zu vermehren: 15 cm langen Trieb abschneiden, unteres Ende entlauben, in Anzuchterde stecken und im Frühbeetkasten unter Glas feucht und warm halten.
  • Wenn Sie in Gärtnereien und Baumschulen Gehölze entdecken, die in Ihrem Garten fehlen, scheuen Sie sich nicht vor Neuanpflanzungen: Containerpflanzen wachsen jetzt noch rechtzeitig vor dem Winter an!
  • Immergrüne und sommergrüne Heckenpflanzen (Lebensbaum, Hainbuche, ...) vertragen bis Mitte August einen zweiten Rückschnitt. Praxistipp: Jetzt ist auch Pflanzzeit für Buchsbaum und Liguster!
  • Bei Buchsbaum, Ilex und Co. ist nun Zeit für den zweiten Formschnitt im Jahr, damit sie ihre Form behalten und nicht zuwuchern.
 

Gartenkalender: Rasenpflege im August

  • Die Pflanzen verlangsamen ihr Wachstum, fällt zudem wenig Regen, braucht der Rasen in der Regel nur noch 2-3 mal im Monat gemäht werden. Alternativ können Sie auch einen Rasenmäher-Roboter mit der Rasenpflege betrauen.
  • Nachsaat unnötig: Ausgetrocknete Rasenflächen erholen sich nach dem nächsten Sommerregen ohne Ihr Zutun wieder.
  • An Beeträndern, die an Rasenflächen grenzen, muss regelmäßig die Grasnarbe abgestochen werden. Statt zum Spaten zu greifen, können Sie auch Rasenkanten aus Gummi oder Metall ins Erdreich rammen oder  klassisch eine Beeteinfassung aus Pflastersteinen setzen.
  • Im August erhält der Rasen seine letzte Düngung – später im Jahr würde der Dünger ungenutzt vom Regen fortgespült.
 

Gartenkalender: Teichpflege im August

  • Heiße Sommertage belasten das Ökosystem Teich: Kontrollieren Sie daher gerade an heißen Tagen die Wasserwerte!
  • Auch nach Gewitter sinken u.U. durch das viele nährstoffarme Regenwasser Karbonathärte und pH-Wert. Kontrollieren Sie die Wasserqualität daher regelmäßig.
  • Schnappen Ihre Teichfische an der Wasseroberfläche sichtbar nach Luft, ist es höchste Zeit, den Sauerstoffgehalt im Teichwasser duch Luftsprudler oder einen plätschernden Bachlauf zu erhöhen.
  • Steigt die Wassertemperatur über 25 °C an, sollten sie frisches, kühles Wasser nachfüllen. Vorsorglich sollte der Teich in der Mittagszeit beschattet werden.
  • Fadenalgen profitieren von den warmen Temperaturen und vermehren sich rasant: Algen regelmäßig abfischen und Nährstoffgehalt im Teichwasser senken, z. B. mit starkzehrenden Teichpflanzen.
  • Abgestorbende und beschädigte Wasserpflanzen sollten Sie ebenso wie Algen regelmäßig abfischen und auf den Kompost geben. So bleibt das Teichwasser klar und es bildet sich kein Faulschlamm am Teichgrund.
  • Zu üppig wachsende Seerosen können Sie nun teilen: Holen Sie die Pflanze aus dem Teich und schneiden Sie das Rhizom so durch, das jedes Teil mindestens eine neue Knospe besitzt.
  • In stehenden Gewässern ohne Zirkulation (Bachlauf, Wasserspiel, Teichpumpe) legen Mücken gern ihre Eier ab – der Grillabend kann dann schnell zur Tortur werden: Dem Teichwasser StechmückenFrei beimengen.
  • Achtung: Entfernen Sie dauerhaft abgestorbene oder zu groß gewachsene Teichpflanzen, lassen Sie die Pflanztöpfe erst einen Tag am Ufer liegen, ehe Sie sie kompostieren. In den Wurzelballen leben viele kleine Teichbewohner, die sich so wieder ins Wasser retten können.

 

Gartenkalender: Terrasse & Balkon im August

  • Geranien, die überwintern sollen, nun nicht mehr düngen. Das hemmt die Bildung neuer Triebe und lässt die vorhandenen Triebe kräftiger werden. So übersteht die Pflanze den Winter besser.
  • Auch Kübelpflanzen Ende des Monats zum letzten Mal vor dem Winterquartier düngen.
  • Verblühte Blüten müssen bei nicht selbstreinigenden Zierpflanzen von Hand entfernt werden, um Pilzen keine Angriffsfläche zu bieten und die Blumen blühfähig zu halten.
  • Fuchsien mögen keine Hitze: Halten Sie die Balkonpflanzen im Schatten und gönnen Sie ihnen eine abendliche kühle Dusche unter der Gartenbrause.
  • Auch für Ihre Kübelpflanzen ist eine wöchentliche Dusche ideal, um Pollen und Staub von den Blättern zu spülen. Ideal: Kübel in den Regenschauer stellen!
  • Bedenken Sie: Kübelpflanzen sind in den letzten Wochen nicht nur in die Höhe gewachsen sondern auch in die Breite! Rücken Sie Ihre Kübelpflanzen so weit auseinander, bis sich die Kronen benachbarter Pflanzen nicht mehr berühren – das wirkt dem Verkahlen wegen Lichtmangels vor.
  • Zitruspflanzen bevorzugen sonnige Standorte, doch ihre Wurzeln vertragen hohe Temperaturen nur schlecht. Das betrifft vor allem Hochstämmchen, die in Kübeln kultiviert werden. Hier sollten Sie den Wurzenballen bei übermäßiger Sonneneinstrahlung beschatten.
 

Gartenkalender: Zimmerpflanzen im August

  • Zimmerpflanzen wenn möglich auf Terrasse oder Balkon in einen warmen Regenschauer stellen – alternativ einmal wöchentlich in der Dusche abbrausen und gut abtropfen lassen (erspart das Gießen).
  • Kakteen können Sie durchaus auch an die frische Luft stellen: Kugel- und Blattkakteen genießen im August einen vollsonnigen Platz auf den Balkon. Dann sollten Sie die Freiluft-Kakteen alle sieben Sonnentage mit kalkarmen, abgestandenem Regenwasser durchdringend gießen.
  • Bereiten Sie Ihre Amaryllis für die nächste Blüte zu Weihnachten vor: Stellen Sie jetzt langsam das Gießen und Düngen ein, damit sich die Amaryllis in ihre Zwiebel zurückzieht. Hier lagert sie Nährstoffe für den Neuaustrieb ein. Wenn das Grün restlos verwelkt ist, ist der Prozess beendet und Sie können die welken Blätter entfernen. Nun sollte die Zwiebel in trockener Erde bei 15 °C bis Dezember ruhen.
  • Im Südfenster trotzen nur wärmeliebende Pflanzen wie Kakteen und Sukkulenten oder Mittelmehrgewächse wie Hibiskus der prallen Sonne von früh bis spät. Zeigen sonnig stehende Zimmerpflanzen scharf begrenzte braune Flecken auf den Blättern, leiden sie unter Sonnenbrand und sollten sofort schattig gestellt werden. Regelmäßig gießen nicht vergessen!
  • Orchideen blühen fast das ganze Jahr hindurch – gerade auch die beliebte Phalaenopsis-Orchidee. Wachsen ihre Wurzeln aus dem Topf heraus und bilden sich keine neuen Blüten mehr, ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen: Entfernen Sie alte, braune Luftwurzeln, die neuen über den Topfrand wachsenden bettet man in frisches Substrat. Verwenden Sie dazu nur spezielle Orchideen-Erde, die luftiger ist als klassische Blumenerde. Denn die Luftwurzeln der Orchidee würden sonst faulen. Wie gewohnt im Tauchbad gießen (bis keine Luftblasen mehr emporsteigen und gut abtropfen lassen) und Blätter einmal pro Woche mit enthärtetem Wasser besprühen!
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