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Kamelie überwintern

redakteur
LupeKamelie überwintern
Im Treibhaus überwintern Kamelien fostfrei & sicher.

Damit Ihre Kamelie überwintern sind nur ein paar Handgriffe nötig. Wenn Sie unseren Tipps zum Überwintern von Kamelien folgen, werden Ihre immergrünen Balkonpflanzen auch im nächsten Jahr wieder prächtig blühen.

Niedrige Temperaturen allein schaden der Kamelie nicht. Die immergrüne Balkonpflanze braucht sogar Frostreize, damit sie ihre Blütenknospen öffnet, um im zeitigen Frühjahr als eine der ersten Gartenblumen zu erblühen.

Kamelie kühl aber frostfrei überwintern

Kamelien brauchen eine etwa 6-8 wöchige Ruhephase an einem kalten, lichten Ort. Die Temperatur im Winterlager sollte konstant zwischen 0-12 °C liegen, die Luftfeuchtigkeit konstant um die 60% liegen. Solche Klimabedingungen finden sich in Kalthäusern und frostfreien Gewächshäusern.

Soll die Kamelie überwintern, darf die Tagestemperatur im Keller oder Wintergarten nicht über 15 °C steigen. Um die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch zu halten, sollten Sie die Kamelie regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen oder einen Luftbefeuchter aufstellen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter diesen Wert, reagiert die Kamelie oft mit dem Abwurf ihrer Blütenknospen – eine typische Reaktion der Kamelie in zu warmen, trockenen Winterlagern.

Praxistipp: Sollten Sie Ihrer Kamelie kein optimales Winterlager bieten können, sollten Sie die immergrüne Pflanze so spät wie möglich (ab etwa -5 °C) und nur so kurz wie nötig (sofort nach Ende der Frostphase) ins Haus holen.

Kamelien: Zurück aus dem Winterlager

Nach der Winterruhe im Januar und Februar genügen der Kamelie Nachttemperaturen von 6-12 °C. Dafür braucht die Kamelie nun viel Licht. Kamelien, deren Winterlager ein Gewächshaus war, haben dort auch für die nächsten Wochen ihren idealen Standort gefunden.
Kamelien aus dem Keller sollten nur langsam an höhere Temperaturen (z. B. im Hausflur oder gar der Wohnung) gewöhnt werden. Jetzt wird auch wieder mehr gegossen – aber Staunässe unbefingt vermeiden!
Praxistipp: Kamelienblüten halten sich bis zu sechs Wochen, wenn die Kamelie bei kühlen 6-10 °C steht. Bei höheren Temperaturen (vor allem in beheizten Zimmern) kann sich die Blüte auf wenige tage verkürzen.

Freiland-Kamelien: Überwintern im Garten

"Echte" winterharte Kamelien gibt es eigentlich nicht! Aber in gemäßigten Klimazonen (Rheingraben, Niederrhein, Küstenregion) oder in geschützten Gärten mit mildem Mikroklima (windgeschützte lagen ohne morgendliche Wintersonne und ohne Mittagssonne im Sommer) überstehen auch ausgepflanzte Kamelien den Winter – wenn Sie die immergrünen Pflanzen ausreichend vor der Kälte schützen:

  • Dauerhafter Windschutz (durch Hecken, Gebäude, Gartenmauern)
  • natürlicher Schutz vor Wintersonne (Blätter verdunsten sonst zu viel Wasser: Vertrocknungsgefahr!)
  • sonst mit Vlies schattieren
  • dicke Mulchschicht schützt Wurzelballen vor Erfrieren
  • frisch ausgepflanzte Kamelien mit Schilfmatten, Tannenzweigen oder Vlies den Winter über umwickeln oder zeltartig abdecken
  • an frostfreien Tagen mäßig gießen (Ballentrockenheit unbedingt verhintern)

Mehr zum Thema Winterharte Kübelpflanzen >>

Foto: Anne-Bermueller_pixelio


 
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