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Beeren an Giftpflanzen
Beeren des Sadebaum
Der Sadebaum ist ein immergrüner Strauch, der in allen Teilen giftig ist – und leider dem Wacholder sehr ähnelt (daher auch Stink-Wacholder oder Gift-Wacholder genannt). Man kann Sadebaum leicht am Geruch von echtem Wacholder unterscheiden, wenn man die Triebspitzen des Sadebaums zerreibt.
Das ätherische Sadebaumöl ist vor allem in den Beeren konzentriert, das die Magenschleimhaut reizt, zu blutigem Stuhl und Urin führt und im Mittelalter zu gezielten Abtreibungen verabreicht wurde.
Foto: Rolf-Handke / pixelio.de
Heilpflanze oder Giftpflanze? Der Unterschied ist meistens nur eine Frage der Dosierung. Dennoch gilt: Kinder sollten im Garten nicht unbeaufsichtigt (wilde) Beeren naschen. Vor allem Ziersträucher bilden bunte Beeren, die nicht zum Verzehr gedacht sind.
Beeren tragende Ziersträucher sind bei Gärtnern sehr beliebt, da ihre bunten Früche meist noch bis weit in den Herbst leuchten, wenn das letzte Laub der Giftpflanzen schon längst abgefallen ist. Auch die heimischen Gartenvögel freuen sich über das kostenlose Vogelfutter am Strauch.
Erste Hilfe: Giftige Beeren verschluckt
Doch für den Menschen sind die Beeren dieser Giftpflanzen in der Regel ungenießbar: Zwar fällt man nicht sofort tot um, aber schon der Verzehr von ein paar wenigen Beeren kann (je nach Art der Giftpflanze) zu starken Gesundheitsgefährdungen (von Nasenbluten, über Übelkeit und Erbrechen bis zu toxischen Allergien) führen. In diesem Fall sollten Eltern die Vergiftungs-Informationszentrale Freiburg anrufen und das Kind sofort zum Arzt bringen. Als Sofortmaßnahme sollte das Kind ein großes Glas Wasser trinken (zur Verdünnung der Giftstoffe).
Damit Kinder nicht aus Versehen die Beeren von Giftpflanzen essen, sollten giftige Beerensträucher weit entfernt von Johannisbeere, Stachelbeere und Co. gepflanzt werden. Ein eigener Naschgarten für Kinder zeigt schon den kleinsten Gartenfreunden: Hier darf ich die Beeren gleich vom Strauch naschen!














