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Blumenerde

redakteur
LupeBlumenerde

Blumenerde ist – auch wenn man es denken könnte – nicht einfach normale Erde. Blumenerde ist humusreicher Boden, der ein schnelles und gesundes Wachstum der Pflanzen garantieren soll. In der Regel besteht die Erde aus einem Gemisch aus Torf, Kalk, Düngemitteln und Zuschlagstoffen.

Im Handel findet man eine große Auswahl unterschiedlicher Erden für Heim und Garten. Von der Pflanzenerde über die Blumenerde bis zu speziellen Erden wie Aussaaterde und Kakteenerde. Da verliert man schnell mal den Überblick. Welche Pflanzenerde sich für welches Einsatzgebiet - im Beet oder Balkonkasten - eignet, erfahren Sie hier:

  • Für einen 1 Meter langen und 20 cm breiten Balkonkasten können Sie mit etwa 30 Litern Blumenerde rechnen. Für kleine Kästen gibt es handliche Pflanzerden-Packungen mit Griff – ideal für Balkone im 3. oder 4. Stock.
  • Wer viel pflanzen möchte, sollte möglichst große Säcke mit Pflanzerde kaufen. Die sind im Vergleich preiswerter.
  • Aussaaterden sind kaum gedüngt, um die Sämlinge zur Wurzelbildung anzuregen.
  • Schwere Teicherde schwimmt nicht auf und ist ideal für Gitterpflanzkörbe.
  • Geranienerde garantiert auch in engen Kübeln eine gute Wasserversorgung.
  • Bei Rhododendronerde ist der pH-Wert niedriger, da die Pflanzen einen sauren Boden benötigen.
  • Kakteenerde ist Universalblumenerde mit bis zu 50 Prozent Sand gemischt, um den Wasserabfluss zu verbessern.
  • Orchideenerde unterscheidet sich schon äußerlich von normaler Blumenerde, da sie einen hohen Anteil groben Materials aufweist. Sie besteht aus einem geringen Anteil Torf, Borke, Holz- und anderen Pflanzenfasern.

Kauftipp: Riecht Erde bereits muffig oder ist der Verpackungsaufdruck durch die Sonne verblichen, ist der Sack ein Ladenhüter und sollte nicht gekauft werden. Enthaltener Langzeitdünger in der Blumenerde hat sich dann aufgelöst, die Erde ist überdüngt.

Anzuchterde

Spezielle Anzuchterde zu nutzen, hat Vorteile: Die Pflanzen wachsen stärker und schneller

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Warum torffreie Blumenerde?

Torf in der Blumenerde ist problematisch, weil laut Umweltschützern dafür Moorlandschaften zerstört werden. Auch "torfreduzierte" Erden können noch aus bis zu 80 % Torf bestehen. Nur torffreie Blumenerde heißt auch wirklich ohne Torf. Der Nachteil an torffreier Blumenerde erschließt sich dem Kunden direkt im Laden: am höheren Preis. Damit man auch nicht den Wolf im Schafspelz kauft, sollte man beim Kauf genau darauf achten, dass auf der Erde "ohne Torf" oder "torffrei" steht.

Torf ist in den Erden enthalten, weil es den Boden auflockert, gut Wasser speichern kann und dadurch kaum Wildkräuter wachsen. Fast jeder Hersteller hat torffreie Pflanzerden im Angebot, Neudorff und Substral bieten sie für Hobbygärtner ausschließlich an. Möglich macht‘s ein Mix aus Ersatzstoffen wie Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern wie Xylith. Die Erden stehen den torfhaltigen in nichts nach. Spartipp: Als günstige Alternative zur torfhaltigen Erde eignet sich Kompost, am besten aus dem eigenen Garten. Er belebt den Boden und gibt ihm wichtige Nährstoffe zurück.

Beim Umstieg von torfhaltige auf torffreie Erde werden Hobbygärtner sich darauf einstellen müssen, dass sich auch die Pflegehäufigkeit der Pflanzen mitunter ändern kann. Die Wasserspeicherfähigkeit der verschiedenen Erden unterscheidet sich nämlich stark.

Wer keine herkömmliche Blumenerde verwenden möchte, kann auf eine Alternative aus Kokos zurückgreifen. Sie kommt in gepresster "Brikettform" und muss vor der ersten Verwendung mit Wasser zum Aufquellen gebracht werden.

Blumenerde selbst mischen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie nährstoffreiche Blumenerde günstig selbst anmischen – die meisten Zutaten dazu sind völlig kostenlos und stammen aus Ihrem Garten.



Die Zutaten, beispielsweise Sand, Kompost oder Torf bzw. Torfersatz, Hornspäne und Maulwurfserde nacheinander zu einem Haufen aufschütten.

Dieser wird dann insgesamt dreimal versetzt: Man nimmt mit der Schaufel immer vom äußeren Rand des Haufens die Erde auf und lässt sie etwa 1 m daneben locker aus etwa 50 cm Höhe von der Schaufel fallen, so dass dort ein neuer Haufen entsteht.

Nach dem dritten Mal sind die Zutaten perfekt vermischt. Diese Erdmischung eignet sich besonders für Kübelpflanzen.
 

Schimmel und Fliegen in der Blumenerde

Wenn die Blumenerde schimmelt, dann ist sie zu nass. Sie sollten dann die Blumenerde entfernen und die Pflanze in neue Erde eintopfen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Wenn Sie einen geschlossenen Pflanztopf ohne Abflussloch haben, können Sie Blähton oder Steine ganz unten in den Topf geben. Das verhindert, dass die Erde "nasse Füße" bekommt.

Wenn Fliegen um die Erde ihrer Zimmerpflanzen fliegen, handelt es sich dabei um weiße Fliegen, Trauermücken und andere fliegende Schadinsekten. Auch hier ist der Grund eine zu nasse Blumenerde. Sind es nur wenige Insekten, können Sie diese mit Gelbstickern bekämpfen. Sind es schon zu viele, sollten Sie die Blumenerde komplett austauschen.


 
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Kommentare

Ja, hätte ich mal vernünftige Blumenerde gekauft. Meine Geranien auf dem Balkon wollen nicht so richtig in Wallung kommen. Dei Blumenerde ist vom Billig-Markt, riecht muffig, Pilze sprießen und jede Menge Dreck ist drin. Ich habe keine Lust jetzt noch alles weg zu schmeißen und ganz von vorne anzufangen. Also, ärgern bis zum Herbst, und nächstes Jahr gleich einen Euro mehr für Erde investieren....

Moin Selbstmacher !
Eigentlich war ich auf der Suche nach Hochbeeten. Dann habe ich allerdings sehr schnell den Verweis auf torffreie Erden gesehen. Vor allem deklarieren Sie torffreie Erden ohne Kokosfasern. Es würde mich wirklich sehr interessieren, welche Produkte Sie anbieten und wer diese Substrate anbieten kann.
Ich freue mich auf eine Rückantwort und sende Ihnen schöne Grüße
RaumGrün Martina Leitner

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