history back
ANZEIGE
Mehr Artikel zum Thema
Teichtechnik
ANZEIGE
ANZEIGE
Was ist wann im Garten zu tun?
GartenkalenderAlle Tipps in unserem Gartenkalender »
Zu den Kommentaren (0)

Teichfilter

redakteur
LupeTeichfilter
Teichfilter verbessern die Wasserqualität: So haben Algen keine Chance & Fische schwimmen in sauerstoffreichem Wasser.

Teichfilter verbessern die Wasserqualität und sollten daher in keinem Gartenteich fehlen – vor allem, wenn Sie auch Zierfische im Teich halten wollen. Einfache Teichpumpen für Wasserspiele haben zwar einen eigenen Filter aus Vlies oder Schaumstoff eingebaut, dieser schützt aber nur die Pumpe gegen Verschmutzung durch Schwebstoffe im Teichwasser. Das Wasser im Gartenteich reinigen können Sie mit diesen Filtern nicht – dafür sind diese Filter einfach zu klein.

Wer sein Teichwasser von Schwebstoffen, Algen und überschüssigen Nährstoffen befreien will, kommt um einen Teichfilter nicht herum. Eine geeignete Uferbepflanzeung unterstützt zwar die Selbstreinigungskräfte Ihres Gartenteiches, aber für klares Wasser im Teich sind Teichfilter unerlässlich. Die Teichfilter wirken in der Regel mechanisch, d. h. Schwebstoffe aus dem Teichwasser bleiben in Filtervliesen unterschiedlicher Porengröße hängen. Teilweise enthalten Teichfilter auch Aktivkohle-Filter, die überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser filtern. Damit das Teichwasser die Filterschichten durchströmt, wird meist eine eigene Teichfilter-Pumpe oder Baulaufpumpe angeschlossen: Sie pumpt das Wasser aus dem Teich in den Filterbehälter, der meist außerhalb des Teiches untergebracht (z. B. im Erdreich eingegraben) wird. Von dort fließt das gereinigte Wasser dann über ein Gefälle / mit der Schwerkraft zurück in den Gartenteich. In jedem Fall gilt, auch der Teichfilter sollte regelmäßig gereinigt werden!

Aufbau eines Teichfilters

Von außen sieht man es einem Teichfilter meist nicht an: In der unscheinbaren grauen Plastikbox durchfließt das Teichwasser meist 2 bis 3 Filterkammern. Jede Filterstufe klärt das Teichwasser ein Stück mehr. Zuerst fischt ein Netzgitter oder ein grobporiger Schwamm grobe Schmutzpartikel heraus. Im zweiten Filterschwamm bleibt bereits ein Großteil der Schwebstoffe hängen. Zuletzt durchströmt das Teichwasser die dritte Filterkammer, in der auf einem mikrofeinen Schwamm tausende Bakterien siedeln, die als biologischer Filter giftige Ammonium- und Nitrit-Verbindungen abbauen. Eine externe Pumpe befördert das Teichwasser über die Wasseroberfläche, sodass es den Teichfilter langsam und drucklos (nur über die Schwerkraft) durchströmt. Praxistipp: Ideal kombinieren Sie einen Teichfilter mit einem Bachlauf. So wird das geklärte Teichwasser, das aus dem Filter läuft über die Staustufen des Bachlaufs noch zusätzlich mit Sauerstoff angereichert.

Teichfilter

 

Teichfilter mit UVC-Klärung

Die keimabtöteende Wirkung von hochdosiertem UV-Licht macht sich diese Filtertechnik zunutze: Vor den eigentlichen Filter wird ein sogenanntes UVC-Vorklärgerät geschaltet. UV-Licht im Inneren dieses Durchströmfilters tötet alle Mikroalgen, Pilze und Bakterien im bestrahlten Teichwasser ab. Die Zellwände der Kleinstlebewesen degenerieren – die Stoffe verklumpen sichtbar und werden im Vorfilter aufgefangen.  Da ein komplett keim- und algenfreies Wasser kein erwünschter Zustand für einen natürlichen Gartenteich ist, darf ein UVC-Filter nur einen Teil des Teichewassers klären: Das UV-Licht sollte nur zeitweise eingeschaltet werden – 8h am Tag gilt als absolutes Maximum. Frisch angelegte Teiche brauchen Zeit, ihr eigenes biologisches Gleichgewicht zu entwickeln, hier sollte eine UVC-Klärung  nur wenige Stunden pro Tag laufen.

Teichfilter mit nachgeschalteter Pumpe

Sitzt die Pumpe hinter dem Filter, fördert sie ausschließlich sauberes Wasser – das senkt den Verschleiß der Pumpe und garantiert klares Wasser, z. B. wennman damit einen Quellstein speisen will. Allerdings funktioniert diese Filteranlage nur, wenn der Teichfilter auf Höhe des Wasserspiegels sitzt. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren schwappt sofort Teichwasser in die Filterkammern, wenn die nachgeschaltete Pumpe bereits geklärtes Teichwasser aus dem Teichfilter absaugt. Gefahr: Sinkt der Wasserspiegel unter die Einströmffnung des Teichfilters läuft die Pumpe schnell trocken!

Teichfilter reinigen

All die Schwebstoffe, Trübungen und Algen, die der Teichfilter aus dem Wasser kämmt, verstopfen natürlich schnell die Poren der Filteraggregate. Damit der Teichfilter seine Leistungsfähigkeit behält, muss er regelmäßig gereinigt werden. Dazu wird der Teichfilter geöffnet und die Filtermatten entnommen. Grobe Verschmutzungen im Filtergehäuse werden entfernt und die Filtermatten mit dem Gartenschlauch saubergespritzt. Sie können die Filtermatten auch mehrfach in sauberem Wasser tränken und auswringen – das ist aber eine glitschige Arbeit. Heißes Wasser und Reinigungsmittel sind tabu, da sie die nützlichen Bakterien in den Filtervliesen abtöten würden. Je größer der Teichfilter ist, desto seltener müssen sie ihn reinigen. Praxistipp: Es lohnt sich, den Teichfilter nach der Algenblüte zu säubern. Dann ist die Verschmutzung am größten. Die Wirkung des gereinigten Teichfilters ist anschließend besonders hoch und langlebig.

Wichtig: Der Teichfilter gehört rechtzeitig ins Winterquartier. Ab einer Wassertemperatur von 10 °C stellen die Bakterien ihre Arbeit ein – Frost kann den Filterbottich schnell platzen lassen. Am besten stellen Sie das gereinigte Filtergehäuse in den Keller: Filtermatten und Pumpe warten darin wasserbedeckt und frostfrei auf den nächsten Frühling.

Fotos: Oase Livingwater


 
×
Warum möchten Sie diesen Beitrag melden?
Danke für Ihre Nachricht. Wir werden den Beitrag prüfen und ggf. löschen.
Schließen
Kommentare
Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.