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Gartengestaltung: Wege & Treppen

redakteur
LupeGartengestaltung: Wege und Treppen planen

Wege und Treppen helfen, den Garten zu inszenieren und zu gliedern – bei Erstanlage und Umgestaltung: Gartenwege verbinden das Haus mit dem Gemüsebeet, verschlungene Pfade leiten an den schattigen Leseplatz, und Natursteinstufen führen hinunter zum Fischteich – so steht Ihnen bei der Gartengestaltung ein vielfälitges Repertoire zur Verfügung.
 

Am Anfang steht die Analyse

  • Wie groß ist das Grundstück?
  • Gibt es Höhenunterschiede?
  • Soll der Weg schnell zum Sitzplatz führen oder zum Rundgang durch den Garten einladen?
  • Dient der Weg der Haupterschließung oder ist er reiner Arbeitsweg?
  • Außerdem: Muss der Belag hohen Lasten standhalten?
  • Wird der Weg wieder eingeebnet oder sein Verlauf geändert?

Jeder Weg ist anders: Der Zweck bestimmt die Gartengestaltung

Wege können verbinden, aber auch trennen: Gartenwege dienen der Erschließung, wenn sie die Straße mit dem Wohnhaus, die Terrasse mit dem Gartensitzplatz verbinden oder tief ins Gemüsebeet führen. Wege gliedern den Garten auch in Nutzbereiche, wenn sie das Beet von der Rasenfläche, die Spielwiese vom Gartenteich abgrenzen. So schaffen Wege Ordnung im Garten und bieten Orientierung, werden Sie bei der Gartengestaltung sinnvol angeordnet.

Rundgang: 9 Beispiele für individuelle Gartenwege und Treppen

Das bedeutet aber nicht, dass es nur schnurgerade Wege geben muss. Wichtiger als Form und Wegeführung ist es, eine Hierarchie unter den Wegen zu erzeugen. Nicht alle Strecken werden gleich häufig genutzt, nicht alle Wege müssen identisch ausgeführt werden:

  • Abstufungen in Breite und Material verhindern Monotonie.
  • Auf dem Hauptweg sollten zwei Erwachsene nebeneinander gehen können, 1,20 m gelten als Minimum.
  • Das Pflaster muss Regenwasser abführen – stets vom Haus weg und hangabwärts. 2,5% Neigung reichen, dass sich keine Pfützen bilden.
  • Vorsicht: An Kantensteinen darf sich kein Wasser sammeln. Bei Frost sprengt es die Begrenzung auf, bei Dauerregen wäscht es den Sand aus den Fugen.
  • Oft reicht es, wenn das Wasser diffus im Rasen oder Beet versickert – je nach Abwasserordnung spart die Versickerung sogar Kosten, und sie schont die Umwelt.

Auf den Bodenbelag kommt es an

An welcher Stelle sind Stichwege sinnvoll? Ein Baum oder ein Brunnen sind reizvolle Ziele, auf die eine Abzweigung hinführt. Runde Einlegearbeiten betonen den Richtungswechsel. Stecken Sie probeweise den geplanten Weg ab. So wird aus einer vagen Vorstellung ein klares Bild. Jetzt lässt sich der Verlauf noch leicht korrigieren.

Wo lediglich schmale „Wartungsstege“ benötigt werden, z. B. für untergeordnete Stichwege in Beete, genügen oft schon lose verlegte Trittsteine (20 cm x 20 cm). Verwerten Sie alte Gehwegplatten, die Sie sonst entsorgen müssten. Sollen Wege aber mit Schubkarre (oder sogar Pkw) befahrbar sein, muss der Unterbau besonders sorgfältig mehrlagig verdichtet werden.

Für temporäre Wege ist Rindenmulch (ab ca. 5 F/m2) eine sinnvolle Lösung. Das Material ist günstig, leicht auszubringen und verrottet langsam. Auch Sand und Kies sind lose Beläge, die leicht wieder entfernt werden können. Aber: Ohne stetige Pflege erobern sich Wildkräuter und Rasen den Pfad zurück. Trockener Sand staubt sehr und wird leicht ins Haus verschleppt. Bei losen Belägen unbedingt eine Mähkante aus Formsteinen pflastern: Sonst gelangt Streugut in den Rasenmäher, was diesen beschädigen kann.

Dauerhafter sind Wege aus Pflastersteinen (Beton ab 25 Euro/qm, Klinker ab 35 Euro/qm) mit mehrschichtig verdichtetem Unterbau. Klinker sind bis zur Sinterung (Glasschmelze) gebrannte Tonziegel. Sie bieten ein natürliches Farbspektrum von gelb bis rot, sind maßhaltig und ergeben dank enger Fugen eine ebene Fläche, auf der auch Gartenmöbel sicher stehen. Nachteil: Klinker lassen sich nur mit dem Nassschneider zerteilen. Etwas günstiger sind Betonsteine, die in vielen Formaten und Farben erhältlich sind. Sie sind frostbeständig, druckfest und auch von ungeübten Pflasterern zu verarbeiten.

Natursteine sind eher das Material der Profis: unebene Oberflächen und unregelmäßige Formate erfordern viel Geschick beim Verlegen. Gut zu wissen: Je kleinteiliger das Pflaster, desto leichter können Wege nachträglich in ihrer Breite verändert werden – ohne störende Anschlüsse. Aber: Je mehr Fugen, desto mehr „Begrünung“. Grasfugen können gewünscht sein, füllen sich die Zwischenräume aber mit Unkraut, kostet es viel Arbeit, dieses zu entfernen.

Treppen im Garten – Abgucken ist erlaubt

Weist das Grundstück ein starkes Gefälle auf, ist auch eine Treppe sinnvoll. Ab 7% Neigung in Laufrichtung empfiehlt es sich, Stufen einzufügen. Aber Achtung: Einzelne Stiegen in einem Weg sind Stolperfallen. Schematisch angeordnete Stufen wirken steif, dem Gelände angepasste Ausgleichsstufen dagegen natürlich.

Praxis-Tipp Gründung: Der richtige Unterbau für Gartenwege und Treppen

Wichtig ist das Verhältnis aus Stufenhöhe (Steigung S) und -tiefe (Auftritt A), das Steigungsmaß. Als Faustformel gilt: 2S + A = 63 cm. Weicht man zu weit von diesem Ideal ab, wird die Treppe schwergängig, man beginnt zu stolpern. Eine Treppe wird als bequem empfunden, gilt zusätzlich die Formel: A - S = 12 cm. Im Zweifelsfall: ausprobieren! Messen Sie Treppen nach, die Sie mühelos überwinden.

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