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Interview: Wie wirtschaftlich sind Regenwassernutzungsanlagen?

Interview mit Dietmar Sperfeld, Fachreferent der fbr (Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.)

BAUIDEE: Lohnt sich der nachträgliche Einbau einer Regenwassernutzungsanlage?
Dietmar Sperfeld:
Ja, im Prinzip schon. Die notwendigen Leitungen können durch die vorhandenen Versorgungsschächte in der Regel problemlos verlegt werden. Geflieste Wände im Bad sind auch kein Hinderungsgrund, das WC an die Regenwassernutzungsanlage anzuschließen. Dezent verlegte Anschlussleitungen in ansprechender Optik können vor den Fliesen zum Spülkasten verlegt werden. Der Bauherr spart Trinkwasser und erzeugt weniger Abwasser von seinem Grundstück. In Abhängigkeit von der örtliche Satzung können hier sowohl Gebühren beim Trinkwasserbezug als auch auf der Abwasserseite eingespart werden.

BAUIDEE: Welche Speichergröße ist sinnvoll?
Dietmar Sperfeld:
Das Speichervolumen richtet sich nach der Niederschlagshöhe, Dachfläche und Anzahl der Nutzer im Haus. Als Faustformel entsprechen 25 qm Dachfläche einem Speichervolumen von ca. 1000 l. Das heißt, bei einer Dachfläche von 100 qm ist ein Speicher mit mindestens 4000 l Nutzvolumen einzuplanen. Aufgrund sich verändernder Klimaverhältnisse besteht die Tendenz zu etwas größeren Speichern, um längere Trockenperioden abzufangen. Berechnungsprogramme der Hersteller geben hierzu genauere Informationen.

BAUIDEE: Wie lange kann die Anlage genutzt werden?
Dietmar Sperfeld:
Die Anlagen haben in der Regel eine lange Standzeit. Für die Behälter gelten zum Beispiel Abschreibungszeiten von mehr als 50 Jahren. Einige Hersteller geben heute bereits lange Garantiezeiten von bis zu 30 Jahren auf ihren Speicher. Generell sind die Herstellerangaben für den Betrieb zu beachten. Die Anlagen sollten darüber hinaus regelmäßig auf Ihre Funktion geprüft werden.

Zurück zum Beitrag "Wasser unterirdisch speichern"

Kommentare

Der Endpreis für eine Regenwasser-Sammelanlage mit 4000 -5000 Liter dürfte wohl wesentlich höher als 4.500,-- € liegen. Was in den glänzenden Werbe-Prospekten verschwiegen wird, sind die sog. "Vorarbeiten".

In den "Komplett-Preisen" sind z.B. weder Rohre, Fittings, Leitungen, Regler, Kleinteile noch Aushubarbeiten für Tank und Zulauf/Überflauf-Leitungen. Der Einbau eines Kunststoff-Erdtanks darf auch nur von einer "autorisiertem" Fachfirma vorgenommen werden. Im Klartext heißt das: der Tank ist fachmännisch 30 cm lagenweise einzuschlemmen.

Bei Betontanks ist die Sache noch komplizierter: außer einem Kran ist sogar eine werkseitig vorgeschriebene Spezial-Beton-Mischung zum Zusammenfügen der Betonringe, die bei Anlieferung der Ringe "feucht" sein muss. Das Fundament für den Betontank ist so exakt auszubilden, dass ein Bauherr keine Chance hat dies in Eigenleistung zu erledigen. Die Folgen wären: keine Gewährleistung!

Warum also alles so kompliziert und teuer? Hier ist die Lösung: IBC-1000 l - Tanks mit exklusiven Verbindungsleitungen und Zubehörteilen ausgestattet, werden zu beliebig großen Regenwasser-Sammelanlagen ober- oder unterirdisch zusammengestellt. Und das alles zu etwa EINEM ZEHNTEL bis EINEM FÜNFTEL DES PREISES DER GROSSEN TANKANBIETER UND DEREN SOG. KOMPLETTPREISEN.

Das Alles ist in Wort und Bild in www.regenwassertanks.de dokumentiert. 

 

es gibt keine förderung für regenwassernutzung in braunschweig.

wir müssen wasseruhren anschliesen für das regenwasser im haus und 2,33 EUR abführen für m³ abwasser.
wir sparen beim hauswasser pro liter nur die frischwassergebühr von 1,70 € pro m³.
gartennutzung spart dann 100%, dass sind 4,03 m³.

bei unserem momentanen wasserverbrauch von 116 m³ im jahr würden wir ca. 200 EUR sparen, wenn wir von 50% wasserersparnis ausgehen. ohne den garten gerechnet.

dazu sparen wir bei für die genutzten 180m² dachfläche 103,50 EUR im jahr regenabwassergebühr.

wartung und strom ca. 60 EUR im jahr.
dann sparen wir durch die anlage ca. 250 EUR + garten (vielleicht +30 EUR).

wenn die anlage 4500 EUR kostet dann rentiert sie sich für uns tatsächlich erst in 20 jahren bei gleichbleibenden wasserkosten. dann ist sie bestimmt auch fertig. garantie gibt es nur 15 jahre auf den tank.
da lohnt sich der umweltschutz tatsächlich nicht, wenn die wasserkosten stabil bleiben. der wasserverbrauch beim herstellen der tanks ist ja auch ein faktor für die umwelt.
vielleicht können wir kosten über die umsatzsteuer reinbringen. aber das projekt für eine 3 personen-haushalt allein ist vom kosten-nutzen-umwelt-faktor nicht günstig. es sei denn, das ganze haus macht mit mehren mietpartein macht mit.

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