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Obstbäume veredeln
Verschiedene Apfelsorten auf demselben Obstbaum sind keine Zauberei, sondern das Ergebnis einer Veredelung – eigentlich eine Vermehrungsmethode, mit der man sortenechte Apfelbäume (oder andere Pflanzen) bekommt. Dabei macht man sich zu Nutze, dass das teilungsfähige Gewebe eines Zweiges (Edelreis) mit dem des Apfelbaum (Unterlage) zusammenwächst, so dass der Zweig versorgt wird. Veredeln klappt mit nahe verwandten Pflanzen. Es wächst sogar Birne auf Eberesche!
Das Pfropfen hinter die Rinde von mindestens 5 cm dicken Ästen ist die einfachste Veredelungs-Methode, Mitte Mai der beste Zeitpunkt. Denn dann löst sich die Rinde leicht vom Ast. Die etwa bleistiftdicken, 15 cm langen Triebe zum Vermehren werden möglichst während der Vegetationsruhe geschnitten (Obstbaumschnitt) und sollten zum Zeitpunkt der Veredelung noch nicht ausgetrieben sein. Pro Ast können Sie bis zu drei Triebe aufpfropfen. Achten Sie beim Verstreichen des Baumwachses darauf, dass die Austriebsknospe gegenüber der Schnittfläche frei bleibt. Treiben die Zweigknospen aus, waren Sie erfolgreich.














