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Einen neuen Rasen anlegen kann jeder:
Rasen aussäen, Rasen düngen und Rasen bewässern sind der Dreiklang für eine
erfolgreiche Aussaat. Wer Rasen säen will, sollte auch in gutes Saatgut investieren – robuste Rasensorten benötigen weniger Rasendünger.
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Rasen düngen?

sonderheft
LupeRasenpflege: Wann Rasen düngen?
Sattes Grün und kein Unkraut: Düngen macht den Rasen widerstandsfähig

Wer eine dichte Grasnarbe und Unkraut fernhalten will, sollte seinen Rasen düngen. Der normale Haus-Rasen wird stark strapaziert (spielen, Gartenmöbel, Laufwege, ...) und muss oft unter erschwerten Bedingungen (Verschattung durch enge Bebauung, schlechter Boden, Staunässe, ...) wachsen. Rasen düngen ist dann eine Möglichkeit, die Standortschwächen zu kompensieren, um Ihrem Rasen zu gesundem, dichtem Wuchs und frischer grüner Farbe zu verhelfen.

Wann der Rasen Dünger braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ist der Rasen neu ausgesäht, empfiehlt sich eine Startdüngung. Im Herbst hilft eine Düngergabe dem Rasen, widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Winterkälte zu werden. Im Frühjahr braucht der Rasen dann nach der Frostperiode frische Nährstoffe, um schnell wieder zu kräftigem Grün zurückzukehren. Wann Sie Ihren Rasen düngen sollten, verraten wir in dieser Übersicht.

Rasen düngen bei Neuaussaat:

Ist der Rasen noch nicht grün, sondern eine braune Brache voller frisch ausgesäter Grassamen, empfiehlt sich eine Startdüngung des Rasens. Diese Startdünger werden unmittelbar nach den Grassamen ausgebracht und haben meist einen hohen Phosphat-Gehalt. Dieser begünstigt ein rasches Wurzelwachstum der Keimlinge. Meist geben Startdünger ihre Nährstoffe verzögert über einen langen Zeitraum ab (sogenannte Depotdünger). Ideal, denn so stehen die Närstoffe dem heranwachsenden Rasen während der gesamten Wachstumsphase zur Verfügung.
Praxistipp: Legen Sie einen neuen Rasen im Herbst an. Der vom Sommer warme Boden und die feuchtere Witterung begünstigen das Anwachsen!

Rasen düngen im Herbst:

Im Spätherbst hilft ein Kalium-Dünger Ihrem Rasen, widerstandsfähig gegen Winterschädlinge zu werden. Der häufigsten Winterkrankheit des Rasens, dem sogenannten Schneeschimmel (zu erkennen an großen, runden, weißen Flecken im Rasen), beugen Sie mit Kalium und einer guten Durchlüftung des Rasens (mit einem Rasenspecht und Vertikutierer) am besten vor.

Wann Rasen düngenRasen düngen im Frühjahr:

Wann Sie Ihren Rasen im Frühling düngen sollten, entscheidet das Thermometer: Erst bei Bodentemperaturen von etwa 10 °C beginnt der Rasen wieder zu wachsen. Je nach Witterung fällt die erste Düngung des Jahres also in den März/April. Der Stickstoff im Rasendünger fördert nun das Wachstum und die Bildung des Blattfarbstoffs Chlorophyll.

Verwenden Sie zum Düngen des Rasens Langzeitdünger – sie versorgenden Rasen kontinuierlich. Häufiges Mähen wegen Stoßwachstums wird so vermieden. Zweiter Vorteil: Die nächste Düngung Ihres Zierrasens ist dann erst im Juni/Juli fällig. Allein Schattenrasen benötigt im August eine erneute Rasendünger-Gabe, da die Bäume ihm viele Nährstoffe abjagen.

Symptome: Wann Rasen düngen

Auch Ihr Rasen zeigt Ihnen deutlich, wann Sie düngen sollten: Geringes Wachstum und eine schwachgrüne Färbung des Rasens sind klare Anzeichen für einen Nährstoffmangel. Auch eine Bodenprobe gibt Aufschluss darüber, wann Sie den Rasen düngen sollten.
Praxistipp: Denken Sie daran, dass Ihr Rasen den Dünger nur aufnehmen kann, wenn der Boden dauerhaft feucht ist. Gerade bei der Sommer-Düngung ist regelmäßiges Wässern des Rasens wichtig.

Fotos: G. Sievers/pixelio.de, Archiv

Rasen düngen nach der Bodenprobe

Welcher Nährstoff fehlt dem Boden wirklich? Um nicht unnötig teueren Dünger auf vielen Quadratmetern Rasen ausbrigen zu müssen, hilft eine Bodenprobe, den Nährstoffmangel im Boden zu ermitterln. Der Preis für eine Bodenprobe im Labor liegt um die 15 Euro – weniger als ein 25 kg Sack Blaukorn, den man dann vielleicht einsparen kann.

Aus welcher Tiefe man die Probe entnimmt, richtet sich nach der Nutzung der jeweiligen Fläche: Bei Rasen reichen 0-10 cm Tiefe, bei Beerenobst, im Gemüse- und Staudenbeet sollte es schon spatentief sein. Bei Gehölzen braucht man je nach Größe noch Erde aus bis zu 60 cm Tiefe – das ist zwei Spaten tief. Der günstigste Zeitpunkt für die Bodenprobe ist im Herbst, wenn das Gemüse geerntet und die Pflanzen auf den Beeten abgeblüht sind. Der Boden darf jedoch noch nicht umgegraben sein. Im Frühjahr ist eine Bodenprobe ebenfalls noch möglich, dann darf aber auf keinen Fall schon Kompost auf dem Boden verteilt worden sein.

Richtig düngen nach einer Bodenprobe

Die Erde an 15 Orten einer einheitlich genutzten Fläche entnehmen. So bekommt man eine aussagekräftige Probe, die auf pH-Wert, Phosphat, Kalium und Magnesium getestet wird (Standarduntersuchung inkl. Düngeempfehlung). Darüber hinaus kann man den Boden auf seinen Humus- Salz- und Schwermetallgehalt testen lassen (Extrakosten!).
 

Richtig düngen nach einer Bodenprobe

Die Labore haben meistens Vordrucke zum Ankreuzen parat. Wichtig: Name und Adresse des Absenders, Entnahmeort (Rasen, Gemüsebeet, Staudenbeet) und woraufhin die Probe untersucht werden soll. Tipp: Keinen Zettel in die Tüte mit der Erde stecken, der ist nachher nicht mehr zu lesen.

 

Richtig düngen nach einer Bodenprobe

Nach etwa drei Wochen kommt das Ergebnis: Darin steht genau, ob und welche Nährstoffe zu viel oder zu wenig im Boden vorhanden sind. Bei Mangel bekommt man gesagt, welcher Dünger in welcher Menge im nächsten Jahr pro Quadratmeter auszubringen ist. Stickstoff wird nicht berücksichtigt, da diese Untersuchung ist nur sinnvoll, wenn die Probe kühl ins Labor kommt, was kaum machbar ist.


 
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