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Drucksprüher: Voll im Nebel

redakteur
Drucksprüher



12 Drucksprüher zeigen diesmal ihre Qualitäten: Sicher sind sie alle, doch bei Bedienung und Ergonomie gibt es deutliche Unterschiede – das zeigt unser ausführlicher Praxistest.

Nicht nur Gartenfreunde arbeiten mit einem Drucksprüher – auch bei der Wohnraumrenovierung können diese Geräte eingesetzt werden, um Tapeten abzulösen oder Grundierungen großflächig aufzubringen. Bequeme Nutzung und ein gleichmäßiges Sprühbild stehen dabei immer im Vordergrund. Sollen Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilzkrankheiten) oder Herbizide (gegen Unkraut) eingesetzt werden, kommen Sicherheitsaspekte hinzu. Denn ein Kontakt des Wirkstoffs mit der Haut oder den Atemwegen muss verhindert werden.

Selbst Billig-Drucksprüher aus dem Baumarkt und entsprechende eBay-Schnäppchen können sicher verwendet werden – das zeigt erfreulicherweise unser Test. Die Hälfte der getesteten Drucksprüher erhält die Note „gut“, kein Gerät ist schlechter als „befriedigend“ – damit ist das qualitative Niveau dieser Geräte insgesamt hoch.

Sehr robust, einfach zu nutzen und unproblematisch zu reinigen: Der Drucksprüher von Solo hinterließ bei unseren Testern den besten Gesamteindruck. Bei diesem Gerät ist auch stets direkt am Behälter ablesbar, wieviel Sprühmittel noch verfügbar ist – viele Hersteller haben sich um diesen in der Praxis wichtigen Punkt leider zu wenig Gedanken gemacht. Dieses Problem hat auch das zweitplatzierte Gerät Hobby Exclusiv 262 von Gloria – der Behälter ist nicht transparent genug. Dafür ist hier die Sprühlanze stufenlos ausziehbar – praktisch bei der Behandlung hochgewachsener Büsche und kleiner Bäume.

Unseren Preistipp kann diesmal einer der billigsten Testkandidaten erringen, der Neptun-Sprüher 480 aus dem Bauhaus- Baumarkt. Erfreulich bei diesem Gerät ist vor allem der schnelle Druckaufbau – selbst bei vielen Markengeräten muss man ausdauernd und kräftig pumpen, um den Arbeitsdruck von rund 3 bar im Druckbehälter aufzubauen. Besonders der Sprüher von Einhell und der Hobby Star von Birchmeier fielen hier negativ auf – wenigstens versprüht das Birchmeier-Gerät dann auch eine relativ große Flüssigkeitsmenge ohne weiteres Nachpumpen.

In fast alle Sprüher kann die Spritzbrühe recht einfach eingefüllt werden. Besonders gut gefallen uns die großen Einfüllöffnungen bei Solo und am 869 von Gardena – die meisten anderen Geräte verfügen zwar über eine trichterförmige Öffnung, hier kann der Benutzer aber auch nach Verschließen des Behälters mit den beigemengten Wirkstoffen in Kontakt kommen, weil sich der Trichter außen am Gehäuse befindet.

Als negativ bewerteten unsere Tester, wenn sich die restliche Flüssigkeit nach Beendigung der Arbeit nicht vollständig aus dem Druckbehälter entfernen lässt. Das Gerät Mesto Flori 3235 R wurde schon aus diesem Grund zum Schlusslicht unseres Tests.

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