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Aufsitzmäher: Jetzt will jeder mähen

Aufsitzmäher & Rasentraktor
Aufsitzmäher & Rasentraktor



Schieben – oder lieber fahren? Ein Ergebnis unseres Rasentraktor-Tests lautet, dass man auch in größeren Gärten ohne einen Schiebemäher kaum auskommt – selbst wenn man die großen, zusammenhängenden Flächen bequem mit einem Aufsitzmäher bearbeitet.

Denn die Wendigkeit der vom Fahrersitz aus gesteuerten Rasenmäher ist begrenzt. Dennoch spart ein Aufsitzmäher auf großen Rasenflächen Zeit – und macht dabei auch noch erheblich mehr Spaß.

Eine hohe Sitzposition auf dem Rasentraktor und damit gute Sicht auf den Schnittbereich, einfache Handhabung und ein sauberer Schnitt – die von den Herstellern als Aufsitzmäher oder „Ride On“ bezeichneten kleinsten Fahrmäher haben sich in unserem Test bewährt. Diese von mehreren Anbietern ausgelieferten Geräte werden von GGP in Italien gefertigt, dann allerdings mit teilweise unterschiedlicher Farbgebung, Ausstattung und Motorisierung in den Handel gebracht.

Trotz des ähnlichen Aussehens zeigte unser Test deshalb Unterschiede: So erzielte die Maschine von John Deere das beste Schnittbild des Tests, das Gerät von Honda konnte sich als bester Fänger des Schnitt- Getestet wurden sieben Aufsitzmäher und drei kleine Ra sentraktoren guts behaupten. Zugegebenermaßen sind die Unterschiede zu den anderen Aufsitzern insgesamt eher gering – und alle diese Geräte schneiden mit einem guten Ergebnis in der Endnote erfreulich positiv ab.

Nur einer der drei mitgetesteten Rasentraktoren – hier ist der Motor nicht unter dem Sitz, sondern unter einer Fronthaube angeordnet – kann den Aufsitzern Paroli bieten. Das Gerät von Roco – als Generalimporteur von Toro-Rasenmähern bekannt – macht sogar noch mehr Spaß beim Handling und konnte deshalb die Herzen unserer männlichen Tester im Fluge erobern.

Dieser Mäher mäht und fängt gut und kommt sogar noch etwas besser an Ränder und in Ecken als die Aufsitzer. Dafür ist er in der Ausnutzung seiner etwas größeren Schnittbreite leicht unterlegen – was daran liegen mag, dass der vorn liegende Motor die Abschätzung der tatsächlichen Schnittbreite etwas erschwert.

Eine durchaus gute Figur machte auch der einfach, aber robust wirkende Traktor von MTD. In der Handhabung konnte dieser Mäher Punkte sammeln, Schwächen zeigte er allerdings beim Sammeln des Schnittguts und bei der Schnittqualität. Gewöhnungsbedürftig ist außerdem, dass sich der Mäher nicht mit eingeschaltetem Mähwerk rückwärts fahren lässt – dies erschwert das Manövrieren des eigentlich sehr wendigen Geräts in engen Bereichen.

Nicht getesteter zusätzlicher Vorteil der Traktoren: Diese Maschinen lassen sich mit Zusatzgeräten wie zum Beispiel Schneeschild, Besen oder Anhänger vielseitiger nutzen als die Aufsitzmäher.

Die beiden Aufsitzmäher von Wolf Garten ähneln einem Gokart (Cart) und einem Quad (Scooter) – im Vordergrund dieser außergewöhnlich gestalteten Maschinen steht der Fahrspaß. Der nicht sehr wendige Cart ist für den Mulchbetrieb ausgelegt und für zusammenhängende Rasenflächen geeignet, die tiefe Sitzposition wird jüngeren Nutzern gut gefallen – ältere Anwender tun sich mit dem tiefen Einstieg schwer. Der Scooter fängt das Schnittgut, doch dem Mäher fehlt eine Füllstandsanzeige und eine praktikablere Leerung des gefüllten Fangsacks. Auf stärker geneigten Rasenflächen besteht zudem Kippgefahr. Beide Mäher konnten bei der Schnittqualität nicht überzeugen, sind also eher etwas für den robusten Familiengarten als für einen Zierrasen.

Zurück zum Test: Aufsitzmäher (selbst ist der Mann 03/09)

Weitere Beiträge zum Test "Aufsitzmäher" finden Sie hier:

Kommentare

Bei zusammenhängenden, nicht stark mit Büschen, Beeten oder Bäumen unterbrochenen Flächen lohnt sich der Einsatz kleinerer Aufsitzmäher ab etwa 500 Quadratmetern Rasenfläche.

Bei den kleinen Aufsitzmähern ("Rider") kann solches Zubehör nicht montiert werden. Bei den Rasentraktoren aber in der Regel schon. Das Zubehör-Angebot ist vom jeweiligen Hersteller abhängig und passt in der Regel nur an bestimmte Maschinen.

Peter Baruschke Redakteur bei selbst ist der Mann

Es stellen sich doch eigentlich 2 relevante Fragen:
1) wie groß muss die Rasenfläche sein, ab der ich mir endlich so ein Teil gönnen darf?
2) wenn schon mein rasen zu klein ist, wie steht es dann mit Zubehör wie z.B. Schneefeger etc?

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