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Pflanzenschutz
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Ist die Pflanze bereits von einer Pflanzenkrankheit befallen, hilft meist nur ein beherzter Rückschnitt oder eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel. Nicht nur vor Pilzen und Parasiten brauchen Ihren Pflanzen Schutz – auch der Winter mit Frost und Schnee verlangt dringend nach einem geeignetem Pflanzenschutz.
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Pflanzenkrankheiten

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LupePflanzenkrankheiten erkennen

Gesunde Pflanzen erfreuen das Auge und sind die Voraussetzung für eine reiche Ernte. Daher ist es sinnvoll, Pflanzenkrankheiten schnell zu erkennen und zu behandeln, ehe sich die Krankheitserreger im ganzen Beet ausbreiten. Hier finden Sie eine kompakte Übersicht über die verbreitetesten Pflanzenkrankheiten und erfahren, wie Sie sie behandeln können.

Vorbeugender Pflanzenschutz ist besser als Schädlingsbekämpfung: Untersuchen Sie Ihre Pflanzen daher regelmäßig auf Pilzbefall, Schädlinge und andere Pflanzenkrankheiten wie Feuerbrand oder Mehltau und werfen dabei einen besonders kritischen Blick auf junge Triebe – und gucken Sie den Pflanzen ruhig auch mal unter das Blatt. Denn zum Glück zeigen Pflanzen rechtzeitig an, wenn sich Pilze an ihnen zu schaffen machen.

Ehe Sie gleich zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greifen, wenn sich das Ausssehen Ihrer Pflanzen verändert, überprüfen Sie zuerst, ob für die Veränderungen an der Pflanze nicht auch Umwelteinflüsse und falsche Pflanzenpflege ursächlich sein können. Die folgende Liste fasst die häufigsten Ursachen für "scheinbare" Pflanzenkrankheiten zusammen:

  • Mehltau an RosenEin falscher Standort (zu sonnig, zu schattig, zu windig, ...) schränkt Pflanzen in Ihrem Wachstum ein
  • Wurzelfäule führt zu trockenen Blättern – meist ist Staunässe und übermäßiges Gießen schuld
  • Zu hohe Temperaturen und Hitzestau lassen Blätter sich aufrollen
  • Manche Pflanzen reagieren mit spontanem Blattabwurf, wenn der Boden zu trocken ist
  • An ungeschützten Pflanzen können späte Fröste starke Schäden anrichten
  • Tomaten reagieren auf unstete Waserversorgung mit Blütenfäule, nasses Laub ist anfällig für Braunfäule
  • Äpfel bekommen bei zu hohen Lufttemperaturen wässriges Fruchtfleisch
  • Auf nährstoffarmen Böden bilden Pflanzen häufig nur kleine Früchte
  • Konkurrierende Pflanzen im selben Beet behindern sich gegenseitig im Wuchs

Pflanzenkrankheiten erkennen & behandeln

Gut zu wissen: Vertrocknete Blätter oder tote Pflanzenteile sind nicht nur ästhetisch ein Manko, sondern auch Brutstätten für viele Krankheiten und Schädlinge. Deshalb zupfen Sie von Schädlingen, Mehltau oder Pilzen befallene Blätter einfach mit der Hand ab, abgestorbene Triebe schneiden Sie mit einer scharfen Schere weg. Bei Geranien und anderen nicht selbstreinigenden Sommerblumen ist das bei gefüllt blühenden Sorten besonders wichtig, denn die Blütenblätter verkleben bei Regen leicht und ziehen den Erreger des Grauschimmels magisch auftreten.

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Darüber hinaus gibt es auch die "echten" Pflanzenkrankheiten, die von Erregern (Pilzen, Insekten, Viren, Bakterien) verursacht werden. Diese Pflanzenkrankheiten sollten Sie schnell behandeln, um ein Übergreifen auf weiter Pflanzen zu verhindern. Denn Pflanzenkrankheiten können schnell die Arbeit eines ganzen Gartenjahres vernichten, wenn die Ernte ausfällt.

Hygiene begrenzt die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten

Hygiene ist für erfolgreiche Pflanzenpflege unerlässlich: Denn ohne saubere Werkzeuge und Pflanzhilfen, verbreiten Sie ungewollt Krankheitserreger. Befolgen Sie diese Ratschläge zur Pflanzenpflege, damit sich Pflanzenkrankheiten in Ihrem Garten nicht ausbreiten können.

  • Gartenwerkzeuge reinigen: Besonders Schneidewerkzeuge, die Sie für den Rückschnitt erkrankter Pflanzen verwendet haben, sollten nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert (Alkohol) werden.
  • Gleiches gilt für Blumentöpfe, Rankhilfen und Pflanzstäbe – am Ende der Saison gut reinigen!
  • Fallobst und Fruchtmumien regelmäßig absammeln, ehe die Schädlinge auf Nachbarpflanzen übergreifen. Befallene Früchte dienen Schädlingen auch als Winterquartier.
  • Laub zeitig entfernen: Unter feuchtem Laub "erstickt" Ihr Rasen, fault und wird anfällig für Winterrost. Zudem begünstigt feuchtes Laub die Bildung von Pilzsporen.
  • Rückschnitt erkrankter Gehölze: Schneiden Sie von Schädlingen befallene Zweige und abgestorbene Triebe großzügig zurück, um ein übergreifen auf gesunde Pflanzen zu verhindern.
  • Grünabfall, der Krankheitserreger (Bilze,Viren, Bakterien, Schädlinge) enthält gehört in den Hausmüll! Auf dem Komposthaufen würden sich die Krankheitserreger unkontrolliert vermehren und später von Ihnen im ganzen Garten verteilt!

Fotos: sidm, Thomas Heß

Typische Pflanzenkrankheiten im Überblick

In dieser kleinen Übersicht finden Sie die verbreitetesten Pflanzenkrankheiten, erfahren, woran sie die Pflanzenkrankheiten erkennen und wie Sie die befallenen Pflanzen behandeln können.

Pflanzenkrankheit

Pflanzenkrankheit erkennen

Pflanzenkrankheit behandeln

Birnengitterrost

Birnengitterrost ist eine Pilzerkrankung des Birnbaumes. Der Pilz überwintert auf den Blättern des Wacholders, den der Pilz kaum schädigt. Die Sporen trägt der Wind bis zu 500 m weit. Ab Mai zeigen befallene Birnbäume auffällige gelb-orangene Blatt-Flecken und an der Blattunterseite hervorstehende Pusteln.

Befallene Zweige rechtzeitig entfernen – das gilt für den Birnbaum wie für den Wacholder (Sporenlager an den Blättern und knotig verdickte Zweige entfernen). Vorbeugend eignet sich Ackerschachtelhalm-Jauche.

Feuerbrand

Das Bakterium Erwinia amylovora führt an Kernobst (Birne, Apfel, Quitte, aber auch Weißdorn, Eberesche, Feuerdorn und Ziersträucher) zum Absterben der Blüten, Triebe und schließlich des ganzen Baumes. Blüten und Blätter welken vom Blattstiel und vertrocknen. Wegen der  gekrümmten Form und der schwarzen Farbe scheinen die Blätter verbrannt. Die meldepflichtige Pflanzenkrankheit breitet sich seuchenartig aus!

Befalle Jungpflanzen sterben meist innerhalb weniger Wochen ab. Bei älteren Bäumen weisen die Behörden i. d. R. die Rodung an.

Kraut-/Braunfäule an Tomaten und Kartoffeln

Tomatenpflanzen zeigen an Blättern, Trieben und Früchten grauschwarze Flecken, die tief ins Fruchtfleich reichen. Die Früchte faulen, die unterseitig einen weißlichen Pilzrasen tragenden Blätter vertrocknen.
Der Pilz wird von Regen und Gießwasser auf der Pflanze verteilt. Der Pilz überwintert auch im Boden.

Tomaten sollten unter einem Foliendach geschützt vor Regen und Gießwasser kultiviert werden. Befallene Pflanzenteile frühzeitig entfernen. Kartoffeln und Tomaten nicht im selben Beet anbauen: Infektionsgefahr! Spritzungen mit Schachtelhalm- oder Brennessel- brühe zur Pflanzenstärkung, Kupfermittel bei akutem Befall.

Baumkrebs

Eine Pilzinfektion führt bei Bäumen (Apfel, Birne, Rotbuche, Esche, Eiche, ...) zu rissigen, geschwulstartigen Verdickungen an den Zweigen. Die Pilzsporen dringen durch Wunden in der Rinde ein. Neben der optischen Veränderung führt der Nectria-Pilz bei Obstbäumen auch zu Fruchfäule.

Als vorbeugende Pflanzenpflege sollten Wunde (nach Rückschnitt, Ernte, Unwetter) desinfiziert und mit Wundbalsam verschlossen werden. Stickstoffdünger sparsam verwenden. Befallene Äste werden bis tief ins gesunde Holz herausgeschnitten.

Grauschimmelfäule,
auch Grauschimmel
oder Graufäule

Die Pflanzenkrankheit erkennt man an einem pelzig-grauen Belag auf Trieben und Früchten, die faulen und schließlich absterben. Über 235 Wirtspflanzen sind bekannt (Erdbeeren, Gurken, Tomaten, Salat, Wein).

Der Pilz befällt gern geschwächte, überdüngte Pflanzen und liebt ein feuchtes Milieu. Gegenmaßnahme: mäßig gießen und düngen, Blattwerk und Früchte trocken halten, Boden als Feuchteschutz mulchen (Stroh, Rindenmulch).

Mehltau, echter

Echter Mehltau bildet auf der Blattoberseite einen abwischbaren, weißen Film. Die Blätter befallener Pflanzen (Rosen, Gurken, Äpfel) werden braun und vertrocknen. Echter Mehltau wird bei warmem, trockenem Wetter über die Luft verbreitet.

Befallene Pflanzenteile sofort entfernen. Im Gartenfachmarkt gibt es geeignete Pilzbekämpfungsmittel.

Mehltau, falscher

Falscher Mehltau bildet sein Mycel als grauen Pilzrasen auf der Blattunterseite aus. Der Pilz dringt in die Blattzellen ein und führt zunächst zu gelben Flecken, später zum Absterben des Blattes befallener Pflanzen (Radieschen, Meerrettich, Schwarzwurzeln, Salat, Kohl).

Falscher Mehltau mag es feucht, daher sollten Blattwerk und Früchte beim Gießen nicht nass werden. Kupferkalk-Gaben machen die Pflanzen widerstandsfähiger gegen den Pflanzenparasiten.

Monilia-Fruchfäule
und Spitzendürre

Der Monilia-Pilz befällt vor allem Obstbäume. Befallene Früchte faulen komplett durch (milchkaffeefarben) und zeigen zusätzlich konzentrische weiße Pilz-Ringe auf der Frucht. Die Früchte fallen i. d. R. ab, können aber auch als Fruchtmumien am Baum verbleiben.
Befällt der Pilz bei feuchtem Wetter die Blüte, verursacht er das Absterben der Triebspitze, was sich in vertrocknenden Zweigenden noch während der Blüte zeigt.

Da der Pilz in befallenen Zweigen und Früchten überlebt, müssen kranke Pflanzenteile komlett entfern und entsorgt (Hausmüll) werden.

Sternrußtau oder
Schwarzfleckenkrankheit

Die befallenen Pflanzen (Rose, Lorbeer) zeigen an den Blättern typische schwarzbraune Flecken, die sich sternförmig ausbreiten. Die befallenen Blätter vergilben und fallen schließlich ab.

Da der Pilz wie viele seiner Verwandten Feuchtigkeit schätzt, gilt auch beim Diplocarpon rosae: Blattwerk trocken halten! Ausreichender Pflanzabstand sorgt für Durchlüftung und Besonnung.


 
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