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Stauden schneiden

sonderheft
LupeStauden schneiden
Der richtige Rückschnitt kann bei Stauden zu einem ordentlichen Blütenschub führen. Foto: John Glover / Alamy

Stauden sind ausdauernde Pflanzen, die mehrere Jahre blühen und fruchten. Aus den Knollen und Zwiebeln treiben die Stauden nach dem Winter immer wieder aus. Die regelmäßige Pflege sowie der richtige Schnitt sorgen bei Stauden für steten Blütennachschub. Stauden remontieren – sie blühen erneut, wenn man sie nach der Hauptblüte richtig schneidet.

Die meisten Stauden wachsen auch bei wenig Pflege gut, regelmäßige Arbeiten wie das Entfernen von Unkraut und verwelkten Blüten sollten Sie allerdings nicht vernachlässigen. Gut entwickelte Stauden sind auch bei der Wassergabe genügsam. Nur bei anhaltend heißem Wetter sollten Sie die Pflanzen abends reichlich gießen. Der Boden sollte dabei feucht werden, damit die Wurzeln genug Wasser aufnehmen können. 

Mit dem Schnitt können Sie die Anzahl und Größe der Blüten beeinflussen. Wenn im Frühjahr die ersten Triebe erscheinen, werden die schwachen Triebe abgeschnitten und nur die kräftigen Triebe stehen gelassen. Diese werden so noch kräftiger wachsen und größere Blüten hervor bringen.

Welken die Blüten von Rittersporn, Lupine, Katzenminze, Schafgarbe, Flockenblume oder Sommersalbei, schneiden Sie die Stauden gut eine Handbreit über dem Boden ab und geben ihnen etwas Volldünger. Die Pflanzen treiben wieder aus und bilden neue, wenn auch spärlichere Blüten. Das geht auch bei Frauenmantel, der nach der Blüte oft völlig ramponiert aussieht. Die neuen Blätter bleiben dann bis zum Herbst schön.

Im Herbst werden dann die meisten Stauden bis fast auf den Grund gekürzt, nachdem die Blütezeit vorbei ist. Nur die Stauden werden stehen gelassen, die aufgrund ihrer Früchte in der Winterzeit als Vogelfutter dienen. Nicht winterharte Stauden sollten Sie ins Winterquartier bringen, damit die Pflanze frostfrei überwintern kann.     

Rosen, Hortensien und Co. schneiden

  • Als Faustformel gilt: Wenn die Forsythien blühen, können Sie die Rosen schneiden. Die Rosenarten werden allerdings zu unterschiedlichen Jahreszeiten und auf verschiedene Weisen geschnitten.
  • Hortensien schneiden oder nicht? Sie brauchen tatsächlich einen regelmäßigen Schnitt. Die Art gibt die Schnittweise vor.
  • Lavendel verholzt von unten. Daher muss man Lavendel schneiden, wenn man nicht einen großen, kahlen Lavendelstrauch im Garten haben will.
  • Im Sommer wie im Winter muss man Blauregen schneiden. Und je mehr junge Triebe Sie schneiden, desto früher blühen sie.
  • Damit die dornigen Zweige nicht zu lang werden, sollten Sie die Bougainvillea schneiden, sobald die Hochblätter nach jedem Blütenschub vertrocknet sind.
  • Ginster ist zwar schön anzusehen, doch einige Arten können sich unbeschnitten innerhalb kürzester Zeit vermehren. Wenn Sie Ginster schneiden, haben Sie aber kein Problem mit einer Überwucherung.

Rückschnitt mit Gartenschere oder Staudensichel vornehmen

Der Rückschnitt gelingt am besten mit einer Gartenschere oder speziellen Staudensicheln, die sehr viele Halme auf einmal kappen. Bei robusten Bodendeckern können Sie sogar eine Stabheckenschere als Sense nehmen und den Schneidkopf dafür abwinkeln.

Wichtig ist, dass das Werkzeug immer scharf ist, damit die Pflanze auch richtig geschnitten und nicht gequetscht wird. Beim Rosenschnitt ist es zudem wichtig, dass die Schere sauber und desinfiziert ist, damit keine Krankheitserreger übertragen werden. Nach der Nutzung sollten die Werkzeuge gereinigt werden, damit die Pflanzensäfte nicht festtrocknen. Elektrische Gartenwerkzeuge müssen jährlich gewartet werden, damit die Sicherheit gewährleistet ist.

Fotos: Thomas Heß

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