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Kompost

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LupeKompost
Wer kompostiert, kann nicht nur Geld für Blumenerde und Düngern sparen, sondern auch für die Abfallentsorgung. Foto: airborne77 - Fotolia

Kompost kommt von Komposition – behaupten einige Gärtner. Recht haben sie! Denn der Kompost ist alles andere als eine wilde Müllkippe für Gartenabfälle. Nur in einem richtig angelegten Kompost fühlen sich Mikroorganismen wohl und verwandeln Blätter, Rasenschnitt oder Zweige in wertvollen Humus.

Ist Humus das Gleiche wie Kompost?

Humus ist nicht das Gleiche wie Kompost, aber Humus entsteht bei der Verrottung. Gebildet wird der Humus bei der mehrwöchigen Nachrotte, allerdings wird nur ein Teil des Komposts zu Humus zersetzt. Humus beschreibt einen Zustand des Bodens, der besonders fruchtbar ist. Er hat eine dunkle, braune Farbe und riecht intensiv nach Waldboden.

Kompost herstellen ist kein Hexenwerk. Und es geht umso schneller, je feiner das Ausgangsmaterial ist. Daher müssen große Äste vorher mikrobengerecht zerkleinert werden. Der Komposthaufen muss direkt auf dem Gartenboden stehen, damit auch Regenwürmer Zugang haben. Tipp: Spezielle Kompoststarter oder Beschleuniger sind überflüssig: Eine Schaufel mit reifem Kompost tut es auch. Ist der Kompost zu nass, kann er unangenehm riechen. Daher die nassen Abfälle wie Obstreste immer mit trockenen Holzhäckseln oder Laub vermischen. Für frischen Rasenschnitt hat sich übrigens das Mischen mit Zeitungspapier gut bewährt.

Unter einem Baum oder einer Hecke trocknet der Kompost auch im Sommer nicht aus, und die Mikroorganismen bleiben aktiv. Fehlen größere Bäume, sät man einfach Kürbisse auf dem Kompost aus und lässt ihn von deren Blättern beschatten. Ist der Kompost richtig angelegt, beginnt die Verrottung der Gartenabfälle. Frischen Kompost sollten Sie nach drei bis sechs Monaten einmal umsetzen. Nach etwa einem Jahr ist der Kompost reif bzw. fertig. Dann wird er gesiebt und kann in den Gartenboden eingebracht werden.

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Kompost: Was darf hinein?

  • Neben den Gartenabfällen wird auch aus allen organischen Küchenabfällen wie Obst-, Salat- oder Gemüseresten, Eierschalen oder Kaffeefiltern inklusive Kaffeesatz guter Kompost. Sogar Küchentücher und Zeitungen sind geeignet, soweit sie nicht farbig gedruckt sind.
  • Schalen von Südfrüchten schimmeln schnell und sollten vermieden werden. Auch von Bananenschalen wird abgeraten, da diese meist behandelt sind und zu langsam verrotten.
  • Gänzlich ungeeignet sind Fleischreste und gekochte Lebensmittel, da sie Ratten magisch anziehen.
  • Asche von unbehandeltem Holz aus dem Kamin kann in geringen Mengen auf den Kompost, Kohleasche dagegen nicht, da sich in ihr Schwermetalle konzentrieren.
  • Giftpflanzen und fauliges Obst aus dem Garten können bedenkenlos kompostiert werden, sogar Rosen mit Mehltau, da sich die Krankheit nur auf lebendem Gewebe ausbreitet. Tabu sind jedoch Unkräuter mit Samen und Pflanzen mit Viruserkrankungen.

Den Kompost kann man auf unterschiedliche Arten anlegen. Die klassische Weise ist der Komposthaufen (auch Kompostmiete genannt), bei dem das Ausgangsmaterial zerkleinert aufgeschichtet wird, aber nicht höher als 1,5 Meter. Offene Komposter sind aus Holzpaletten gebaute Vierecke. Sie sind preiswert und einfach aufzubauen. Sowohl beim Komposthaufen als auch beim offene Komposter kann der Kompost im Sommer austrocknen, weshalb Sie ihn ab und zu gießen sollten, damit er nicht zu trocken wird (oder Sie nutzen den Kürbis-Trick). Geschlossene Komposttonnen sind ideal für kleine Gärten. In den geschlossenen Behältern des Thermo- oder Schnellkomposters kann man viele Küchenabfälle kompostieren. Aber auch mit diesem System lässt sich das regelmäßige Umsetzen des Komposts nicht vermeiden, denn nur mit einer regelmäßigen Durchmischung verrotten die Abfälle.


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Kompostieren spart Geld

Die gute Sache an einem Komposter: Man spart nicht nur das Geld für Blumenerde und Dünger, sondern auch Müllgebühren. In vielen Abfallwirtschaftsgesetzen der Bundesländer sind Paragrafen enthalten, die das Aufstellen von Kompostern belohnen. Müll vermeiden soll (auch finanziell) attraktiver werden! Bürgern, die Grün- und Gehölzschnitt sowie ihre Küchenabfälle für den Eigenbedarf kompostieren, wird ein Teil der Müllgebühren erlassen. Ihnen gewährt die Kommune den sogenannten "Gebührenabschlag für Eigenkompostierer". Je nach Gemeinde und Müllaufkommen spart jeder Haushalt zwischen 50 bis zu etwa 200 Euro im Jahr an Müllgebühren! Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, ob es eine solche Regelung auch an Ihrem Wohnort gibt. Von sich aus wird Sie die Verwaltung nicht aufmerksam machen, dass Sie vielleicht zu viel bezahlen.

Foto: airborne77 - Fotolia


 
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