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Hortensien schneiden

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LupeHortensien schneiden
Üppig blühende Hortensien sind für jeden Garten eine Zierde. Foto: buntgemischtes_pixelio

Soll ich die Hortensien schneiden oder nicht? Mit dieser Frage zum Rückschnitt der Hortensie beschäftigen sich jedes Jahr aufs Neue viele Gartenfreunde. Die Antwort: Hortensien brauchen regelmäßig einen Schnitt. Ein falscher kann jedoch die gesamte Blütenpracht für ein Jahr ruinieren! Denn die einzelnen Hortensienarten werden unterschiedlich geschnitten.

Ab wann blühen Hortensien?

Eine grobe Orientierung bietet die Faustregel: Spätblühende Hortensien können im Winter zurückgeschnitten werden, frühblühende sollten nicht zurückgeschnitten werden. Ganz entscheidend für das ob und wann beim Hortensien schneiden ist die Hortensien-Sorte, die in Ihrem Garten wächst. Da die meisten Hortensien am Vorjahresholz ihre Knospen bilden, wirkt sich ein später Rückschnitt negativ auf die Blütenbildung im kommenden Jahr aus!

Es gibt Garten-Hortensien mit ball- oder kugelförmigen Blüten oder mit flachen, tellerförmigen Blütenständen. Je nach Säuregrad des Bodens bilden sich blaue (stark sauer) oder rosa (alkalisch) Blüten aus. Die Blütezeit beginnt Ende des Sommers bei beiden Garten-Hortensien. Geschnitten wird sie jährlich zum Anfang des Frühjahrs. Dabei werden nur schwache und schadhafte Triebe bis zur Basis entfernt. Bei Bedarf kann eine Verjüngung gegen Ende des Frühjahrs stattfinden. Dabei wird das alte Holz entfernt, um das Wachstum junger Knospen anzuregen. Allerdings verzichten Sie so auf eine Blühsaison. Praxistipp: Die Blütenstände nach der Blüte stehen lassen. Sie sind nicht nur dekorativ im Winter, sie schützen zugleich auch die darunter liegenden Knospen. 

Hortensien schneiden

Bauernhortensien bilden die Blütenansätze für das nächste Jahr schon im Herbst und werden daher im Frühjahr nur von den alten Blütenständen befreit. Schneiden Sie die trockenen Blütenstände dieser Hortensien direkt über dem letzten Knospenpaar der einzelnen Zweige ab.

Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) bilden ihre Blüten dagegen nur an den im Frühjahr neu gebildeten Trieben und werden daher im April komplett bis auf 20 cm zurückgeschnitten. Bei Rispenhortensien nimmt man ebenfalls im April alle abgeblühten Triebe auf gut 40 cm zurück. So bleiben die Sträucher kompakt und bilden viele Blüten. Sollen Rispenhortensien meterhoch werden, schneiden Sie die Sträucher im April auf 20 cm zurück. Durch den kräftigen Rückschnitt bei Schneeball-Hortensie und Rispen-Hortensie verdoppelt sich pro Saison die Zahl der Triebe, die Hortensie wird immer kompakter! Praxistipp: Wird der Strauch zu dicht, entfernen Sie beim Herbst-Rückschnitt einfach ungünstig platzierte Verästelungen bis unter den Erdboden.

Bei Teller-, Riesenblatt-, Eichenblatt- und Samthortensien genügt es in der Regel, im Februar/März den alten Blütenstand dicht oberhalb des ersten intakten Knospenpaars zu entfernen. Zeitgleich können Sie auch im Winter abgestorbene oder erfrorene Triebe zurückschneiden (Triebe auf Höhe der ersten gesunden Knospen abschneiden). Wollen Sie die Pflanzen grundlegend auslichten, kürzen Sie nun auch alte Triebe bodennah ein.

Ein Sonderfall ist die Kletterhortensie: Ein stärkerer Rückschnitt der Kletterhortensien kann erforderlich sein, wenn sich die Triebe schon weit vom stützenden Mauerwerk oder Rankgitter entfernt haben. Damit die Kletterhortensie nicht umkippt oder abbricht, sollten Sie weit ausladende Triebe rechtzeitig entfernen – auch wenn der Verlust der Blüten vielleicht schmerzt.

Foto: wiw

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