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Anleitung: Hecke schneiden

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LupeHecke schneiden

Damit Ihre Gartenhecke schön grün und dicht wächst, ist ein regelmäßiger Heckenschnitt nötig. Wann Sie die Hecke schneiden, welche Heckenschere sich am besten eignet und was beim Heckenschneiden noch zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Der erste Schnitt Ihrer Hecke

Bei Heckengehölzen, die von Bäumen abstammen (Feldahorn, Hainbuche und Rotbuche) sollte schon im Pflanzjahr ein ordentlicher Rückschnitt der Triebspitzen erfolgen, um ein stark verzweigendes Wachstum anzuregen!

Nadelgehölze (wie Thuja, Koniferen) hingegen brauchen ein Jahr Ruhe, um gut anzuwachsen. Ab dem 2. Standjahr können Sie die Nadelgehölz-Hecke jährlich zurückschnieden – auch wenn diese noch nicht ie gewünschte Höhe aufweist.

PRAXISTIPP: Gerade bei Nadelgehölz-Hecken ist die Form beim Heckenschnitt wichtig: Die Trapez-Kontur (oben schmal, unten breiter) lässt überall ausreichend Licht an die Heckenpflanze – so vermeiden Sie kahle, braune Stellen und sorgen für eine dichte Hecke.

Wann sollten Sie Ihre Hecke schneiden?

Für den Hauptschnitt sollten Sie auf den Johannistag (24. Juni) warten. Dann haben die Heckenpflanzen den sogenannten Johannistrieb bereits ausgebildet (Ende der Hauptwachstumsphase der Pflanzen). Der Vorteil: Der Heckenschnitt bleibt lange erhalten ohne erneut zu verwuchern! Außerdem haben zu diesem Zeitpunkt die heimischen Vogelarten ihre Brutpflege (Mai/Juni) meist schon abgeschlossen – sollten Sie früher mit dem Heckenschnitt beginnen, stellen Sie sicher, dass sich keine nistenden Vögel in der Hecke befinden!

Bei jungen Hecken sind bis zu vier Schnitten im Jahr nicht ungewöhnlich. Meist genügt es hier aber, einzelne Zweige mit der Astschere zu kappen, um die Wuchsform der Hecke herauszuarbeiten.

PRAXISTIPP: Kahle, braune oder vergreiste Stellen in der Gartenhecke sollten Sie bereits im Februar oder März ausreinigen.

Wie schneiden Sie Ihre Hecke?

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Ob Sie mit der elektrischen Heckenschere oder der klassischen Hand-Heckenschere schneiden ist heute eher eine Frage der Fitness. Bei langen Hecken erleichtern elektrische Heckenscheren (ob kabelgebunden oder im Akkubetrieb) die Arbeit.

Schneiden Sie die Flanken der Hecke in langen, kreisförmigen Zügen von unten nach oben. Die Oberseite der Hecke stutzen Sie ebenfalls in bogenförmigen Bewegungen mit leicht zu Ihnen gekippter Heckenschere.

PRAXISTIPP: Schneiden Sie die Hecke nicht in der prallen Sonne! Die jungen, frei gelegten Blätter und Triebe verbrennen dann leicht (etwa bei Buchsbaum und Ilex).

Wie oft sollten Sie pro Saison schneiden?

Die Schnitthäufigkeit hängt in erster Linie von der Gehölzart ab und von Ihren Vorlieben: Mögen Sie lieber den naturnahen, verwilderten Garten oder das klassische Ideal den französischen Formschnitts? Folgende Richtwerte zum Heckenschnitt haben sich etabliert:

  • 1 x im Jahr: Hainbuche, Rotbuche, Liguster, Berberitze, Scheinzypresse, Lebensbaum
  • 2 x im Jahr: Feldahorn, immergrüne Eibe,
  • Häufiger: Buchsbaum (bei Formschnitt)

PRAXISTIPP: Um gelbe Buchsbaum-Spitzen im Winter zu vermeiden, sollten Sie Buchs ab August nicht mehr schneiden. So haben die neuen Triebe noch Zeit bis zu den ersten Frösten auszureifen.

Nachbarschaftsrecht: Hecke setzen & schneiden

Die Gartenhecke soll ja in den meisten Fällen den Blick über den Gartenzaun unterbinden. Dennoch enttehen viele Nachbarschaftsstreitigkeiten um die Frage, wie hoch eine Hecke wachsen darf.

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In den Bauordnungen der Länder wird auch die Grenzbepflanzung mit zugehörigen Mindestabständen geregelt – in den wenigsten Gesetzen sind Höhenbegrenzungen festgeschrieben. Als Faustregel gilt: Bei einem Abstand von 50 cm zur Grundstücksgrenze darf die Hecke bis zu 200 cm hoch wachsen. Um diese Platzverschwendung zu vermeiden, einigen sich Nachbarn meist gütlich (in einem mündlichen Vertrag) auf das gemeinsame Pflanzen der Hecke auf der Grundstücksgrenze.

Wächst eine Hecke deutlich über die 2m Höhe hinaus, tendieren Gerichte dazu, siee wie Bäume (bzw. Bauwerke) zu behandeln und können einen Rückschnitt anordnen, wenn der Nachbar (z. B. durch Schattenwurf) benachteiligt wird.

PRAXISTIPP: Handeln Sie bei Problemen rechtzeitig! Stört Sie die Wuchshöhe von Nachbars Hecke, sollten Sie Ihren Nachbarn zügig daruf ansprechen und um einen kräftigen Heckenschnitt bitten. Geht er darauf nicht ein, können Sie klagen. Doch Achtung: Ihr Recht auf Klage verjährt nach 5 Jahren, handeln Sie innerhalb dieser Frist nicht, darf Nachbars Hecke weiter in den Himmel wachsen!

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Foto: Gardena


 
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Kommentare

Es ist wichtig Heckenpflanzen (z.B.) richtig schneiden: (http://www.lebensbaum-thuja.de/thuja-schneiden)

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