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Strom im Garten verlegen

redakteur
LupeStrom im Garten: Erdkabel verlegen

Für den Elektriker gilt der Garten als Feuchtraum. Wer also Strom im Garten wünscht, sollte darauf achten, dass alle Komponenten der Elektroinstallation – vom Erdkabel bis zur Außensteckdose – mit Nässe und Spritzwasser zurechtkommen.

Wasser leitet Strom und ist daher quasi der natürliche Feind jeder Elektroinstallation im Außenbereich. Eindringende Feuchtigkeit gefährdet nicht nur die Funktion der angeschlossenen Geräte wie Gartenleuchten, Teichpumpen und Torantriebe, sondern bedeutet Lebensgefahr für den Anwender. Besondere Vorschriften für Strom im Garten sollen deshalb sicherstellen, dass Feuchtigkeit nicht in elektrische Installationen eindringen kann. Falls doch, müssen Sicherheitseinrichtungen für die Abschaltung des betroffenen Stromkreises sorgen. Bei allen Arbeiten an der Elektroinstallation oder elektrisch betriebenen Anlagen ist Sicherheit das oberste Gebot.

Achtung: Vor Beginn der Arbeiten müssen Sie unbedingt für Spannungsfreiheit sorgen – ziehen Sie den Stecker oder schalten Sie die Sicherung ab und messen Sie nach, ob der Stromkreis tatsächlich spannungsfrei ist. Sorgen Sie dafür, dass der Stromkreis nicht unbeabsichtigt wieder eingeschaltet werden kann.

Erdkabel verlegen

Zur Bauanleitung

Bei allen Gartenleuchten und Außensteckdosen, die im Erdreich verlaufende Zuführungen erhalten, verwenden Sie aus Sicherheitsgründen nur spezielle Erdkabel (etwa NYYJ 2G), die mit der Nässe im Boden kein Problem haben. Werden Außenleuchten nur zeitweise aufgestellt und nur mit einen Stecker angeschlossen, reichen die Gummikabel, mit denen Sie auch Ihre Gartengeräte betreiben können. Dauerhaft verlegte Netzkabel müssen vergraben und gesichert werden, am besten in flexiblen Leerrohren, die auch noch einen späteren Austausch von Kabeln ermöglichen. Ideal ist es, Kabel schon bei der Gartenanlage zu verlegen, um später nicht die Beete zu verwüsten. Wer nicht sicher ist, wo er später einmal Strom braucht, kann die Leerrohre auch auf Verdacht legen und das Kabel später einziehen.

Wenn Sie die 80 cm tiefen Gräben für die Stromkabel ausheben, gehen Sie Stück für Stück vor und schließen den Graben gleich wieder. Sonst müssen Sie die Seitenwände der Schächte unbedingt gegeneinander abstützen, damit sie nicht einbrechen. Üblich sind 3-polige Erdkabel mit gelbgrünem Schutzleiter. Wer aber gleich ein 5-poliges Kabel verlegt, kann daran eine Steckdose, gleichzeitig aber auch noch eine Gartenleuchte oder ein Gartengerät anschließen und dieses unabhängig von der Steckdose ein- und ausschalten. So haben Sie im Prinzip zwei Kabel, müssen die aufwendigen Erdarbeiten zum Verlegen des Kabels aber nur einmal auf sich nehmen.

FI-Schalter nachrüsten

Leitungen im Außenbereich müssen separat über einen eigenen Automaten im Sicherungskasten abgesichert werden. Außerdem sollte im Zählerkasten oder in der Unterverteilung ein FI-Schutzschalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) installiert werden. Dieser misst den hin und zurück fließenden Strom und kappt die Stromzufuhr sofort, wenn er minimale Unterschiede feststellt – z. B. wenn das Kabel beschädigt wurde. Nur dieser Schutzschalter bietet einen optimalen Personenschutz, da Haushalts-Sicherungen erst bei sehr hohen (und dann meist tödlichen) Strömen abschalten. Im Zweifel Geräte über einen FI-Zwischenstecker (adapter für die Steckdose) anschließen.

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