Tipp Nr. 1
KOSTENLOSE PLANUNGSHILFE:
Baumschulen und Landschaftsgärtner
bieten oft kostenlos Hilfe
bei der Planung an, wenn sie
später am Verkauf der Pflanzen
verdienen. Allerdings lohnt es
sich, wie bei allen Arbeiten rund
ums Haus, die Preise zu vergleichen
bzw. Kostenvoranschläge
einzuholen. Mitunter neigen
Gärtner dazu, sehr viele Pflanzen
in die Planung aufzunehmen
oder bereits große Exemplare zu
beschaffen, die wesentlich teurer
als Jungpflanzen sind.
Tipp Nr. 2
SCHNELLE LÖSUNGEN SIND TEUER:
Erhebliche Kosten verursachen
nicht nur Änderungen durch ungünstig
platzierte Gestaltungselemente,
sondern auch Wünsche nach schnellen Lösungen. So übersteigen
die Preise für bereits
große Gehölze die kleinerer Exemplare
um ein Vielfaches. Im
übrigen wachsen Jungpflanzen
leichter an als alte und holen den
Vorsprung in wenigen Jahren auf.
Tipp Nr. 3
PFLANZEN SELBST VERMEHREN:
Die Vermehrung von Gartenpflanzen in Eigenregie lohnt sich durchaus. Beispielsweise von Blütensträuchern, die durch Steckhölzchen gewonnen werden, von Blütenstauden, die sich einfach teilen lassen, oder von Kübelpflanzen aus Stecklingen.
Tipp Nr. 4
GRÜNDÜNGER SÄEN:
Provisorisch lassen sich freie
Flächen sehr preiswert mit Gründüngerpflanzen freundlicher gestalten. Dazu dienen neben
Gelbsenf und Bienenfreund auch
Sonnenblumen. Dazu die Samen
in den vorbereiteten Boden einharken.
Sie gehen in wenigen Tagen auf und bilden bald einen dichten Bewuchs, der im Sommer reichlich blüht. Gründüngerpflanzen tragen auch zur
Bodenverbesserung bei.
Tipp Nr. 5
GÜNSTIGE BAUSTOFFE:
Die Kosten der Gartenanlage werden
im wesentlichen von Art,
Größe und Anzahl der Pflanzen
sowie von Art und Qualität der
Baustoffe bestimmt. So sind Naturbaustoffe
wie etwa Granitpflastersteine teurer als Pflastersteine
aus Beton. Manchmal sind
Baustoffe mit kleinen Mängeln
oder auch Restposten günstiger
zu bekommen. Erhebliche Preisunterschiede
gibt es zwischen exklusiven,
handgefertigten Baustoffen
und handelsüblichen Industrieprodukten
„von der Stange“.
Tipp Nr. 6
SAMMELBESTELLUNGEN:
Häufig gilt: Je größer die Bestellmenge,
desto günstiger der Preis. So können sich beispielsweise Sammelbestellungen mit Nachbarn und Freunden günstig
auf die Kosten auswirken. Stellen
Sie Preisvergleiche an, und
handeln Sie Rabatte aus. Projekte
wie Heckenpflanzung oder
Zaunbau gemeinsam ausführen.
Tipp Nr. 7
SCHOTTER STATT PFLASTER:
Sollen größere Flächen befestigt
werden, ist zu überlegen, vorerst
nur die wichtigen Wege und
Plätze richtig und endgültig zu
pflastern. Für weniger genutzte
Nebenwege und Zweitsitzplätze
genügt provisorisch ein grober
Schotterbelag. Dieser kann später
immer noch mit wertvolleren
Materialien belegt werden.
Tipp Nr. 8
EIGENLEISTUNG ZAHLT SICH AUS:
Besonders im Garten kann Mithilfe
Kosten senken. Für viele
Arbeiten ist nur eine Fachkraft
nötig, die mit entsprechenden
Kenntnissen und Fertigkeiten
die Baustelle leitet. Vorbereitungen,
Zu- und Nacharbeiten
können Hilfskräfte erledigen.
Dies gilt insbesondere beim
Mauern und Pfl astern sowie
beim Bepflanzen.
Tipp Nr. 9
MASCHINEN NUTZEN:
Maschinen, die bereits beim
Hausbau vor Ort sind, sollten
Sie gleichzeitig bzw. im Anschluss
für die Gartenanlage
nutzen. Beispielsweise für den
Erdaushub einer Regenwasserzisterne,
einen Teich oder Fundamente.
Solange der Bagger
auf der Baustelle ist, sparen Sie
sich die Anfahrtkosten.
Tipp Nr. 10
MATERIALIEN AUFBEWAHREN:
Mutterboden, der beim Aushub
der Baugrube anfällt, sollten Sie
nicht abtransportieren lassen,
sondern geschützt lagern und
später für die Gartenanlage verwenden.
Felsen und Natursteine,
die beim Aushub zutage
gefördert werden, lassen sich
später beispielsweise für den
Bau von Trockenmauern oder
einen Steingarten verwenden.
Tipp Nr. 11
BÄUME SCHÜTZEN:
Erhaltenswerte Bäume sollten
Sie von Anfang an in die Planung
einbeziehen. Versehen Sie
sie während der Bauphase
sicherheitshalber mit einem
Stammschutz, damit die Rinde
möglichst nicht verletzt wird.
Verletzte Bäume sind anfällig
für Pilzkrankheiten.
Tipp Nr. 12
MASCHINEN AUSLEIHEN:
Geräte, die in der Regel nur bei der
Gartenanlage gebraucht werden,
wie Bodenfräsen, Minibagger oder
Betonmischer, können Sie kostengünstig
ausleihen – die Anschaffung
lohnt in der Regel nicht. Geräte,
die später für die Pflege
gebraucht werden, aber nicht oft
zum Einsatz kommen, lassen sich
unter Umständen gemeinsam mit
den Nachbarn anschaffen.
Tipp Nr. 13
VORSICHT, SONDERANGEBOT:
Preiswert ist nicht immer den
Preis wert. Das gilt beispielsweise
für Sonderangebote an Gartenpflanzen. Wer Pflanzen nur
des günstigen Preises wegen
erwirbt, wird früher oder später
unweigerlich mit Folgekosten
rechnen müssen. Zum Beispiel
dann, wenn die Edelrosen aus
dem Supermarkt nicht richtig
anwachsen und durch neue ersetzt
werden müssen.
Tipp Nr. 14
QUALITÄT ZAHLT SICH AUS:
Achten Sie beim Pflanzenkauf
auf Gütezeichen (z. B. ADR-Siegel
bei Rosen) und lassen Sie sich,
falls die Gewächse vom Fachbetrieb
gepflanzt werden, eine
Anwachsgarantie geben. Pflanzen,
die innerhalb einer vereinbarten
Frist das Zeitliche segnen,
werden kostenlos ersetzt.
Tipp Nr. 15
FOLGEKOSTEN VERMEIDEN:
Guter Rat ist besonders bei der
Gartengestaltung teuer oder,
besser gesagt, wertvoll. Zwar
verursacht die Beratung oder
Planung durch eine Fachkraft in
der Regel zunächst zusätzliche
Kosten. Sie macht sich aber
langfristig bezahlt, da oft erhebliche
Folgekosten durch Rodungen
falsch platzierter Bäume
und Sträucher oder durch notwendige
Änderungen der Gartenanlage
erspart bleiben.
Wer ein Haus baut oder kauft, hat oft wenig Geld für die Gartengestaltung übrig. Wie Häuslebauer, Garten-Einsteiger und passionierte Hobbygärtner so manchen Euro sparen können, erfahren Sie hier.
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