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NABU-Ratgeber Vogelfütterung im Winter

redakteur
LupeNABU-Ratgeber Vogelfütterung im Winter

Gegen maßvolles und richtiges Füttern ist nichts einzuwendenWinterfütterung macht Menschen einfach Freude. Doch damit die Freude an der Fütterung nicht vergeht und den Vögeln auch wirklich geholfen wird, sollten einige Regeln berücksichtigt werden: Gefüttert werden sollte nur bei Dauerfrost unter -5 °C und einer geschlossenen Schneedecke. Bei diesen Witterungsbedingungen finden die Vögel nur schwer Nahrung. Außerdem verbrauchen die Tiere jetzt ausgesprochen viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund 40°C gegenüber der Umgebungstemperatur aufrecht zu erhalten.

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Vögel, die jetzt eine künstliche Futterquelle aufsuchen, sollten sich allerdings auch auf dieses Angebot verlassen können. Die Futterstelle muss deshalb von nun an regelmäßig aufgefüllt werden. Auch für die Futterstelle selbst sollten Winterfütterer einige Grundsätze beachten. Ganz wichtig ist es, dass Schnee und Regen auch bei starkem Wind das Futter nicht durchnässen. Feuchtes Futter verdirbt leicht und vereist. Um das Übertragen und Ausbreiten von Krankheitserregern zu vermeiden, sollten die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Ideal sind daher Futtersilos, in denen sich keine Nahrungsreste sammeln können.

Regelmäßige Reinigung

NABU-Ratgeber Vogelfütterung im WinterJosef Tumbrinck, NABU NRW

Wer herkömmliche Futterhäuschen benutzt, sollte diese regelmäßig mit heißem Wasser reinigen und nur wenig Futter nachlegen. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Futterstelle frei und an einer für Vögel überschaubaren Stelle steht. So können sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen. Auch sollten die Futterstellen mindestens zwei Meter von der nächsten Glasscheibe entfernt aufgestellt werden. Nicht alle Vögel fressen Körner. Für Körner- und Allesfresser eignen sich neben Futterhäuschen auch Futterglocken und Meisenringe. Zu den Körnerfressern zählen vor allem Finken, die sich auch im Sommer vorwiegend von Körnern und Sämereien ernähren. Mit ihren robusten, dicken Schnäbeln sind sie auf diese Art der Ernährung spezialisiert. Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amsel, Star, Zaunkönig oder Heckenbraunelle suchen sich ihre Nahrung – tierische Kost und sehr feine Sämereien – gerne am Boden. Ihnen kann man eine Zeit lang mit Obststückchen, Rosinen, getrockneten Wildbeeren, Kleie oder Mohn aushelfen. In heißem Öl getränkte Haferflocken sind für viele Weichfutterfresser ein besonderer Leckerbissen. Gewürzte und gesalzene Speisen oder Brotreste sind als Vogelfutter überhaupt nicht geeignet.

Nur Lebensraumschutz ist wirksamer Vogelschutz

NABU-Ratgeber Vogelfütterung im WinterNABU NRW

Einen kalten Winter zu überleben, ist für Standvögel eine Herausforderung. Doch die Suche nach geeigneten Lebensräumen mit einem ausgewogenen Nahrungsangebot, Brutmöglichkeiten und der nötigen Ruhe für die Aufzucht des Nachwuchses wird für viele Vögel zunehmend zu einer schwierigeren Aufgabe. Nicht kalte Winter, sondern die Entwässerung von Feuchtgebieten, Flurbereinigung, Überdüngung, Gifteinsatz und naturferne Forste sind die eigentlichen Gefahren. Den vielen Zugvogelarten wird mit der Winterfütterung ohnehin nicht geholfen. Wer mehr wissen möchte, kann Einzelexemplare der NABU-Broschüre "Vögel im Garten - schützen, helfen und beobachten" beim NABU Infoservice, 53223 Bonn bestellen.


 
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