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Konnys Tipp der Woche - Amerikanische Gartenliege

Konnys Tipp der Woche - Amerikanische Gartenliege

Auswanderer Konny Reimann hat wieder einen Heimwerker-Tipp für Euch – diesmal: Gartenliege bauen.

In Texas scheint die Sonne reichlich. Wenn man dann am Moss Lake sitzen will, kann man sich den entsprechenden Gartenstuhl im Baumarkt kaufen – oder sich die Sonnenliege selbst bauen – wie unser Bauplan-Thema (05/2002) aus Lärchenholz zeigt.

Ehrlich gesagt bin ich in diesem Falle „faul“ und kaufe. Aber in Amerika ist der Kram auch günstiger zu kriegen. Wenn Ihr also selbst Hand anlegen wollt, baut Euch so ein Schmuckstück aus Lärche-Hobelleisten. Dank der verstellbaren, extrahohen Rückenlehne und des Hockers für die Füße sitzt man darin super-bequem. Kein Wunder: Seine Vorbilder stammen aus dem Norden von Amerika, dem Mutterland des Komforts. Auf seinen breiten Armlehnen ist Platz für Buddel, Glas oder Tasse, und ein Köcher am Sitz nimmt Euch, falls nötig, die Sonnenbrille oder Zeitung ab. Und wenn Ihr ihn im Herbst wieder einmottet, verwandelt er sich dank vorklappbarer Lehne in ein kompaktes Paket.

Konny HockerZunächst einmal zum Hocker. Die Formen der beiden Stützbretter, die überblattet jeweils ein Bein bilden, findet Ihr im Maßstab 1:1 auf unserem Bauplan. Dort sind übrigens auch die nach unten konisch zulaufenden Querschnitte der Sitzleisten zu sehen. Ein Trick, der dazu führt, dass die Breite der Ritzen in den Rundungen von Hocker- und Sesselsitz in etwa gleich breit ausfällt wie in den geraden Flächen. Das Anschrägen der Sitzleisten mit dem Hobel ist knifflig; leichter geht’s mit der Tischkreissäge. Aber die Arbeit lohnt sich, da das Ergebnis besser aussieht. Damit die Sitzleisten flächig auf Querzarge und den oberen Enden der Stützbretter aufliegen, sind deren Rundungen abgeflacht. Dazu ist es sinnvoll, wenn Ihr eine Querzarge nach Bauplanschablone exakt ausschneidet, die Schrägen mit Bleistift auf die nur grob zugeschnittenen oberen Beinrundungen übertragt und am Schleifteller bündig schleift.

Bauplan bestelllen

Bauanleitung Garten-Hocker selbst bauen

Vor der Montage solltet Ihr die Kanten bearbeiten. Und auch wenn’s bei uns selten regnet, gilt dabei im Sinne des konstruktiven Holzschutzes die Regel: nach oben weisende Kanten mit dem Viertelstabfräser mit Anlaufring abrunden, damit das Wasser ablaufen kann, untere Kanten nur leicht brechen, damit es dort abtropft. Sowohl die vorderen Längszargenrundungen als auch die hinteren Räder und die Stützbretter unter den Armlehnen haben einen Durchmesser von 210 mm. Daher solltet Ihr mit einer Schablone aus einem Reststück mitteldichter Faserplatte (MDF) und dem Bündigfräser arbeiten. Die Achslöcher der Räder bohrt am besten mit dem 30-mm-Forstner-Bohrer, das ist so ein Flacheisen mit Dorn. Falls Ihr den Schablonentrick bei den Rückenbretter-Schrägschnitten mangels Tischkreissäge nicht anwenden könnt, schneidet sie mit der Stichsäge zu.

Bauanleitung Holzräder selbst bauen

Bauanleitung Rückenlehne + Gestell selbst bauen

Schlichtet die Schnittflächen anschließend mit dem Hobel. Die Abstufung der zunächst gleich langen Rückenbretter macht das Ganze schicker – sie gelingt am besten, wenn Ihr diese zunächst nur mit Distanzplättchen unten 20 mm überstehend auf die Konturbretter legt. Dann zieht Ihr die beiden Bretter neben dem mittleren um etwa 20 und die beiden äußeren um 60 mm nach unten. Wenn Ihr nicht gepfuscht habt, füllen Rückenbretter und Distanzstücke ganz genau die vom unteren Konturbrett vorgegebene und von den Aufdoppelungen markierte Breite. Wenn Ihr eins der innen liegenden Verbindungsbretter der insgesamt jeweils dreiteiligen Längszargen genau zugeschnitten habt, geht’s ans Bündigfräsen. Damit Wasser besser abläuft, auch der Längszarge an der Oberseite eine Rundung verpassen. Nach der Montage der Sitzbretter folgt, und zwar von innen, die der Beine, die genau in der Flucht liegen müssen. Sie sind am unteren Ende aufgedoppelt. Das Füllstück vergrößert die Standfläche und dient als Auflager für die Längszargen.

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