history back
ANZEIGE
Mehr Artikel zum Thema
Gartenhaus & Carport
ANZEIGE
ANZEIGE
Was ist wann im Garten zu tun?
GartenkalenderAlle Tipps in unserem Gartenkalender »
Zu den Kommentaren (3)

Acryl-Stegplatten

redakteur
LupeAcrylglas: Stegplatten verlegen

Doppelstegplatten aus Acrylglas eignen sich gut, um leichte Verglasungen im Über-Kopf-Bereich durchzuführen. Die Doppelstegplatten sind nicht nur leucht und äußerst lichtdurchlässig, sondern auch schlagzäh und wärmeisolierend. Doppelstegplatten aus Acrylglas können Sie leicht selbst verlegen – als Terrassenüberdachung, als Fensterersatz im Gartenhaus oder zur Ausfachung eines Gewächshauses!

Unterkonstruktion für Stegplatten

Die tragende Unterkonstruktion muss nach den Regeln des Holz- bzw. Metallbaus ausgeführt werden. Sie muss so stabil und biegesteif sein, dass sie alle Schnee- und Windlasten aufnehmen und risikolos für die Platten abtragen kann. Besonders bei Holzkonstruktionen sollten unbedingt nur verwindungsfreie Träger verwendet werden, wofür Holzleimbinder besser geeignet sind als Holzbalken.

Bei der Tragkonstruktion ist zu berücksichtigen, dass die Stegplatten so verlegt werden müssen, dass die Stegrichtung gleich der Gefällerichtung bzw. gleich der Wasserlaufrichtung ist.

Grundwissen zum Verlegen von StegplattenPlane Verlegung

Bei planen Überdachungen gewährleistet nur die ausreichende Dachneigung von mindestens 5 ° (entspricht 90 mm Gefälle auf 1 m Plattenlänge), dass das Regenwasser abfließt und die Verbindungen dicht sind. An der porenlosen Oberfläche von PLEXIGLAS® kann Schmutz kaum haften, so dass ab diesem Mindestgefälle im allgemeinen eine Reinigung durch das Regenwasser erfolgt

Grundwissen zum Verlegen von StegplattenEingebogene Verlegung: 1 = Radius, 2 = Stichhöhe, 3 = Spannweite, 4 = Bügel, 5 = Bügelabstand, 6 = Bogenlänge, 7 = Deckleiste

PLEXIGLAS ALLTOP® Stegplatten dürfen nur plan verlegt werden. Die schlagzäh modifizierten Typen PLEXIGLAS RESIST® SDP und PLEXIGLAS HEATSTOP® SDP können jedoch auch kalt gebogen montiert werden, z. B. für Tonnengewölbe-Dächer. Dabei darf der Minimalradius von 150 x Plattendicke nicht unterschritten werden. Beim Bügelabstand ist die Ausdehnung und die Falz- bzw. Einspanntiefe von mind. 15 mm zu berücksichtigen.

Meist wird vor dem Verlegen die vorbereitete Unterkonstruktion mit Lasuren oder Lacken behandelt. Damit die beim Trocknen entstehenden Dämpfe die Platten nicht angreifen, muss vor deren Montage die Unterkonstruktion einige Wochen ablüften.

Querstöße vermeiden! Platten möglichst mit voller Dachlänge verwenden. Falls nicht möglich, ist die Unterkonstruktion so zu gestalten; dass zwei sich mit Abstand überlappende Dachteile entstehen

Hitzestau unter Doppelstegplatten vermeiden

Grundwissen zum Verlegen von StegplattenOberseite der Tragkonstruktion

Sonnenstrahlung heizt dunkle Gegenstände auf. Befinden sich diese in Kontakt oder unmittelbarer Nähe von Verglasungen, kann stellenweise ein Hitzestau entstehen, der gefährliche Materialspannungen hervorruft. Hierdurch können sich in den Platten Rissschäden ergeben. Diese sind zu vermeiden, wenn die den Platten zugewandten Flächen etwas Abstand haben und dauerhaft weiß bzw. reflektierend angelegt werden, z. B. mit weißer lichtbeständiger Dispersionsfarbe (wasserverdünnbar, lösungsmittelarm, für Außenanwendung, z. B. Fassadenfarbe) oder Aluminiumfolie (z. B. durch Antackern auf Holz, Ankleben auf lackiertem Untergrund.

Diese Vorbereitung der Oberseiten der Tragkonstruktion ist auch erforderlich für imprägniertes und sogar naturbelassenes helles Holz, wobei Alu-Folie auch schädliche Ausdünstungen des Holzes eindämmt.

Naturfarbene Alu-Profile schließen Hitzestaus im allgemeinen aus. Sind sie farbig eloxiert, so muss die den Platten zugewandte Seite von der Eloxierschicht, z. B. durch Überschleifen, befreit werden, um wieder alufarbig strahlungsreflektierend zu wirken.

Wärmedämmmaterialien, Schaumstoffe u.ä. sind unmittelbar hinter sonnenbe-
schienenen Platten zu vermeiden, d. h. Platten z. B. nicht mit (auch weißem) Styropor®, Holzverschalung usw. hinterfüttern. Innenschattierungen (Rollos, Jalousien, Stores usw.) müssen weiß bzw. reflektierend sowie plattenverträglich sein und sollten einen belüfteten Abstand von mindestens 120 mm zur Verglasung haben. Breite, kastenartig abgeschlossene Flächen unter/hinter den Platten sind zu vermeiden. Diese entstehen z. B. durch doppelte Anordnung von Blenden oder Dichtprofilen über der Pfette im Traufenbereich und können – sogar bei reflektierender/weißer Auskleidung! – rissauslösenden Hitzestau ergeben! Deshalb Kasten vermeiden, d.h. nur ein Dichtprofil setzen .

Verlegeprofile, besonders deren obere sonnenbestrahlte Klemmschienen, sollen ebenfalls hell sein (naturfarbenes Aluminium, weißes Hart-PVC). Wird jedoch mit einem zusätzlichen, die Schrauben verdeckenden Deckprofil verlegt, kann dieses auch von dunkler Farbe sein, da es gemäß unseren Untersuchungen keinen übermäßigen, die Platten schädigenden Hitzestau auf das darunterliegende Klemmprofil überträgt. Kritisch sind nachdunkelnde Werkstoffe von auf die Verglasung reichenden Blenden, wie z. B. Kupfer. Keine breiten, schwarzen Gummideckleisten verwenden! Dichtprofile mit dunkler Farbe sind nur dann hinsichtlich Hitzestau ohne Risiko, wenn sie nicht breiter als 15 mm sind.

Richtige Montage der Acrylglas-Stegplatten


Während bei Innenanwendungen z. B. Raumteilern, abgehängten Decken usw., die Platten ohne Rücksicht auf die Stegrichtung auch waagerecht montiert werden können, sind sie bei Außenanwendung mit ihrer Stegrichtung immer in Gefälle-, d. h. Wasserlaufrichtung zu verlegen! Nur so kann Kondenswasser am unteren Plattenende austreten und Algen- und Moosbildung in den Platten-Hohlkammern vermieden werden.

Für die Stirnseiten der Platten gilt für Außenanwendung die grundsätzliche Regel (auch für Dreieck-Zuschnitte): Unten so dicht wie nötig – oben so dicht wie möglich!

Dies bedeutet für unten liegende Stirnseiten, dass die Kammern gegen Eintritt von Schmutz, Wasser und Insekten weitgehend zu schützen sind, jedoch eine Belüftung der Hohlräume vorhanden sein muss und ein Austreten oder Verdunsten von Kondenswasser stattfinden kann! Sind die Platten an den Stirnseiten nicht in dafür geeignete Profilsysteme gefasst, ist die Maßnahme hierzu das Aufschieben eines Plattenprofils (von vorne, nicht seitlich!) nach Entfernen des jeweiligen werkseitig aufgebrachten Transportschutzes (z. B. Klebeband o. ä.),

Die Regel bedeutet für oben liegende Stirnseiten, dass die Kammern gegen Eintritt von Schmutz und Wasser zu verschließen sind und ein Luftdurchsatz möglichst vermieden wird. Maßnahmen hierzu:
a) entweder nur Aufschieben eines Plattenprofils
b) oder zusätzlich Umkleben der Stirnseite mit einem AIu-Klebeband. Hinweis: An der oberen Stirnseite kann das werkseitig als Transportschutz vorhandene Klebeband unter dem Plattenprofil verbleiben!
c) oder Aufschieben eines Plattenprofils und Zukleben dessen seitlicher Öffnungen mit AIu-Klebeband als optimale Kombination.

Grundwissen zum Verlegen von StegplattenWandanschluss WAND-PROFI

Bei geneigten Überdachungen müssen die Platten gegen Abrutschen gesichert werden. Dazu sind z. B. Alu-Abschlusswinkel an den Verlegeprofilen im Traufbereich anzubringen. Daran haben die Platten durch ihr Eigengewicht unten einen Fixpunkt, d. h. die Längendehnung wirkt sich nur am oberen Plattenrand aus und muss dort durch entsprechendes Dehnungsspiel aufgefangen und überdeckt werden. Dafür wird als Wandanschlussprofil WAND-PROFI eingesetzt, dessen Dichtlippe jeweils am Verlegeprofil ausgeklinkt wird.

8.5 Oberflächenvergütete Seiten von Stegplatten werden verlegt
-> nach oben/außen:
- HEATSTOP-Beschichtung (= Sonnenhitze-Reflexion)
-> nach unten/innen: C-Struktur (dadurch nicht verschmutzend)
-> wahlweise nach außen oder innen, d. h. richtungsunabhängig:
- NO DROP 1)-Oberfläche,
- ALLTOP-Vergütung (da allseitig).

Musterbestellung und Bezug: www.plexiglas-shop.com

Zurück zum Artikel Stegplatten aus Plexiglas >>


 
×
Warum möchten Sie diesen Beitrag melden?
Danke für Ihre Nachricht. Wir werden den Beitrag prüfen und ggf. löschen.
Schließen
Kommentare

Eine sehr interessante Montageanleitung.

Einige kleine Anmerkungen:
Viele Kunden unterschätzen , wie wichtig es ist, die obere Seite der Stegplatten komplett zu verschließen. Die Oberseite sollte absolut dicht sein. Für die Traufseite empfehlen wir ein offenes Klebeband: Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Klebebändern mit einer Membran gemacht. So kann evtl. auftretende Feuchtigkeit entweichen.

Eine langlebige Alternative zur Alu Verlegeprofilen sind PVC Verlegeprofile in Fensterqualität. Diese lassen sich besonders leicht DIY Heimwerkern verlegen.

Nähere Infos unter www.lichtplatte-onlineshop.de

Ihr Team vom Baustoffhandel Carstensen

Zu den Stirnkanten der Stegplatten möchte ich noch eine präzisere Anmerkung machen.

Es gibt spezielle AntiDUST-Bänder in zwei Ausführungen für die Kammerenden. Für das obere Kammerende ein geschlossenes und für das untere ein perforiertes, so dass über Kapillarkräfte zwar Kondensat austreten, aber keine Schmutzpartikel oder Insekten in die Kammern können.

http://eshop.andreasponto.com/Verlegezubehoer/Tapes:::11_13.html

LG

Andreas

Sehr guter Artikel über den Aufbau von Stegplatten. Eventuell wäre es noch gut zu erwähnen, dass es diverse Profilsysteme auf dem Markt gibt, mit denen man die Stegplatten befestigt. Neben den Schraubprofilen, die als ein Ganzes geliefert werden, gibt es nämlich auch schon Klickprofile. Hier besteht z.B. das Mittelprofil aus zwei Teilen. Das untere Teil wird auf dem Holzbalken festgeschraubt und das obere Teil wird dann einfach raufgeklickt. Dies ist also eine noch einfachere Art und Weise und man sieht keine Schrauben von der Oberseite.

Für Wintergärten gibt es dann noch extra Profilsysteme, wo auf der Unterseite diverse Kanäle eingebaut sind. Diese sorgen dafür, dass sich keine Luft und Wasser unter das Verlegeprofil sammelt und das Holz nicht rottet.

Weitere Informationen zu den Verlegeprofilen finden Sie auch unter: https://www.dwz-shop.de/gruppe,dwz_e,de/vlf,vlf-sp,sp-vp,stegplatten-ver...

DWZ - Ihr Partner für Dach und Wand

Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.