Fußbodenheizung: Fliesen / Vinyl

Wollen Sie auf einer Fußbodenheizung Fliesen oder Vinyl verlegen ist dies meist unproblematisch. Sie sind als Bodenbeläge grundsätzlich Laminat oder Parkett vorzuziehen, da sie die Wärme wesentlich besser aufnehmen und weitergeben. So müssen Sie Ihre Fußbodenheizung weniger stark beheizen.

Auf einer Fußbodenheizung Fliesen oder Vinyl zu verlegen, ist optimal: Die Materialien haben einen besonders niedrigen Wärmedurchlasswiederstand und eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Dies ist ein eindeutiger Vorteil gegenüber dickeren Bodenbelegen wie Laminat und Parkett. Vorsichtig sollten Sie vor allem bei Teppichböden sein. Ein flächendeckender Teppich bremst nicht nur den Wärmeaustausch, es sind auch längst nicht alle Teppiche geeignet, sie sicher auf einer Fußbodenheizung zu verlegen.

 

Fußbodenheizung: Fliesen

Keramische Fliesen und Natursteine haben eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit und einen sehr niedrigen Wärmedurchlasswiderstand, der meist um die 0,01 m² K/W liegt. Die Fußbodenheizung kann deshalb niedrig eingestellt und der Raum sehr schnell aufgeheizt werden. Neben diesen energetischen Vorteilen, die Ihnen niedrige Heizkosten bescheren, vertragen Fliesen die Wärme auch gut; die Gefahr von Fugen- und Rissbildung wie bei Holz- und Holzwerkstoffböden ist bei fachgerechter Verlegung kaum zu erwarten. Wichtig: Dazu muss man z. B. einen geeigneten Fliesenkleber verwenden und durchgehende Dehnungsfugen einplanen.

selbst.de-Fazit: Ohne Fußbodenheizung eiskalt, mit Fußbodenheizung mollig warm: Fliesen sind der ideale Bodenbelag für diese Art der Raumerwärmung und ohne Einschränkung zu empfehlen.

 

Fußbodenheizung: Vinyl

Sofern der Hersteller angibt, dass sich der Belag für Warmwasserfußbodenheizung eignet, kann man ihn problemlos darauf verlegen. Wichtig auch hier: der Wärmedurchlasswiderstand. Je nach Dicke und Material schwankt der Wert. Bei einem 3,5 mm starken PVC-Belag mit Schaumrücken beträgt der Wärmedurchlasswiderstand ungefähr 0,05 m² K/W, bei einem 2 mm starken Boden liegt er bei nur noch ca. 0,02 m² K/W. Sie können die Heizung also niedriger stellen als bei Hartbelägen wie Parkett oder Laminat, um auf die gleiche Raumtemperatur zu kommen. In jedem Fall empfehlenswert: eine vollflächige Verklebung des Bodens.

Über gesundheitliche Gefahren streiten sich schon seit Jahrzehnten Hersteller, Institute und Wissenschaftler. Weichmacher KÖNNEN erbgutschädigend sein – und sind in den meisten PVC-Belägen enthalten. Schäden wurden bislang aber nur bei Tieren eindeutig nachgewiesen. Bei den gesetzlich vorgeschriebenen Konzentrationen in Bodenbelägen soll es angeblich keine Probleme geben.

selbst.de-Fazit: PVC-Beläge sind pflegeleicht, meist problemlos zu verlegen, oft preiswert und ziemlich robust (Nutzungsklassen: 21 für leichte, 22 für mittlere, 23 für intensive Nutzung). In Kombination mit Fußbodenheizung sind sie auch angenehm warm.

Heizung
 

Fußbodenheizung: Laminat/Parkett

Ganz unproblematisch verhalten sich Parkett und Laminat auf einer Fußbodenheizung nicht

 

Fußbodenheizung: Linoleum

Linoleum ist heutzutage als Bodenbelag eher selten anzutreffen, in Kombination mit einer Fußbodenheizung sorgt er jedoch für eine angenehme Wärme. Das Material ist besoners hochwertig, belastbar und wirkt sogar trittdämpfend. Als Belag über einer Fußbodenheizung ist Linoleum gut geeignet. Es leitet die Wärme zwar nicht so gut weiter wie Fliesen, ist aber wesentlich durchlässiger als dicke Holzbelege wie Laminat oder Parkett. Auch hier ist es jedoch wichtig, dass das Linoleum sauber mit dem Untergrund verklebt wird.

selbst.de-Fazit: Linoleum ist sehr belastbar, auch gegenüber thermischen Belastungen. In Kombination mit einer Fußbodenheizung sorgt Linoleum für angenehm warme Füße.

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Elektrische Fußbodenheizung

Gerade im Bad kann die elektrische Fußbodenheizung ihre Vorteile gut ausspielen

 

Fußbodenheizung: Teppich

Viele Teppichböden, selbst preiswerte Exemplare aus Möbelhäusern, können auf Fußbodenheizung verlegt werden. In der Regel ist dies nicht nur schriftlich im Prospekt, sondern auch in Form eines Piktogramms auf der Teppichrückseite angegeben. Am besten achten Sie auch auf die Auszeichnung mit dem Teppichsiegel, dass die Europäische Teppichgemeinschaft vergibt. Ebenso gut: das TÜV-Umweltsiegel bzw. das Siegel von Natureplus. Wie bei PVC-Belägen empfiehlt sich eine vollflächige Verklebung.

selbst.de-Fazit: Teppichboden – ob Textil-, Natur- oder Kunstfaser – ist schon von vornherein ein warmer Belag. In Kombination mit einer Fußbodenheizung bekommt man eher Schweiß- als Eisfüße.

Fotos: Hersteller

Quelle: selbst ist der Mann

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