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11 Antworten (Letzter Beitrag)
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Jonas

Spritzen statt malen?

Ich habe eine Frage. Und zwar stehe ich kurz vor einem riesigen Fiasko - es soll ein Haus gestrichen werden. Innen. Zwei Geschosse. 220 Quadratmeter Wohnfläche. Komplett. Die Wände sind teilweise mit sehr lackartigen Farben in recht schrillen Tönen gestrichen worden, grellrot, klassisch schwarz, moosgrün.

Antreten sollen mein Vater und ich. Jedenfalls denkt er sich das so, "die zwei, drei Tage dauert es dann halt". Das halte ich für erheblich untertrieben. Wir müssen den ganzen Quatsch ja auch noch abkleben. Das dauert mehr als 'ne ganze Woche, zumal wir beide nicht gerade Profis sind.

Jetzt habe ich beim Baumarkt das Angebot gesehen, so einen potenten Kompressor samt Schlauch und Spritzpistole zu mieten, um die Farbe so an die Wand zu blasen. Klingt für mich nach Rettung in letzter Sekunde. Meine Frage: Funktioniert das gut; funktioniert es überhaupt?

Danke für's Helfen.

Jonas

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illbert

Re: Spritzen statt malen?

Ich sehe dabei mehrere Hinderungsgründe:
- Wandfarbe ist ziemlich dickflüssig und hat im Vergleich zu Lacken relativ grobe Bestandteile. Ich glaube nicht, dass man sie spritzen kann.
- Überleg dir, welcher Aufwand es wäre, all die Eimer Farbe in den kleinen Becher der Spritzpistole umzufüllen.
- Gegen den Sprühnebel müsste man wirklich ALLES dicht abdecken, was keine Farbe abbekommen soll

Zudem habe ich zu allen vermeintlichen 'Wunderwaffen' beim Streichen eine Art 'Einheitsmeinung': Wenn es gut funktionieren würde, würden es die Profis auch tun. Und ich habe noch nie einen Maler Wände spritzen sehen.

An eurer Stelle würde ich mit den altbekannten Mitteln - sprich der guten alten Rolle arbeiten. Man kann sich aber die Arbeit erheblich leichter machen, wenn man Farbe in guter Qualität verarbeitet. Diese würde ich versuchen, über einen Malerbetrieb oder Fachgroßhandel zu beziehen und nicht aus dem Baumarkt. Die Handwerkerqualitäten sind doch was anderes als der Endkonsumentenkram.

Gruß
illbert

n/v

Re: Spritzen statt malen?

"illbert"wf2 schrieb:

- Überleg dir, welcher Aufwand es wäre, all die Eimer Farbe in den kleinen Becher der Spritzpistole umzufüllen.[/quotewf2]

Dafür gibt es Spritzpistolen, die über einen Schlauch Farbe aus einem Eimer ansaugen können. Im übrigen stimme ich Dir aber zu.

H.

Airless-Discounter

Re: Spritzen statt malen?

"illbert"kpf schrieb:
Und ich habe noch nie einen Maler Wände spritzen sehen.[/quotekpf]

Zeit ist Geld, deshalb spritzt inzwischen fast jeder Maler. Der Nachteil beim Airless-Verfahren ist, dass man alles abkleben muss. Deshalb lohnt sich der Aufwand erst ab einer bestimmten Fläche.

In dem genannten Fall sollte es sich aber ganz bestimmt lohnen.

n/v

Re: Spritzen statt malen?

Airless-Spritzen im Innenraum - das wird eine riesige Sauerei.
Es gibt aber Niederdruck-Sprühsysteme, mit denen man Wandbeschichtungen gut aufbringen kann. Diese werden auch von Malern benutzt.
So etwas gibt es zum Beispiel von Wagner.
Vermutlich wird es das beste sein, ein für Wandfarben geeignetes System auszuleihen.

Peter Baruschke Redakteur bei selbst ist der Mann

Airless-Discounter

Re: Spritzen statt malen?

Hallo Peter,

das Niederdruck- oder HVLP-Verfahren eignet sich zur Applikation von Lackfarben z.B. für Türen oder Heizkörper. Dispersionsfarbe also Wandfarbe eignet sich auf Grund seiner Viskosität nicht für die Anwendung mit Niederdrucksystemen.

Dispersionsfarbe wird deshalb auch im Innenbereich mit dem Airlessverfahren aufgebracht. Mit dem richtigen System, ein wenig Erfahrung und einer ausreichenden Abdeckung lässt sich so sehr schnell arbeiten und einiges an Zeit sparen. Dieses gilt besonders für mittlere und Großprojekte.

Gruß vom Airless-Discounter

n/v
Mattes

Re: Spritzen statt malen?

Moin.
Ich kann nur abraten vom "spritzen" der Wände.
Habe das zwar schon desöfteren gesehen, da wurden aber gr. Hallen etc. gespritzt.
Eine riesige Sauerei, anders kann man das nicht nennen.

Und ob deine Innenraumfarbe auf der alten "lackartigen" Farbe überhaupt hält oder deckt, ist wieder eine andere Frage.

n/v
ostSeh

Re: Spritzen statt malen?

hallo,

der thread ist zwar älter. ich würde ihn jedoch gerneaufgreifen. ich konstatiere:


spritzen ist eine riesen sauerei in wohnräumen und lohnt sich erst ab einer gewissen fläche....


ich habe eine alte gepäckhalle eines bahnhhofs. unterm dach ist diese relativ scharz, an den wänden braun. da ich das licht bejötige, wil ich den hölzernen untergrund mit einer leim-kreidefarbe so hell wie möglich machen. und das spritzen, wie früher in den ställen kalk gespritzt wurde. ungelöschter glaube ich. der kreidefarbe kann aber fürden unteren bereich noch latex im anteil wie wasser zugemischt werden. dadurch  wird es abriebfest.

das ist mein plan.

bei norma gab es nun kürzlich eine art spritzgerät für genau diesen zweck. leider konnte ich es nicht nachbestellen. weiß jemand, wo es sowas geben könnte (kraft??) und ob sich die methode auch optimieren ließe. wie gesagt, dreck ist erstmal kein problem weil erst danach geputzt wird. nur schnelligkeit und haftung (grund-)


danke

küma

n/v
ostSeh

Re: Spritzen statt malen?

hallo,

der thread ist zwar älter. ich würde ihn jedoch gerneaufgreifen. ich konstatiere:


spritzen ist eine riesen sauerei in wohnräumen und lohnt sich erst ab einer gewissen fläche....


ich habe eine alte gepäckhalle eines bahnhhofs. unterm dach ist diese relativ schwarz, an den wänden braun. da ich das licht benötige, will ich den hölzernen untergrund mit einer leim-kreidefarbe so hell wie möglich machen. und das spritzen, wie früher in den ställen kalk gespritzt wurde. ungelöschter glaube ich. der kreidefarbe kann aber für den unteren bereich noch latex im anteil wie wasser zugemischt werden. dadurch  wird sie abriebfest.

das ist mein plan.

bei norma gab es nun kürzlich eine art spritzgerät für genau diesen zweck. leider konnte ich es nicht nachbestellen. weiß jemand, wo es sowas geben könnte (kraft??) und ob sich die methode auch optimieren ließe. wie gesagt, dreck ist erstmal kein problem weil erst danach geputzt wird. nur schnelligkeit und haftung (grund-)


danke

küma

n/v

Re: Spritzen statt malen?

Moin,

ich kann mir die Klugsch..erei gerade nicht verkneifen. Ungelöschten kalk kann man nicht spritzen. Denn wenn man wasser dazutut, ist es Löschkalk Wink


"Farbspritzen" in manigfaltiger Ausprägung gibt es u.A. von Wagner. Ich habe so ein Dingen W665 von Wagner. Für Anstriche auf normalen Wänden würde ich nach wie vor die gute alte Rolle präferieren. Aber beim Streichen einer abgehängten Decke aus Spanplattenstreifen hat mir das Ding super Dienste geleistet. Auch, wenn ich hinterher aussah wie der hier...

... Und so viel Farbe in die Klüsen bekommen habe, dass ich dachte, ich sitze in 'ner Schneekugel. Geeignete Schutzausrüstung ist beim Decke-Spritzen also echt angesagt. Ob man so eine Kreide-Tunke auch spritzen kann, vermag ich nicht zu sagen. Wenn da aber eh noch irgendwelche Bindemittel beigemischt werden, kannst du doch auch gleich zu normaler Wandfarbe oder anderen Alternativen greifen. Ein echt kundiger Malermeister (leider inzwischen verstorben) hat hier mal für solche Anstriche "Lucite Housepaint" empfohlen.


Alter Bahnhof und Gepäckhalle klingt extrem spannend - was für ein Projekt ist das denn?

Ciao

illbert


EDIT: Ich muss mich korrigieren. Ich habe gerade noch mal nachgelesen. Lucite Housepaint ist nicht für Innenräume geeignet.


Die Behauptung, es gäbe keine blöden Fragen, ist nur Promotion für blöde Antworten.

Re: Spritzen statt malen?

Für große Flächen sind die Wagner-Geräte schon super. Man muss zwar abkleben (und zwar so fest, dass der "Sprühwind" die Verklebung nicht abreißt) - doch dann geht die Arbeit viel schneller als mit der Rolle.
Für eine Halle oder einen größeren Hausflur funktioniert das prima. In kleinen Räumen würde ich allerdings tatsächlich eher zur Rolle greifen.

Peter Baruschke Redakteur bei selbst ist der Mann