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5 Antworten (Letzter Beitrag)
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Gast

Gutes muss nicht teuer sein!

Jedermann ist beim Einkauf darauf bedacht, seinen Bedarf mit möglichst wenig Geld und gelichzeitig hoher Qualität zu decken. Bei einigen Produkten gilt das Motto "Gutes muss nicht teuer sein!" Doch kann man dieses auf die menschliche Arbeitsleistung mit seiner ganzen Komplexität umsetzen??? Der Preis (Grundverrechnungssatz) resultiert in erster Linie aus den Löhnen, die unsere Mitarbeiter erhalten und den Lohnnebenkosten. Daraus ergibt sich, dass geringe Stundeverrechnungssätze nur bei niedrigen Stundenlöhnen möglich sind! Doch wie sieht es dann mit dem Ausbildungsstand und der Motivation der Mitarbeiter aus? Dass gerade bei der menschlichen Arbeitskraft "Qualität seinen Preis hat", haben Sie sicherlich bei Ihnen selbst schon erfahren, genauso gilt dieses für uns. Ein angemessener Preis muß kein überhöter Preis sein, und manchmal kann man es sich nicht leisten, "billig einzukaufen". Ich bitte doch einmal darum diesen Gedanken einmal vor Augen zuführen. Heimwerken ist in Ordnung! Im angemessenen Masse schon. Aber es geht auch manchmal über die Fähigkeiten eines Heimwerkers hinaus und da sind wir Fachleute doch gefragt. Mit meinen Hilfen hier möchte ich mein möglichstes geben um den Heimwerker zu helfen. Ich selbst mache manche Arbeiten, die ich mir zutraue, selbst. Aber manche überlasse ich lieber dem Fachmann und spare mir damit viel Zeit und Ärger. Ich grüße hiermit alle Heimwerker und stehe weiterhin für Fragen zur Verfügung. Mit farbenfrohen Gruß Malermeister Beckmann


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Gast

Re: Gutes muss nicht teuer sein!

es gibt kaum etwas auf dieser welt,
das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte und die menschen, die sich nur am preis orientieren, werden die gerechte beute solcher machenschaften.
es ist unklug, zuviel zu bezahlen,aber es ist noch schlechter,
zuwenig zu bezahlen.
wenn sie zuviel bezahlen,verlieren sie etwas geld, das ist alles.

wenn sie dagegen zuwenig bezahlen,verlieren sie manchmal alles,
da der gekaufte gegenstand die ihm zugedachte aufgabe nicht erfüllen kann.

das gesetz der wirtschaft verbeitet es , für wenig geld viel wert zu erhalten.

nehmen sie das niedrigste angebot an müssen sie für das risiko,
das sie eingehen, etwas hinzurechnen.
und wenn sie das tun, dann haben sie auch genug geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

nach gedacht john ruskin

hier geschrieben vom miles

ps. nicht jeder der einen gessellen bzw. einen meisterbrief hat
ist ein fachmann.
beruf=berufung .

ich persönlich habe in meinen beruflichen umfeld sehr gute
arbeiten von s.g.laien gesehen bei denen ich sagen musste hut ab.

bei manchen arbeiten von s.g. kollegen muss ich immer wieder
etwas schütteln (und wenns nur der kopf ist).

n/v
Gast

Re: Re: Gutes muss nicht teuer sein!

Sicherlich habt ihr Profis eure Berechtigung, aber nicht umsonst heißt es "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann". Ich habe bei der Renovierung meiner jetzigen Wohnung sicherlich einige tausend Mark Handwerkerkosten gespart und kann mir auch noch selbst auf die Schulter klopfen. Meine Freizeit kostet mich nämlich nix, weil ich Spaß am basteln habe. Naja, ich habe es aber auch nicht anders gelernt - bei uns zu Hause wurde immer alles selbst gemacht, soweit nicht direkt sicherheitsrelevant.

Und wenn ich an die Maler denke, die meine Fenster lackiert haben, läuft's mir kalt den Rücken runter. Die Kollegen sind reingekommen, haben sich erst mal das Bier aufgemacht, von dem ich dachte, dass es nur im Klischee existiert, um dann anschließen mit ein wenig Sandpapier auf den Rahmen herumzuwischen und anschließend wahnsinnig dekorative Lacknasen auf den Rahmen anzubringen.

Und nun traue ich mich kaum noch, eine wirkliche Fachfrage zu stellen Können Sie mir einen Wasserverdünnbaren klarlack nennen, der schnell trocknet und trotzdem richtig glatt zieht. Den guten Möbel-und Parketlack von sadolin gibt es leider in der alten Form nicht mehr -(

n/v
Gast

Re: Re: Gutes muss nicht teuer sein!

Wenn ich einen Handwerker bestellen würde, der als allererstes die Bierflasche öffnet, der würde sofort den "Abflug" machen ohne daß er einen Handschlag gemacht hätte.
Falls ich das versäumt haben sollte, dann wüßte ich aber zu mindest, wie ich reklamieren kann.
Es müßte doch eigentlich der Grundsatz lauten "Keine vernünftige Arbeit, kein Geld!"
Kann es sein, daß den Leuten die Motivation gefehlt hat. Vielleicht war die Entlohnung nicht so groß, daß der Wille für vernüftige Arbeit auch nicht so groß war.
Der Markt selektiert doch eigentlich solche "Vögel". Die kann man nicht weiter empfehlen.
Hier muß wohl der niedrige Preis ausschlaggebend für die Beauftragung gewesen sein.

Zur Eigenleistung kann ich jeden nur gratulieren. Es muß aber auch richtig sein was man macht.
Ich habe schon Leute gesehen, die mit Wandfarbe Fenster gestrichen haben oder die mit Hochglanzlack ihre Flecken auf der Wand ausgebessert haben. Der Laie denkt meistens nicht ans Abklebband und wenn, dann drückt er es nicht fest an.
"Schuster, bleib bei Deinen Leisten!" Man kann aus Unwissenheit viel verkehrt machen.
Einigemale habe ich auf Baustellen erlebt, daß der Laie seine Pinsel mit Verdünnung auswäscht und diese dann durch den Ausguß gießt. Nebenbei bemerkt ist das ein Umweltvergehen.
Da werden Lackdosen gekauft, wo man weiß, daß man sie nicht aufgebraucht und dann eintrocknen nach dem sie Jahre lang im Regal standen. Dann werden sie weggeworfen. Ob das der Umwelt dienlich ist?
Wir Fachleute werden ausreichend und regelmäßig überprüft und es wird uns genauer auf die Finger geschaut. Da darf nichts in die Kanalisation gelangen!

Ganz zu schweigen von den theoretischen Kenntnissen, die uns als Fachleute auszeichnen. Ich bezweifle, daß es nicht viele Leser sind, die mit dem Begriffen "Weißpunkt", "Kalter Fluß", "Sd-Wert" usw. was anfangen können. Oder welche Verdünnung für welche Lacke genommen werden kann.

Derjenige, der einen anderen beauftragt, der hat doch Zeit selbst seiner Arbeit nachzugehen, die er doch am besten kann.
"Die richtige Person, zur richtigen Zeit am richtigen Platz."

Der Fehler, daß die Stundenverrechnungssätze so hoch liegen liegt doch im System. Die Lohnnebenkosten fressen uns auf.

Mein Mitarbeiter müßte 4,5 Std. arbeiten um das Geld zu verdienen was er bezahlen müßte wenn er sich selbst als Maler eine Stunde leisten möchte.

Die Sozialabgaben, die ich im Nettolohn mit einberechne werden mit zu Grunde gelegt bei der Mehrwertsteuer.
Sie werden also an den Staat abgeführt und gleichzeitig werden darauf Steuern erhoben. So geht es auch mit der Lohnsteuer.
Auch diese wird im Prinzip doppelt versteuert. Dieses gibt es in keinem anderen europäischen Land!

Die Industrie kann ausweichen. Es sind Autofirmen, die ihre Produktion in andere Länder verteilen und auch andere Branchen wie die Elektro-Industrie können auf das billigere Ausland ausweichen.
Aber der vielgelobte Mittelstand und das Handwerk kann das nicht.

Wer weiß denn aus dem Kopf, wie hoch die Beiträge für die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sind. Der Beitrag zur Unfallversicherung wird vom Arbeitnehmer garnicht wahrgenommen.
Zudem kommen noch die Feiertagentlohnungen, Urlaubentgelte und Urlaubsgeld. Kalkulatorisch ist die Berechnung einer Erkrankung auch mit einzubeziehen.
Beiträge zu Handwerkskammern sind ebenso Pflicht wie die Ausbildungsabgabe im Handwerk.
Von Betriebversicherungen mal ganz zu schweigen.

Die Bürokratie in Deutschland ist zu viel. Sie muß mitfinanziert werden. Durch wen???

Ein Arbeitnehmer oder Arbeitsloser der versichert ist, kann "schwarz" billiger arbeiten, da er auf diesen Lohn keine Abgaben entrichtet. Dieses Geld fehlt aber in den Kassen. Und das geht zu Lasten der Allgemeinheit!
Schwarzarbeit ist ein Grund mit dafür, daß die Abgaben so hoch sein müssen. Zu dem werden noch viel Gelder verwandt, um diesem Übel auf die Schliche zukommen.

Also allen Heimwerkern, die es können viel Spaß und Gelingen bei der Arbeit! Aber wenn es problematisch wird, dann doch lieber einmal überlegen ob es ein Fachmann nicht besser, schneller und gründlicher kann.

Malermeister Beckmann

n/v
Gast

Re: Re: Gutes muss nicht teuer sein!

Hallo Malermeister Beckmann,

ich möchte demnächst meinen Flur renovieren, d.h. malern, neuer Teppich und so. Der Flur ist mit einem weißen Rauhputz an den Wänden, die Decke ist glatt weiß. Jetzt ist mir nicht klar, wie ich am besten den Rauhputz streiche. Können Sie mir da einen Tip geben?

Christine Fischer

n/v
Gast

Re: Re: Gutes muss nicht teuer sein!

das mit den Lohnkosten ist richtig, deswegen verstehe ich auch nicht warum die Gewerkschaften bei unserer derzeitigen Wirtschaftslage Lohnerhöhungen von 6% fordern (doch ich glaube sie müssen ihren Arbeitsplatz sichern, abhängig durch Gewerkschaftsmitglieder). Jeder vernünftig denkende Mensch sollte sich überlegen, wenn der Mensch teuer als die Maschine wird, wird sie ihn ersetzen.
Auf der anderen Seite wird geklagt, es gibt zuwenig ausgebildete Fachkräfte, es gibt sie, nur will sie kaum jemand einstellen (zu teuer).
Zu dem ausführen von Arbeiten in nicht gelernten Arbeitsbereichen muß ich von mir sagen, ich informiere mich über die notwendigen Fertigkeiten und lerne dazu wie in der Ausbildung in meinem Beruf. Dies sollten allerdings auch sogenannte Fachleute machen, die vor vielleicht 15 Jahren ihren Beruf erlernt haben und mit neueren Methoden nichts am Hut haben, bzw. glauben ihre alte Technik gilt auch für das Neue.

n/v