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11 Antworten (Letzter Beitrag)
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Peter

Wand verputzen

Hallo,

ich bin dabei unsere Wohnung zu renovieren und habe heute damit begonnen, die alten Tapeten im Flur abzukratzen. Anschließend sollen die Wände gestrichen werden. Bevor man streichen kann, wird es jedoch nötig sein, die Wände irgendwie zu bearbeiten, da unter der Tapete zwar eine normale, weiße "Wand" zum Vorschein kam, diese jedoch von der Struktur her uneben ist. Kann ich einfach einen Fertigputz kaufen und so die Wand verputzen? Oder was genau muss ich machen? Ich habe etwas gegoogelt und verschiedene Anleitungen gefunden, die besagen, dass man 15-20 mm (!!!) Putz auftragen soll. Ich will aber keine nackten Ytong-Steine verputzen, sondern einfach nur die Wände ein wenig glätten.


Gruß

Peter


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Peter787

Re: Wand verputzen

Ich habe mich ein wenig in die Materie eingelesen und herausgefunden, dass man vermutlich Rotband oder Spachtel nehmen soll. Das Problem dabei ist, dass man hinterher noch schleifen muss und dass es somit ewig dauert. Ich habe aber einem Maler bei der Arbeit zugesehen und der hat einfach nur die Unebenheiten zugespachtelt und anschließend so eine Fertigmasse mit einer Kelle aufgetragen und 1 Stunde später konnte schon mit normaler Wandfarbe gestrichen werden. Was kann das für eine "Wuner-Mixtur" gewesen sein? Gruß

n/v

Re: Wand verputzen

Hallo Peter

ich habe vor drei Jahren ein altes Haus gekauft und auch erstmal zig Lagen Tapete abgelöst; das was darunter war, war grauselig.


Rotband ist ziemlich easy im Gebrauch; ich habe alle Wände damit verputzt (außer Bad und Küche). Wichtig ist erstmal losen alten Putz zu entfernen, dann mit PCI einstreichen, trocknen lassen.


Geschliffen hab ich übrigens nichts; die Sauerei wollte ich mir nicht antun. Frage mich auch wozu, ich wollte Putz, keine Tapeten und die Struktur meines Schwammbrettes darf man auch durchaus sehen.


Gruß Jule

Re: Wand verputzen

Das was der Maler genommen hat ist ein Fertigputz der schnell trocknet.


Zuerst solltest Du die Wand grundieren, damit keine weiteren Unebenheiten entstehen und das lose Material an der Wand gebunden wird. Zudem saugt der Untergrund nicht so stark und hält somit besser an der Wand.


Große Unebenheiten kannst Du mit Rotband glätten. Dazu nach Anleitung anrühren und mit der Maurerkelle aufbringen. Ist eien reine Übungssache. Also nicht frustriert abbrechen und dann klappt es auch ganz fix. Wenn es sich um ganz feine Unebeenheiten handelt kannst Du einen Füll- und Glättspachtel kaufen. Sind auf Gipsbasis und haben eine wesentlich feienere Körnung. Daher kann man sie auch glatt verstreichen. Um eine Trocknungszeit kommst Du allerdings nicht rum. Es gibt auch Fertigfeinputz aus dem Eimer. Ist aber A... teuer und bringt einem nix ausser, dass man nicht mit Pulver und Wasser rumpanschen muss. Die Trocknungszeiten aber bitte einhalten, da die Haltbarkeit sonst gefährdet ist.


Also nochmal:


- unbedingt 1x grundieren, wenn sehr trocken und sandig evtl. 2x (Baumarktprodukt reicht völlig aus)


- Trockenzeit beachten!!!


- Rotband für größere Unebenheiten und/oder Fein- und Glättspachtel (Knauff ist super zu verarbeiten, muss aber auch nicht unbedingt sein) aufbringen.


- Trockenzeit beachten!!!


- am besten nochmal grundieren, damit der Untergrund gleichmäßig saugt und somit der Farbauftrag gleichmässig wird.


- mit Dispersionsfarbe streichen


- schöne Wand haben!    Big smile


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Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.

Peter787

Re: Wand verputzen

Super, danke für die Antworten. Das heißt ich brauche im Grunde genommen gar keinen neuen Putz auftragen, sondern es reicht einfach nur die alte Tapete abzukratzen, zu grundieren, die ganzen Unebenheiten mit Knauf Fein- und Glättespachtel zu beseitigen und anschließend mit Dispersionsfarbe zu streichen? So einfach??? Habe ich das richtig verstanden? Wird es bei dieser Methode erforderlich sein, mehr als 1-2 Mal zu streichen und wird die Wand im Bereich der verspachtelten Stellen hinterher eine andere Struktur haben? Gruß

n/v

Re: Wand verputzen

Prinzipiell richtig....


Mit Glätt und Füllspachtel oder auch Fein und Glättspachtel kannst zu nur geringe tiefen ausgleichen. Durch die vorherige grundierung hält das ganze und die Wand krümelt hinterher nicht mehr. Voraussetzung: lose Teile entfernen!


Nach dem Glätten würde ich, wenn die Wand komplett getrocknet ist nochmal grundieren, damit Du mit der Farbe ein gleichmässiges Bild erhälst. Geh mal davon aus, dass zwei Anstriche Pflicht sind um ein gleichmässiges Deckergebniss zu erreichen. Wir haben einige Flächen sogar bis zu fünf Mal gestrichen. Waren aber auch extreme Flächen....


Die Struktur der Wand bei den verputzten Flächen passt sich zumeist der Wand an. Wenn Du es richtig gut verputzt hast Du normalersweise eine 1A glatte Fläche.

Wenn Du eine nicht ganz glatte Wand hast, glättest Du diese Unebenheiten ja mit. Also sollte die ganze Wand glatt sein. Wenn Du dann allerdings streichst hast Du zwangsläufig eine leichte Struktur auf der Wand, die die Farbrolle hinterlässt. Sieht aber eigentlich nett aus und die Wand wirkt trotzdem glatt. Es kommt also darauf an wie genau Du glättest.


Ein Tipp, falls Du noch Löcher oder ähnliches dicht machst bevor Du grundierst: saug diese aus, ggfs. puste den Staub raus oder was auch immer und näss die Löcher ein, damit sich die Füllmasse mit der Wand verbindet und nicht als Propfen darin sitzt, den man rausnehmen und wieder reinstecken kann (übertrieben!) Big smile


Aber bald kommen die Profis. Können ja mal sagen ob ich noch was vergessen habe.... ist ja beängstigend das die heute noch nicht da sind.... Shock


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Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.

Peter787

Re: Wand verputzen

Hallo,

in der Zwischenzeit habe ich diese Tapete vollständig abgelöst. Es war Glasfasertapete, die sich aber wider erwarten problemlos ablösen ließ. Nun habe ich gelesen, dass der Untergrund von Glasfasertapeten problematisch sein könnte, also dass daran nichts haftet - keine Tapete, kein Putz usw. Stimmt das? Ändert es etwas an der hier geschilderten Vorgehensweise?


n/v

Re: Wand verputzen

Glasfaser ist im Prinzip eine Tapete die besonders in Altbauten angewendet wird um evtl. Risse zu übedecken. Dieses geht, da das Material sehr flexibel ist. Zudem wird sie in Bereichen angewendet die stark frequentiert sind, also einen hohen Durchlauf haben. Hotelzimmer und Flure, generell Geschäftsräume, Krankenhäuser....etc.....etc.....etc.....


Das Problem von dem Du bestimmt gelesen hast ist der Spezialkleber, mit dem das Zeug an die Wand geklatscht wird. Solltst daher mal schauen ob noch Rückstände vorhanden sind. Ansonsten würde ich ein bis zwei Mal grundieren und dann einen Test machen. Sollte eigentlich halten. Die Frage ist, ob noch wirkliche Klebereste vorhanden sind. Dürften eigentlich transparent sein.....

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Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.

Re: Wand verputzen

Glasfaser ist im Prinzip eine Tapete die besonders in Altbauten angewendet wird um evtl. Risse zu übedecken. Dieses geht, da das Material sehr flexibel ist. Zudem wird sie in Bereichen angewendet die stark frequentiert sind, also einen hohen Durchlauf haben. Hotelzimmer und Flure, generell Geschäftsräume, Krankenhäuser....etc.....etc.....etc.....


Das Problem von dem Du bestimmt gelesen hast ist der Spezialkleber, mit dem das Zeug an die Wand geklatscht wird. Solltst daher mal schauen ob noch Rückstände vorhanden sind. Ansonsten würde ich ein bis zwei Mal grundieren und dann einen Test machen. Sollte eigentlich halten. Die Frage ist, ob noch wirkliche Klebereste vorhanden sind. Dürften eigentlich transparent sein.....

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Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.

Re: Wand verputzen

Hoerb schrieb:

Glasfaser ist im Prinzip eine Tapete die besonders in Altbauten angewendet wird um evtl. Risse zu übedecken. Dieses geht, da das Material sehr flexibel ist. Zudem wird sie in Bereichen angewendet die stark frequentiert sind, also einen hohen Durchlauf haben. Hotelzimmer und Flure, generell Geschäftsräume, Krankenhäuser....etc.....etc.....etc.....


Das Problem von dem Du bestimmt gelesen hast ist der Spezialkleber, mit dem das Zeug an die Wand geklatscht wird. Solltst daher mal schauen ob noch Rückstände vorhanden sind. Ansonsten würde ich ein bis zwei Mal grundieren und dann einen Test machen. Sollte eigentlich halten. Die Frage ist, ob noch wirkliche Klebereste vorhanden sind. Dürften eigentlich transparent sein.....

Es geht schon wieder los....Hoer postet seine Beiträge wieder doppelt Big smile  Eh Hoerb du musst nicht doppelt Posten, dauert halt nur etwas länger um Meister zu werden  :bigsmile:

Du kleiner Teufel Drunk


Jamie / Berlin

Peter787

Re: Wand verputzen

Sorry, dass ich noch mal auf dieses Thema zurückkomme, aber ich habe jetzt 3 verschiedene Produkte vor mir stehen, mit denen ich morgen früh loslegen will:

1. Fertigspachtel innen im 15 kg Eimer (ganz schön teuer, ich weiß, aber dafür sehr bequem...)

2. Molto Füll- & Flächenspachtel, 5 kg Sack

3. Glätt- und Flächenspachtel, 5 kg Sack

Wo ist Unterschied zwischen diesen 3 Produkten? Sind sie alle für meinen Einsatzzweck geeignet?

Gruß

n/v