Fliesenmuster

Verlegemuster machen aus einer einheitlich gefliesten Fläche doch noch einen attraktiven Blickfang: Ein Fliesenmuster verleiht dem Boden nicht nur eine besondere Optik, es kann auch die Raumwirkung positiv beeinflussen, Raumbereiche gegeneinander abgrenzen und gerade große Fliesenflächen akzentuieren. Neben verschiedenen Verlegemustern können Sie auch mit Flieseninseln, Bordüren oder  Intarsien aus andersfarbigen Fliesen Abwechslung auf den Boden bringen. Die Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie ein Fliesenmuster legen.

Praktisch muss so ein Küchenfußboden natürlich in erster Linie sein. Als Belag werden meistens Fliesen gewählt. Ganz zu Recht: Was immer darauf landet – Fliesen verkraften heißes Wasser ebenso klaglos wie Hähnchenschenkel, Spinat oder übergeschwappte Suppe. Sie lassen sich problemlos reinigen. Aber gerade große, zusammenhängende Fliesenflächen wirken schnell monoton – ihnen fehlt Abwechslung und auch die Räume scheinen konturlos ineinander überzugehen. Fliesenmuster am Boden helfen, einzelne Bereiche (kochen, essen, wohnen, ...) gegeneinander abzugrenzen. Auch bietet es sich an je nach Raumproportion (schmaler langer Flur oder verwinkeltes Badezimmer) das passende Verlegemuster für die FLiesen zu wählen! Praxistipp: Welches Verlegemuster zu welchem Raum passt, finden Sie weiter unten in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst.

 

Fliesenmuster legen

Nicht nur das Verlegemuster der Fliesen entscheidet darüber, ob Sie lange Freude an Ihren neuen Fliesen haben. Bereits beim Einkauf sollten Sie gewisse Dinge berücksichtigen: Anders als für die Wand sollten Sie auf dem Boden Steinzeug- oder Feinsteinzeugfliesen der Abriebklasse III verlegen, da ansonsten leicht Kratzer oder Farbveränderungen in der Oberfläche entstehen können. Beachten Sie beim Einkauf die Hinweise auf den Verpackungen. Das gilt auch für die Menge, die Sie pro Quadratmeter benötigen.

Die Ermittlung der Raumgröße reicht, wenn Sie nur eine Sorte Fliesen im Raum verlegen wollen. Haben Sie sich jedoch für ein Fliesenmuster entschieden, müssen Sie die jeweilige Fliesenmenge individuell berechnen – je nach Größe der Fliesen und des Musters. Kalkulieren Sie dabei nicht zu knapp – bei großformatigen Fliesen müssen Sie auch mehr Verschnitt einplanen, um ein gleichmäßiges Fliesenmuster verlegen zu können. Schließlich könnten beim Verlegen ein paar Fliesen zu Bruch gehen, und später brauchen Sie vielleicht auch mal welche zum Austauschen.

  • Eine Faustformel, die sich bewährt hat: Quadratmeterzahl der zu fliesenden Fläche zuzüglich fünf Prozent Verschnitt plus fünf Prozent Reserve.

Als Fliesenkleber empfiehlt sich bei einem Materialwechsel innerhalb einer Fläche ein flexibler kunststoffvergüteter Klebstoff (sogenannte Flex-KLeber). Als Fugenmörtel verwenden Sie einen auf die Breite der Fugen und die Fliesensorte abgestimmten Mörtel.

 

Fliesen: Verlegemuster

Wer keine gemusterten Fliesen verlegen möchte, kann die Fläche mit einem Fliesenmuster akzentuieren. Doch welchen Vorteil bieten Fliesenmuster? Nicht nur Größe, Form und Farbe der Fliese wirken  auf das Auge – auch die Verlegerichtung, das Verlegemuster und der Fugenverlauf haben Einfluss, wie Sie einen Raum wahrnehmen. Großformatige, helle Fliesen weiten einen Raum optisch – kleine (Mosaik)-Fliesen z. B. kaschieren schiefe Wände und unregelmäßige Grundrisse. Praxistipp: Lange, schmale Flure sollten quer zur Raumachse gefliest werden, um den Raum zu weiten – längs ausgerichtete Verlegemuster würden den "Schlauch" nur unnötig betonen.

Durch ein besonderes Fliesenmuster erhält auch das Fugenraster eine besondere Aufmerksamkeit: Hier können Sie heute auch farbige Fugenmörtel verarbeiten – weiß am Boden ist wenig alltagstauglich, aber dunkle Erdtöne oder gar anthrazitfarbene Fugen lassen vor allem großformatige XXL-Fliesen noch edler und wertiger erscheinen. Praxistipp: Je ähnlicher sich Fliesenfarbe und Fugenmörtel sind, desto homogener wirkt die Fläche. Je stärker der Kontrast desto lebhafter tritt das Fliesenmuster hervor.

Welche Verlegemuster gibt es?

Vielfalt am Boden können Sie natürlich durch einen gezielten Materialmix erreichen: Wer Fliesen mit Intarsien aus Naturstein, Holzdielen oder auch Betonkacheln kobiniert, erhält in jedem Fall einen abwechslungsreichen Bodenbelag. Die hier aufgezählten Verlegemuster basieren aber alle auf einer in Größe und Format einheitlichen Grundfliese und entwickeln ihren unterschiedlichen Reiz allein aus der Verlegerichtung und dem Fugenverlauf – das sind die beliebtesten Verlegemuster für Fliesen:

 FliesenformatFliesenmuster
KreuzverbandQuadrate oder Rechteckealle Fugen treffen kreuzweise aufeinander
DiagonalverbandQuadrateDie Fliesen werden in einem beliebigen Winkel (meist 45°) zur Raumachse gedreht verlegt, alle Fugen treffen in einem 90°-Winkel aufeinander
Halbverbandgleich große RechteckeStoßfugen treffen um eine halbe Fliesenlänge versetzt auf die Fliesenmitte, die Längsfugen laufen durch
BahnenverbandRechtecke mit verschiedenen Längen und BreitenLängsfugen laufen parallel in eine Richtung (quer zur Verlegerichtung), Bahnen werden unterschiedlich breit verlegt (in sich aber einheitlich)
Römischer VerbandQuadrate und Rechtecke in abwechslungsreichen Größensehr lebhaftes Verlegemuster komplett ohne sich kreuzende Fugen, aufwendiges Fliesenmuster
PolygonalverbandVielecke mit unregelmäßigem Zuschnitt/Kantenverlaufwillkürliches Verlegemuster, unterschiedliche Plattengrößen, v. a. im Außenbereich

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