Fliesenlack für Bodenfliesen

Fliesenlack für Bodenfliesen

Bäder in Mietwohnungen sind oft ein trauriger Anblick: Der Vermieter will nur gerade soviel wie nötig investieren und der Mieter scheut Investitionen, da er beim Auszug u.U. alles wieder zurückbauen muss. Wie kann man ein Bad renovieren, ohne viel Geld hineinzustecken? Wie kann man Fliesen verschönern, ohne zu Hammer und Meißel greifen zu müssen? Ist Fliesenlack das Mittel der Wahl oder sollte man doch handwerklich neue Fliesen verlegen – Fliese auf Fliese? Eine Leseranfrage zu diesem Thema ließ uns einmal genauer darüber nachdenken.

Monika Bednarz per E-Mail: Wir haben im Bad verfärbte Fugen / verschiedene Macken. Der Vermieter würde das Bad renovieren, dann aber komplett, was ein paar Wochen Chaos und eine Mieterhöhung bedeutet. Wir haben jetzt überlegt, was wir selbst machen könnten. Der Boden lässt sich doch nicht mit Fliesenlack wie an Wänden lackieren? Es führt wohl kein Weg am Fliesenlegen vorbei? Aber dann muss die Tür gekürzt und die Anschlüsse für die Toilette versetzt werden. Das möchten wir vermeiden. Und irgend etwas kleben, z. B. Vinyl, ist das machbar? 

Christian Meyer, Redakteur für BauenRenovieren: Zunächst dürfen Sie nur etwas mit Einverständnis des Vermieters unternehmen! Ansonsten: Ein Fliesenlack wäre die einzige Möglichkeit, den Boden ohne weitere Erhöhung, die ggf. ein Kürzen der Türen nach sich zieht, aufzufrischen. Nur hält Lack dort nicht so lange wie an der Wand, da Fußtritte nun mal belastend sind (2-Komponentigen- Fliesenlack plus 2-K-Grundierung verwenden!). Eine weitere Möglichkeit mit geringer Aufbauhöhe ist eine dünne Schicht Ausgleichsmasse, worauf man dann PVC klebt. Statt Rollenware kann man heute auch zu Dielen- oder Fliesenformaten greifen, die über einen selbstklebenden Rücken verfügen. Möchten Sie die alten Fliesen direkt mit einem Belag versehen, können Sie neue Fliesen darüber verkleben oder einen Laminatboden für Feuchträume verlegen. Entweder sind diese Beläge komplett aus Kunststoff, also ohne Holzfaser-Trägerplatte wie sonst, oder sie verfügen über spezielle Dichtungsgummis in Nut und Feder. Bei diesen Lösungen haben Sie allerdings einen höheren Aufbau. Und rückbaufähig ist nur die letzte Lösung mit Laminat. Alle anderen Vorschläge bedeuten, dass sich der Boden nicht mehr hundertprozentig in den jetzigen Zustand zurückversetzen lässt. Die Kosten müssen Sie individuell selbst ermitteln und dann schauen, ob eine Mieterhöhung nicht doch akzeptabel wäre und das „Machenlassen“ die bessere Lösung.

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2013

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